Blumenzwiebeln in Pflanzlöcher setzen

Blumenzwiebeln setzen

Es kommt auf die Pflanzzeit an

Bunte Frühjahrsblüher

Damit das Blumenzwiebeln setzen nicht in einer Enttäuschung endet, müssen Sie sowohl die Pflanzzeit als auch die richtige Pflanztiefe beachten. Frühjahrsblüher gehören schon im Herbst in die Erde, frostempfindliche Zwiebel- und Knollenpflanzen werden dagegen erst im Mai ausgepflanzt. Manche Knollenpflanzen wie zum Beispiel Dahlien und Blumenrohr (Canna indica) können gut im Haus vorgetrieben werden, damit sie früher zur Blüte kommen. Im Sommer werden alle Herbstblüher, zum Beispiel die hübschen Sorten der Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) und der echte Safran (Crocus sativus) gepflanzt. Einige wenige Arten wie etwa das Alpenveilchen (Cyclamen persicum) oder die Prachtscharte (Liatris spicata) können Sie sowohl im Frühjahr als auch im Herbst in die Erde bringen. Die fleischigen Rhizome der großen Schwertlilien (Iris barbata-Sorten und Iris germanica) pflanzt man relativ spät im Herbst, damit sie nicht noch vor dem Winter kräftig austreiben. Die Rhizome müssen so flach gesetzt werden, dass der Blattansatz nicht von Erde bedeckt ist. Einige große Zwiebelpflanzen wie Kaiserkronen (Fritillaria imperialis) und die Madonnenlilie (Lilium candidum) sollten spätestens im September in die Erde, damit sie bis zum Winter gut einwurzeln.

Pflanztiefen beim Blumenzwiebeln setzen

In der Regel pflanzt man Blumenzwiebeln zwei- bis dreimal so tief, wie die Zwiebel hoch bzw. dick ist. Je nach Bodenart kann es aber nötig sein, von dieser Regel abzuweichen. In besonders schweren Lehm- oder Tonböden sollte beim Blumenzwiebeln setzen nicht zu tief gepflanzt werden, damit die Pflanzen ihren Weg durch die schwere Krume nach oben ans Licht finden können. In sehr leichten sandigen Böden kann es nützlich sein, die Zwiebeln etwas tiefer als normal zu pflanzen, damit die Gewächse später einen besseren Halt im Boden finden. Eine Ausnahme ist die Madonnenlilie, die nicht zu tief gesetzt werden darf, da sie sonst verkümmert.

Das richtige Pflanzloch zum Blumenzwiebeln setzen

Beim Blumenzwiebeln setzen gehen Sie wie folgt vor: Als Erstes sollten Sie ein ausreichend tiefes Loch graben. Ein Hohlzylinder aus Metall mit einem Griff - als Zwiebelpflanzer im Fachhandel erhältlich - ist vor allem bei größeren Zwiebeln und Knollen ein praktischer Helfer - aber mit der Pflanzkelle oder dem Pflanzholz geht es in der Regel auch. Vor dem Einpflanzen der Zwiebeln oder Knollen bröseln Sie etwas lockere Erde auf den Boden des Pflanzlochs, damit die Wurzelansätze nicht auf einem Hohlraum aufsitzen. Bei sehr schweren, zur Staunässe neigenden Böden und bei Pflanzen, die eine gute Drainage brauchen, sollte zuunterst ins Pflanzloch eine Drainageschicht aus Feinkies und Sand gegeben werden, auf die anschließend die Zwiebeln oder Knollen gelegt werden.

Beim Blumenzwiebeln setzen immer die Triebspitze nach oben

Beim Blumenzwiebel setzen immer die Triebspitzen nach oben

Die meisten Zwiebeln und Knollen haben eine deutlich erkennbare Spitze, aus der später der Trieb wächst, und eine Basis, aus der die Wurzeln sprießen. Aus diesem Grund ist es wichtig beim Blumenzwiebeln setzen darauf zu achten, dass Zwiebeln oder Knollen mit der Triebspitze nach oben in das Pflanzloch gelegt werden. Im Anschluss füllen Sie die ausgehobene Erde wieder ein.

Zusätzlichen Dünger benötigen Zwiebel- und Knollenpflanzen bis auf wenige Ausnahmen (Dahlien, Blumenrohr und stark wachsende Lilien) zum Austreiben zunächst nicht, denn in den verdickten Speicherorganen sind alle bis zur Bildung der Blüten nötigen Nährstoffe enthalten. Erst nach der Blüte sollte z.B. mit „Gärtner Pötschkes Pflanzenfutter für Blumenzwiebeln“ gedüngt werden, um einen guten Knospenansatz und eine üppige Blüte im Folgejahr zu gewährleisten. Bei Gruppenpflanzungen – wie etwa Krokussen, Blausternchen und Puschkinien, aber auch bei Tulpen und Narzissen, kann ein großes Loch in der benötigten Tiefe als Pflanzbett ausgehoben werden. Darin verteilt man in entsprechenden Abständen die Knollen oder Zwiebeln und schüttet das Loch anschließend wieder vorsichtig zu, damit die Zwiebeln nicht durcheinanderpurzeln.

Pflanzungen mit Wildcharakter

Möchten Sie, dass Ihre Pflanzung nach dem Blumenzwiebeln setzen einen möglichst natürlichen Eindruck macht - etwa wenn Krokusse oder Schneeglöckchen in eine Rasenfläche gepflanzt werden - sollten Sie eine Handvoll Zwiebelchen etwa in Kniehöhe auswerfen. Gepflanzt werden die Zwiebeln dann an der Stelle, wo sie niedergefallen sind. So vermeiden Sie eine zu regelmäßige Anordnung und erzielen eine gewisse Zufälligkeit. Natürlich kann man auch Blumenzwiebeln setzen, indem mit einem Rasenkantenstecher oder Spaten Grassoden aus dem Rasen ausgestochen werden. Wenn die Soden nicht zu groß sind, lassen sie sich leicht mit der oberen Bodenschicht abheben, ohne auseinanderzufallen. Die Zwiebeln der Schneeglöckchen oder die Krokusknollen verteilen Sie dann in 5 bis 8 cm Tiefe in ausreichenden Abständen und setzen die Rasensode anschließend vorsichtig wieder ein. Nachdem man sie gut angedrückt hat, müssen sie sofort gründlich angegossen werden, damit Graswurzeln und Zwiebeln bzw. Knollen einen guten Bodenschluss bekommen.

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