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Kleiner Garten

So kommt auch ein kleiner Garten ganz groß raus

Große Grundstücke und somit auch große Gärten sind mittlerweile fast ein Luxusgut. Heute kann sich glücklich schätzen, wer überhaupt ein kleines Stück "Grün" hinter dem Haus sein Eigen nennen kann. Doch auch kleine Gärten können mit einer geschickten Planung groß rauskommen. Wie das geht, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel.
(Header-Foto: iStock.com/KatarzynaBialasiewicz)

Viele Möglichkeiten auch bei wenig Platz

Damit kleine Gärten größer wirken, als sie in Wahrheit sind, ist es wichtig, sie möglichst abwechslungsreich zu gestalten. Die meisten Gartenbesitzer schrecken aber genau davor zurück. Ihre Argumente scheinen einleuchtend, denn es ist ja "zu wenig Platz zum Gestalten". Die Lösung ist dann oft eine Rasenfläche, die rundherum von einer hohen Hecke umschlossen wird. So kann immerhin der Nachbar nicht mehr "auf den Teller schauen". Aber haben Sie sich Ihren Traumgarten wirklich so vorgestellt?

Zum Glück geht es auch anders! Mit ein wenig Kreativität und einigen gestalterischen Kniffen lässt sich nämlich auch auf einer kleinen Fläche ein spannender und großzügig wirkender Garten anlegen. Dafür braucht es zu allererst eine Gliederung und Struktur. Hierfür sollte das kleine Fleckchen Grün in unterschiedliche Gartenräume unterteilt werden. So können kleine Plätze entstehen, denen schon bei der Planung eine bestimmte Funktion zugewiesen wird. Die Terrasse z.B. ist ein Ort der Begegnung, eine Kräuterecke dient der Versorgung mit frischen Gewürzen für ein leckeres Essen und eine Ruhezone mit einer gemütlichen Gartenliege lädt zum Entspannen oder Lesen ein. Die einzelnen Gartenzimmer brauchen natürlich auch "Wände", damit Sie sich in sie zurückziehen können. Dafür eignen sich halbhohe Hecken oder Mauern, ein schönes Gehölz, das den Blick versperrt oder eine Bepflanzung mit hohen Gräsern oder Stauden.

Durch diese "abgetrennten" Gartenräume ist der Garten nicht mehr auf einen Blick zu entdecken. Wer auf der Terrasse steht, sieht vor sich vielleicht einen wunderschönen Zimtahorn, doch was wohl dahinter ist? Um das herauszufinden muss der Betrachter seinen Standpunkt verändern und um den Strauch herumgehen. Findet er sich dann auf einer zweiten kleinen Terrasse mit einer Bank oder einer einladend wirkenden Liege wieder, ist die Überraschung meist groß. Unterteilt man kleine Gärten in einzelne Bereiche, erhöht das die Spannung. Und je mehr es zu entdecken gibt, desto größer wirkt dann auch der ganze Garten.

Hochbeete und große Kübel geben dem Garten Höhe

Ebenerdige Beete sind für große Grundstücke eine schöne Sache. Doch kleine Flächen wirken größer, wenn sich nicht alles auf einer Ebene abspielt. Spielen Sie mit der Höhe, denn dann hat das Auge etwas zu tun. Hochbeete oder hohe und große Kübel sind eine tolle Möglichkeit den Garten geräumiger wirken zu lassen und die Spannung zu erhöhen. Die Pflanzen in ihnen wirken einfach präsenter, als in einem Beet auf Grundstücksniveau. Außerdem lassen sie sich gut als "Raumteiler" einsetzen, da sie Blicke versperren und so weitere Räume entstehen lassen.

Mit Pflanzkübeln und Hochbeeten gehts hoch hinaus

Terrassen und Wege verbinden

Um die einzelnen Gartenräume miteinander zu verbinden, sollte ein Gartenweg angelegt werden. Erst durch eine geschickte Wegeführung entstehen zusammen mit den "Mauern" die kleinen Gartenzimmer. Dabei sollte der Materialauswahl besondere Beachtung zukommen. Großformatige Betonplatten eigenen sich hier nämlich nicht. Als Wegebelag lassen sie Gärten wieder klein und eng wirken. Besser geeignet sind kleinformatiges Pflaster und Kies oder Splitt. Mit diesen Materialien können Sie die Wegeführung harmonischer gestalten und harte Kanten oder Ecken vermeiden. Meist wirken geschwungene Pfade und sanfte Rundungen nämlich natürlicher und fügen sich besser in das Gesamtbild ein. Eine Ausnahme sind die architektonischen Gärten, die erst durch scharfe Kanten und rechte Winkel ihren Charakter erhalten.

Bei Terrassen ist es dagegen andersherum. Hier lassen große Platten in hellen Farbtönen den Garten größer wirken. Und mit dem richtig gewählten Fugenverlauf lassen sich Grundstücke optisch strecken oder verbreitern. Nehmen wir einmal an, Ihr Garten ist lang aber dafür sehr schmal. In dem Fall sollten Sie den Fugenverlauf der Terrasse quer zur Sichtachse wählen. Bei breiten aber kurzen Gärten verlaufen die Fugen dementsprechend längs zur Blickrichtung.

Übrigens müssen auch Terrassen nicht ebenerdig sein. Meistens bietet es sich direkt am Haus zwar an, doch ein zusätzlicher Sitzplatz weiter hinten im Garten kann auch wieder mit der Höhe spielen. Schon 15 - 20 cm Höhenunterschied (nach oben oder unten), zwischen der kleinen Terrasse und dem Weg, erhöhen die Spannung und durchbrechen die "Langeweile". Zusätzlich verändern höher oder tiefer liegende Plätze die Perspektive des Betrachters, da er gefühlt nun immerhin 20 cm gewachsen oder geschrumpft ist. So könnte es z.B. sein, dass Sie auf der Terrasse stehend über die nächste "Gartenmauer" hinweg in die Ferne sehen können. Vom Weg aus wäre das hingegen nicht möglich.

Gehölze gegen unerwünschte Einblicke

Auch in kleinen Gärten ist Platz für einige kleinere Gehölze. So können Sie z.B. ein bis zwei kleinkronige Hausbäume gezielt zum "Abpflanzen" benutzen. Die unschöne Garagenwand des Nachbarn oder der Einblick vom gegenüberliegenden Balkon werden so auf optisch ansprechende Weise aus Ihrem Garten ausgesperrt. Genauso können Trompetenbaum oder Kugelahorn, die an prominenter Stelle im Garten — z.B. inmitten einer kleinen Terrasse — platziert werden, aber auch zum Fixpunkt für das Auge werden. Die Baumkrone überragt Ihr grünes Paradies und wird so zum zentralen Element im Garten. Und mit einer Baumbank um den Stamm herum entsteht zusätzlich ein kleiner schattiger Sitzplatz.

Mehrstämmige Gehölze können an der richtigen Stelle gezielt den Blick auf dahinterliegende Bereiche versperren und regen so wieder zum Entdecken an. Sie sind Raumbildner, ein optisches Highlight oder kaschieren Ausblicke, die die Wirkung des Gartens stören würden. Gut eignen sich für diesen Zweck Etagen-Hartriegel, japanische Ahorne oder auch der wunderschöne Zimt-Ahorn.

Gehölze für kleine Gärten

Verzicht auf Rasenflächen

Rasenflächen eignen sich dagegen selten für kleine Grundstücke. Sie wirken überschaubar und eintönig, trist und leer. Je größer das Rasenstück ist, desto mehr fällt die geringe Größe des Gartens auf. Daher sollten Sie sich bei der Planung Ihres kleinen Traumgartens von der Rasen-Idee weitestgehend verabschieden. Sollten Sie aber dennoch nicht ganz auf den grünen Teppich verzichten wollen, können Sie eines Ihrer Gartenzimmer mit ihm ausstatten. Anstatt auf einer kleinen Terrasse könnte Ihre Ruheliege z.B. auch auf einem Stück Rasen stehen. Das gilt natürlich genauso für Ihren neuen Hausbaum mitsamt seiner Baumbank. Um das Stück Rasen optisch größer wirken zu lassen, gibt es übrigens noch einen Trick. Wenn Sie bei der Form der Rasenfläche auf scharfe Kanten verzichten und stattdessen lieber ein Oval oder einen Kreis anlegen, umgeben von blühenden Stauden, scheint das "Rasenzimmer" größer als es tatsächlich ist.

Hecken, Mauern, Rankwände und Spaliere

All diese Elemente geben dem Garten sowohl Höhe als auch Sichtschutz und lassen Räume erst entstehen. Dafür sollten Hecken oder Mauern jedoch nicht zu hoch sein. Schnell wirkt der Garten sonst überladen und eng. Es reicht, wenn Sie gerade so nicht mehr über die Barriere sehen können. Trauen Sie sich, Hecken, Mauern, Rankwände und Spaliere (mit einer schönen Unterpflanzung) als Raumteiler mitten in Ihrem Garten einzusetzen. An die Gartengrenzen gedrängt verlieren sie nämlich ihre Wirkung und engen das Grundstück zusätzlich ein.

Mauern oder gemauerte Hochbeete mit breiterem Rand können außerdem wunderbar als Sitzgelegenheiten benutzt werden. Mit ein paar bunten Sitzkissen werden Mauerkronen schnell zum "Rastplatz" auf dem Weg durch den Garten. Und wer verweilt, genießt!

An der Gartengrenze führt häufig kein Weg an höheren Sichtschutzelementen vorbei. Doch bevor Sie sich in Ihrem Garten "einsperren", sollten Sie einmal die Umgebung auf sich wirken lassen. Grenzt an Ihren Garten vielleicht ein Feld? Oder schauen Sie auf den Waldrand? Wenn das der Fall ist, sollten Sie sich diese Fernblicke nicht verbauen, sondern für sich nutzen. "Leihen" Sie sich die Weite, indem Sie am Ende Ihres Grundstücks nur eine niedrige Begrenzung einplanen. So schauen Sie, statt auf einen hohen Zaun oder eine dunkelgrüne Heckenwand, in die Ferne. Dieser kleine Trick verschafft dem Grundstück zusätzliche Tiefe. Oder hat Ihr Nachbar ein wunderschönes Gehölz in seinem Garten? Dann sollten Sie auch an dieser Stelle eine niedrigere Begrenzung wählen und so Nachbars Gehölz kurzerhand in Ihre Gartenplanung mit einbeziehen.

Grüne Raumteiler

Die richtigen Blütenfarben können Räume öffnen

Gerade in kleinen Gärten muss man immer die Balance wahren. Schnell entsteht sonst ein unruhiges Durcheinander, das eher an einen Flickenteppich als an gezielte Planung erinnert. Deshalb sollten Sie bei der Bepflanzung der Beetflächen immer darauf achten, dass nicht zu viele unterschiedliche Arten in einem Bereich wachsen. Wählen Sie dagegen nur 2 - 3 verschiedene Staudenarten, dafür aber in hoher Stückzahl, verleiht das der gesamten Pflanzung Ruhe.

Genauso wichtig ist die richtige Farbzusammenstellung. Dunkle oder sehr knallige Farben drücken den Raum, wogegen helles Laub und weiße oder hellblaue Blüten — gerade im Hintergrund — dem Garten Tiefe geben. Das bedeutet aber nicht, dass in kleinen Gärten ausschließlich Pastelltöne zum Einsatz kommen sollten. Einige kräftig blühende Pflanzen, die Sie gezielt im Vordergrund einsetzen — getreu nach dem Motto: "Weniger ist mehr" — verfehlen ihre Wirkung nicht. Doch je bunter die Beete blühen, desto mehr Unruhe bringen sie auch in den Garten. Hier ist also Augenmaß gefragt!

Fazit: Mit ein paar Tricks kommen auch kleine Gärten groß raus

Traumgärten müssen nicht groß sein. Mit einer geschickten Planung und einigen gestalterischen Kniffen lassen sich auch kleine Grundstücke in grüne Paradiese verwandeln. Und das ganz ohne triste Rasenflächen und beengende hohe Hecken an der Grundstücksgrenze.



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