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Gemüse

Gemüse anpflanzen - unser Einsteiger-Guide

Infos & Tipps vom Profi

Das Pflanzen von eigenen Gemüsepflanzen wird immer beliebter. Für Einsteiger in den Gemüsebereich empfehlen wir gleich fertige Pflanzen zu kaufen. Dank solcher vorgezogener Jungpflanzen entfällt die zeitaufwändige Aussaat und das kniffelige Pikieren der Sämlinge. So ist der Spaß und vor allem das gute Gefühl zu 100% Biofrüchte zu bekommen garantiert - auch ohne jahrelange Erfahrung.

Wie der Einstieg ins Gemüsegärtnern klappt und worauf Sie achten sollten, damit die Ernte auch ein voller Erfolg wird, lesen Sie in diesem Ratgeber.

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Damit es später so aussieht, müssen vor der Pflanzung die Beete vorbereitet werden

Bevor es ans Gemüse geht

Bevor Sie mit dem Gemüse anpflanzen beginnen können, was in der Regel ab Ende März/Anfang April erfolgen kann, müssen zuerst die Beete gut vorbereitet werden. Nach dem tiefgründigen Lockern sollte der Boden eine krümelige Struktur aufweisen.

Wenn Sie zusätzlich vor dem Gemüse anpflanzen Patentkali in den Boden einarbeiten, erhöht sich die Widerstandskraft der Setzlinge. 

Für den Biogärtner gibt es statt des Patentkalis extra Natur-Volldünger, rein organisch mit Guano, der nicht nur düngt, sondern auch das Bodenleben aktiviert.

So vorbereitet hat das junge Gemüse beste Chancen, zu gesunden, kräftigen und auch ertragreichen Pflanzen heranzuwachsen. Nach dem Einarbeiten des Düngers werden die Beete glatt geharkt.

So wird gepflanzt

Die meisten vorgezogenen Gemüsepflanzen werden in Pflanzschalen und nicht in einzelnen Containern angeboten. Das junge Gemüse hat schon einen kleinen Wurzelballen, der nicht austrocknen darf. Der Händler schlägt zum Transport einzelne Pflanzen daher meist in Zeitungspapier ein. Dies muss bis zum Zeitpunkt an dem Sie das Gemüse anpflanzen, möglichst noch am selben Tag, feucht gehalten werden.

Daher bietet es sich an die Pflanzung erst gegen Abend oder an einem Tag mit bedecktem Himmel vorzunehmen. Das Pflanzloch wird mit einer Pflanzkelle oder einer Handschaufel ausgehoben. Es muss so groß sein, dass die Wurzeln oder der Wurzelballen der Pflanze problemlos hineinpassen, ohne dabei geknickt oder gequetscht zu werden.

Steht das junge Gemüse in Anzuchtschalen oder im Frühbeet, heben Sie die einzelnen Gemüsejungpflanzen vor dem Anpflanzen behutsam mit dem Pikierholz aus der Erde. Gemüse in Einzeltöpfen wird vorsichtig aus dem Topf genommen, indem Sie diesen umdrehen und den Topfrand auf die Tischkante oder einen Stein klopfen.

Achtung...!

"Blätter sind nicht zum dran ziehen gemacht!"

Fassen Sie die Pflanze am Wurzelhals oder am Wurzelballen an und nicht an den Blättern, damit diese nicht abgerissen oder gequetscht werden.

Zum Einsetzen halten Sie die Pflanzen mit einer Hand ins Loch, mit der anderen Hand wird die Erde aufgefüllt. Das junge Gemüse soll so tief in der Erde sitzen, wie es vorher im Topf wuchs. Besonders bei Salat und Kopfkohlsorten muss sich das Herz der Pflanze nach dem Anpflanzen über dem Boden befinden. Nachdem Sie Ihr Gemüse angepflanzt haben werden die Pflänzchen vorsichtig fest gedrückt und gründlich gewässert.

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Kohlpflanzen sind ausgesprochen hungrige Beetbewohner, die ausreichend Nährstoffe im Boden brauchen

Sonderbehandlung für besonders hungrige Gemüsearten

Tomaten, Kürbisgewächse wie Gurken, Zucchini und Melonen sowie alle Kohlarten sind die wahren Vielfraße unter dem Gemüse. Die sogenannten Starkzehrer vollbringen innerhalb einer kurzen Zeit eine erstaunliche Leistung: Sie wachsen im Frühjahr aus winzigen Gemüsesamen und bilden während weniger Sommermonate eine Fülle großer Früchte. Dafür brauchen sie reichlich Nahrung.

Am besten versorgen Sie dieses Gemüse daher schon beim Anpflanzen im Mai oder im Juni mit einer Extraportion organischen Dünger. Je nach Pflanzenart gibt es spezielle Dünger, die Ihr extra hungriges Gemüse entweder für einige Wochen oder sogar den ganzen Sommer über mit den benötigten Nährstoffen versorgen.

Nach dem Gemüse anpflanzen, sollten Sie immer auf eine ausreichende Bewässerung achten, denn diese sorgt für eine gute Aufnahme des Düngers und verhindert, dass die Pflanzen bei Hitze schlappmachen.

Schon gewusst...?

"Diese Gemüsearten haben großen Hunger:"

  • Tomaten
  • Paprika
  • Auberginen
  • Gurken
  • Zucchini
  • Kürbisse
  • Kohlarten

Video: Gemüse auf Balkon und Terrasse richtig düngen

Gemüsepflanzen, die in Kübeln oder Kästen auf Balkon und Terrasse wachsen, haben durch ihr begrenztes Erdvolumen im Pflanzgefäß andauernd Hunger. Die Erde kann aufgrund ihrer begrenzten Menge einfach nicht genug Nährstoffe speichern, damit die Pflanzen längere Zeit mit einer Düngergabe auskommen könnten. Daher düngen Balkon- und Terrassengärtner etwas anders als ihre Kollegen in größeren Gemüsebeeten.

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