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Zaubernuss Blüte

Gartenarbeiten im Januar

Infos & Tipps vom Profi

Nun sind wir in der Mitte des Winters angekommen. Der Januar ist statistisch gesehen der Monat mit den niedrigsten Temperaturen und somit auch mit den kältesten Nächten. Damit unsere Pflanzen - aber natürlich auch die vielen tierischen Gartenbewohner - die kalten Tage und Nächte gut überstehen, sollten wir aktiv werden.

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Immergrüne Pflanzen, wie hier der Rhododendron, verlieren auch an frostigen Wintertagen Wasser über ihr Laub

Immergrüne Pflanzen vor Kahlfrösten schützen

Viele von uns kennen sicher diese Tage im Januar und Februar an denen das Thermometer auch am Tag Temperaturen von unter 0 Grad anzeigt. Dazu herrscht draußen seit Tagen eine trockene Kälte. Von Schnee keine Spur. Dabei wäre eine geschlossene Schneedecke für unsere Pflanzen jetzt genau das richtige. Sie legt sich wie eine isolierende Schicht über Blätter, Nadeln und Wurzelbereiche und verhindert, dass der Boden in der Tiefe gefriert. Bei Immergrünen schützt der Schnee außerdem davor, dass sie zu viel Feuchtigkeit über ihre Blätter oder Nadeln verlieren.

Schon gewusst...?

"Geschlossene Schneedecken schützen Pflanzen vor dem Erfrieren."

Der Schnee legt sich wie eine wärmende Decke über gefährdete Pflanzenteile und verhindert das Erfrieren von Trieben, Knospen und Wurzeln. Unter der geschlossenen Schneedecke kann die Temperatur bis zu 15 °C über der Außentemperatur liegen.

Doch wo kein Schnee ist, da kann der Frost tief in den Boden gehen. Das kostbare Wasser in ihm gefriert und kann von den Pflanzenwurzeln nicht mehr aufgenommen werden. Für die meisten Gewächse ist das kein großes Problem, da sie sich in der Winterruhe befinden. Doch unsere Immergrünen leiden gerade jetzt am meisten. Ihre Blätter und Nadeln verdunsten stetig Feuchtigkeit, die sie durch den gefrorenen Boden nicht wiederaufnehmen können. Die Folge ist, dass Kirschlorbeer und Co. langsam vertrocknen.

Um das zu verhindern, sollten Sie den Wurzelbereich Ihrer Immergrünen jetzt mit Tannenreisig abdecken. Reisig übernimmt die Aufgabe der fehlenden Schneedecke und verhindert, dass das Bodenwasser in der Tiefe gefrieren kann. An besonders kalten und gleichzeitig sehr sonnigen oder auch windigen Tagen ist es ratsam, die Pflanzen zusätzlich noch mit einem Winterschutzvlies zu umwickeln. Die Sonne würde ansonsten die Blätter auftauen lassen und die Pflanze zum Verdunsten von Wasser anregen.

Und ist die Frostperiode vorüber und der Boden wieder aufgetaut sollten Sie Ihre Immergrünen ausgiebig wässern damit sie für weitere Kahlfröste gut gerüstet sind.

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Meisen und andere Vögel nutzen Nistkästen nicht nur zur Aufzucht ihrer Jungen - die Kästen sind auch begehrte Rückzugsorte an kalten Wintertagen

Nistkästen sind wichtige Rückzugsorte in kalten Nächten

Viele Gartenfreunde kümmern sich nicht nur liebevoll um Ihre Pflanzen, sondern haben auch ein Herz für Gartenbewohner mit Fell oder Federn. Für sie gehört das Aufhängen von Nistkästen zum Start der Brutsaison unbedingt dazu.

Doch was machen eigentlich Vögel, während klirrend kalter Nächte? Immergrüne Hecken oder Gehölze bieten den gefiederten Kameraden zwar einen gewissen Schutz, doch ein „Dach über dem Kopf“ wäre sicher noch besser.

Ein Nistkasten aus natürlichen Materialien wie Holz oder Terrakotta bietet genau das und wird im Handumdrehen zu einer behaglichen Winterhöhle. Wichtig ist, dass der Nistkasten dicke Wände hat, denn nur dann isoliert er auch gut genug. Mit einem Einflugloch, das ungefähr 3 cm Durchmesser hat helfen Sie den meisten Gartenvögeln. Hausrotschwanz, Amseln oder der Zaunkönig bevorzugen allerdings halboffene Kästen ohne kleines Einflugloch, da sie normalerweise in Mauernischen oder Spalten brüten.

Nun brauchen Sie die kleinen Behausungen nur noch an einem wettergeschützten (am besten Süd-Ost-Ausrichtung) und von Fressfeinden nicht zu erkletternden Platz aufhängen. Am besten eignen sich deshalb glatte Hauswände oder Mauern, an denen Sie die Quartiere ab einer Höhe von 2,5 m aufhängen können.

Wussten Sie übrigens, dass viele Nistkästen, die nach der Brutsaison im Garten geblieben sind, jetzt - außer Vögel - den ein oder anderen niedlichen Untermieter beherbergen? Siebenschläfer, Haselmaus und sogar Fledermäuse könnten sie schon im Herbst besetzt haben, um dort ihren Winterschlaf zu halten. Aber auch Eichhörnchen, die täglich für ca. 2 Stunden ihr Quartier verlassen, um auf Nahrungssuche zu gehen, nutzen Nistkästen gern als Heim während ihrer Winterruhe.

Merke...!

"Nistkästen werden im Winter häufig von anderen Gartenbewohnern als Winterquartier benutzt."

Siebenschläfer, Haselmäuse, Fledermäuse und Eichhörnchen nehmen Nistkästen als Ort für ihren Winterschlaf gerne an. 

Sollten Sie also Ihre Nistkästen nicht abgenommen haben, belassen Sie es bitte auch dabei. So werden die kleinen Untermieter nicht in ihrer wohlverdienten Ruhezeit gestört. Vielleicht haben Sie ja noch Platz, um einige weitere Nistmöglichkeiten aufzuhängen. Sicher finden sich schon nach kurzer Zeit weitere dankbare Untermieter bei Ihnen im Garten ein.

Was gibt es sonst noch zu tun?

Obst- und Gemüsegarten

  • Feldsalat bei starken Frösten mit Vlies abdecken
  • Das Gemüsejahr planen
  • Saatgutbestand sichten und ggf. neu bestellen
  • Winterschutz an Obstbäumen überprüfen
  • Kernobst und sehr späte Zwetschgensorten schneiden

Ziergarten

  • Vögel und Eichhörnchen füttern
  • Kübelpflanzen im Winterquartier kontrollieren

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