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Seerosen pink

Teichpflanzen-Ratgeber

Pflanz- und Pflegetipps vom Profi

Basisinfo für Gärtner

Botanischer Name: diverse Teich- bzw. Wasserpflanzenarten und -sorten

Licht: meist sonnig

Boden: Teicherde, selbst gemischte Substrate aus Sand und Kies oder Tongranulat

Die Bepflanzung von Gartenteichen mit geeigneten Teichpflanzen ist sowohl aus optischen als auch aus biologischen Gründen erforderlich, denn durch eine Teichbepflanzung bleibt das ökologische Gleichgewicht dieses Lebensraumes erhalten. So bieten Wasserpflanzen Kleinstlebewesen Schutz und sorgen außerdem dafür, dass sich der Gartenteich natürlich in die Umgebung einfügt.

Ein weiterer Grund, warum Sie sich für eine Bepflanzung Ihres Teiches entscheiden sollten, ist die wasserklärende Wirkung der Teichpflanzen. Sie funktionieren wie kleine Filteranlagen, die dafür sorgen, dass das Wasser immer schön kühl, klar und frei von schädlichen Stoffen bleibt und darüber hinaus ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird.

Eine ausgeglichene Teichbepflanzung mit geeigneten Pflanzen ist deshalb für die Gesundheit Ihres Gartenteiches elementar wichtig und sollte nicht vernachlässigt werden. In diesem Ratgeber finden Sie alles Wissenswerte über die pflanzlichen Teichbewohner und natürlich Tipps zur Pflanzung und Pflege.

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Bei der Bepflanzung eines Teichs kommt es vor allem auf die richtige Anzahl von Pflanzen an - nur 1/3 der Teichfläche sollten bepflanzt werden

Grundlagen zur Teichbepflanzung

Welche Bepflanzung die richtige ist, hängt ganz entscheidend von der Art des Teiches und seiner Wassertiefe ab. Denn die Wassertiefe und auch die Wasserqualität sind elementar wichtig für die gute Entwicklung Ihrer Teichpflanzen. Doch egal, ob Sie sich für eine formale oder eine naturnahe Anordnung der Pflanzen entscheiden, die Bepflanzung sollte immer artenreich sein. Teiche, die nur mit ein bis drei Wasserpflanzenarten auskommen müssen, sehen nicht nur sehr spartanisch aus, sondern sind auch von geringem ökologischem Wert für Insekten und Tiere.

Damit die Wasserqualität nicht leidet, ist es außerdem wichtig, dass nur 1/3 der Teichfläche (Wasserfläche) mit Pflanzen besetzt ist und 2/3 der Wasserfläche offen bleiben. Daher ist bei der Teichbepflanzung Fingerspitzengefühl gefragt. Bedenken Sie immer: Teichpflanzen breiten sich schnell aus. Behalten Sie das beim Pflanzenkauf im Hinterkopf, denn andernfalls sind nach kurzer Zeit große Teile der Wasserfläche unter einem grünen Teppich verschwunden.

Allerdings sind zu wenig Pflanzen auch nicht gut, da Teichpflanzen wie bereits erwähnt wie kleine Filteranlagen funktionieren und dem Teich viele Nährstoffe entziehen. Der Nährstoffentzug ist besonders wichtig, denn je nährstoffreicher ein Gewässer ist, desto besser können sich Algen vermehren. Daher sollten Teichanlagen grundsätzlich so nährstoffarm wie möglich sein.

Gärtner Pötschke

Achtung...!

"1/3 der Wasserfläche sollte bepflanzt werden - nicht mehr und nicht weniger!"

Bei zu vielen Pflanzen wird das ökologische Gleichgewicht gestört und zu wenig Pflanzen haben eine zu geringe Filterleistung. Beides hat massives Algenwachstum zur Folge - und das wollen wir unbedingt vermeiden!

Diese Teichpflanzen-Arten gibt es

Je nach Lebensweise werden die einzelnen Teichpflanzen in sechs Kategorien eingeteilt. Das Wissen um diese Kategorien erleichtert Ihnen eine funktionale Bepflanzung und führt so zu einem rund herum gelungenen Gewässer für Ihren Garten.

Sumpfpflanzen (0 - 10 cm Wassertiefe)

Sumpfpflanzen sind sehr gut an schwankende Wasserstände angepasst. So können sie sowohl mit den Wurzeln als auch mit Teilen ihres Sprosses im Wasser wachsen. Der größte Teil der Pflanze wächst allerdings außerhalb des Wassers. Sumpfpflanzen fühlen sich in Wassertiefen von 0 - 10 cm wohl.

Beispiele: Sumpfdotterblume (Caltha palustris), Blutweiderich (Lythrum salicaria), Wasserdost (Eupatorium), Lobelie (Lobelia), Sumpf-Vergissmeinnicht (Myosotis palustris), Binsen (Juncus), Sumpf-Schwertlilien (Iris pseudacorus), Bachbunge (Veronica beccabunga), Pfeilkraut (Sagittaria)

Schwimmpflanzen (ab 20 cm Wassertiefe)

Die Schwimmpflanzen schwimmen - wie ihr Name schon sagt - frei auf der Wasseroberfläche oder auch unter Wasser. Sie wurzeln anders als andere Pflanzen nicht im Teichgrund und sind somit in der Lage, sich ihren eigenen Platz im Teich zu suchen. Daher lassen sich Schwimmpflanzen auch nur schwer an Ort und Stelle halten.

Allerdings ist das kein Grund, auf sie zu verzichten. Sie tragen nämlich erheblich zur Beschattung Ihres Gartenteiches bei und verhindern dadurch zuverlässig ein übermäßiges Algenwachstum. Darüber hinaus reinigen sie das Wasser, indem sie ihm überschüssige Nährstoffe entziehen. Außerdem sind Schwimmpflanzen die Sauerstoffspender des Teichs.

Beispiele: Froschbiss (Hydrocharis morsus-ranae), Hornkraut (Ceratophyllum), Tannenwedel (Hippuris vulgaris), Wassersalat (Pistia)

Schwimmblattpflanzen

Schwimmblattpflanzen liegen mit ihren Blättern auf der Wasseroberfläche und wurzeln - anders als Schwimmpflanzen - mehr oder weniger fest im Teichgrund. Sie bleiben also an Ort und Stelle. Auch sie sind wichtig für die Beschattung der Wasserfläche, den Verbrauch von Nährstoffen und die Sauerstoffversorgung des Teichs.

Beispiele: Seerosen (Nymphaea), Teichrose (Nuphar lutea), Krebsschere (Stratiotes aloides)

Tiefwasserpflanzen und Unterwasserpflanzen (ab 40 cm Tiefe)

Die meisten Tiefwasserpflanzen und Unterwasserpflanzen wachsen vollständig untergetaucht. Sie sind genau wie die schwimmenden Pflanzen maßgeblich an der Sauerstoffversorgung Ihres Teiches beteiligt. Und das sogar ganzjährig, denn die meisten dieser Pflanzen sind immergrün. Daher sollten sie auch in keinem Gewässer fehlen.

Teichpflanzen für den Tiefwasserbereich bilden in der Regel nur wenig Wurzeln, mit denen sie sich locker im Schlick verankern. Die wenigen Wurzeln können jedoch bis zu einem halben Meter lang sein. Es gibt aber auch Tiefwasserpflanzen, die überhaupt keine Wurzeln haben. Die Aufnahme von Nährstoffen erfolgt bei ihnen über die Blätter.

Beispiele: Wasserfeder (Hottonia), Laichkraut (Potamogeton), Wasserschlauch (Utricularia), Krebsschere (Stratiotes aloides), Wasser-Hahnenfuß (Ranunculus aquatilis)

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In einer Wassertiefe ab 40 cm leben die Tiefwasserpflanzen - sie sind die Hauptbeteiligten bei der Wasserklärung

Teichzonen und die in ihr lebenden Teichpflanzen

Feuchtzone: Die Feuchtzone ist ein Bereich, der zwar einen feuchten Boden hat, aber in dem niemals das Wasser steht. Die Zone befindet sich außerhalb des eigentlichen Teichbereiches. In ihr fühlen sich Pflanzen wohl, die feuchte Bodenverhältnisse brauchen aber keinen direkten Kontakt mit dem Wasser vertragen.

  • Bachminze (Mentha aquatica)
  • Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Japaniris (Iris ensata)
  • Mädesüß (Filipendula palustris)
  • Sumpfdotterblume (Caltha palustris)

Sumpfzone: Die Sumpfzone schließt sich an die Feuchtzone an und ist die erste "richtige" Teichzone. Sie umgibt den Teich vollständig und hat Wassertiefen von 0 - ca. 10 cm. Für diesen Bereich finden Sie im Fachhandel die größte Pflanzenauswahl. Daher sollten Sie diese Teichzone auch am üppigsten bepflanzen. Doch auch hier gilt: Bedenken Sie, dass sich die Pflanzen schnell ausbreiten und übertreiben Sie es nicht! Übrigens wachsen in diesem Bereich zum Teil auch noch normale Gartenstauden, die feuchte Böden bevorzugen. Allerdings nur in dem Bereich, in dem kein Wasser steht!

  • Bachminze (Mentha aquatica)
  • Blumenbinse (Butomus umbellatus)
  • Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Froschlöffel (Alisma plantago-aquatica)
  • Gauklerblume (Mimulus)
  • Kalmus (Acorus calamus)
  • Scheincalla (Lysichiton camtschatcensis)
  • Schilf (Phragmites australis) 
  • Sumpfcalla (Calla palustris)
  • Sumpfdotterblume (Caltha palustris)
  • Sumpfschwertlilie (Iris Arten)
  • Tannenwedel (Hippuris vulgaris)
  • Teichsimse (Scirpus lacustris)
  • Zebrasimse (Scirpus lacustris var. tabernaemontani 'Zebrinus')
  • Zwergbinse (Juncus ensifolius)
  • Zwerg-Kalmus (Acorus gramineus)
  • Zwerg-Rohrkolben (Typha minima)

Flachwasserzone: In der Flachwasserzone wächst eine Vielzahl von Teichpflanzen, die einen erheblichen Beitrag zur Wasserklärung leisten und außerdem einen Rückzugsort für Kleinstlebewesen bieten. Sie sollte daher ca. 35 % der gesamten Pflanzfläche ausmachen.

Zur Bepflanzung kommen hier alle Pflanzen infrage, die ihren Lebensraum in Wassertiefen von ca. 10 bis 40 cm haben und deren Wurzeln bzw. Teile der Triebe somit dauerhaft dem Wasser ausgesetzt sind.

Gärtner Pötschke

Merke...!

"Die Bepflanzung dieser Zone sollte ca. 35 % der gesamten Pflanzfläche ausmachen!"

Geeignete Pflanzen sind all die, die in Wassertiefen von 10 bis 40 cm leben.

Ausbreitungsfreudige Pflanzen, wie Schilf (Phragmites) oder Rohrkolben sollten Sie immer in Pflanzkörbe setzen, da ihr Wachstum schnell außer Kontrolle gerät. Am besten wählen Sie daher gleich die kleineren Gartenformen. Beim Rohrkolben wäre das z. B. der Zwergrohrkolben (Typha minima).

  • Blumenbinse (Butomus umbellatus)
  • Blutweiderich (Lythrum salicaria)
  • Froschlöffel (Alisma plantago aquatica)
  • Hechtkraut (Pontederia cordata)
  • Hornblatt (Ceratophyllum demersum)
  • Kalmus (Acorus calamus)
  • Nadelsimse (Eleocharis)
  • Pfeilkraut (Sagittaria graminea)
  • Riesen-Winter-Schachtelhalm (Equisetum hyemale)
  • Rohrkolben (Typha Arten)
  • Schilf (Phragmites)
  • Seerosen für Wasserstand von 10 - 40 cm
  • Seesimse (Scirpus lacustris)
  • Sumpfiris-Arten (Iris versicolor)
  • Sumpfschwertlilie (Iris pseudacorus)
  • Tannenwedel (Hippuris vulgaris)
  • Tausendblatt (Myriophyllum verticillatum)
  • Wasserfeder (Hottonia palustris)
  • Zyperngras (Cyperus longus)

Tiefwasserzone: Die Tiefwasserzone beginnt ab ca. 40 cm Wassertiefe und beherbergt Seerosen, Schwimmblatt- und Unterwasserpflanzen. Sie ist daher die entscheidende Zone für die Wasserklärung und die Wasserqualität. Die in ihr lebenden Pflanzen entziehen dem Wasser besonders viele Nährstoffe, die somit nicht mehr für Algen zur Verfügung stehen.

Merke...!

"In der Tiefwasserzone findet die Hauptwasserklärung statt!"

Die in ihr wachsenden Pflanzen nehmen besonders viele Nährstoffe aus dem Wasser auf und hungern Algen so regelrecht aus.

Die meisten dieser Teichpflanzen sind nicht sichtbar, da sie entweder unter Wasser treiben oder unterhalb der Wasseroberfläche wachsen. Die Pflanzen beschatten den Teich und schützen ihn vor zu starker Erwärmung. Doch die Beschattung allein reicht nicht aus. Auch die Wassertiefe dieser Teichzone muss stimmen, damit sich der Teich an heißen Sommertagen nicht so stark erwärmt und somit das Algenwachstum gebremst wird.

  • Hechtkraut (Pontederia cordata)
  • Krebsschere (Stratiotes aloides)
  • Seekanne (Nymphoides peltata)
  • Seerosen für Wasserstand ab 40 cm
  • Seesimse (Scirpus lacustris)
  • Tannenwedel (Hippuris vulgaris)
  • Tausendblatt (Myriophyllum verticillatum)
  • Teichrose (Nuphar lutea)
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Pflanzen wie die Blumenbinse können ab Mai in Ihren Teich einziehen

Die ideale Pflanzzeit für Ihre neuen Teichpflanzen

Die ideale Jahreszeit zum Teichpflanzen pflanzen ist das Frühjahr (ab Mai). Zum einen ist die Auswahl an Wasserpflanzen im Fachhandel in den Monaten Mai bis August am größten und zum anderen hat sich zu dieser Zeit das Teichwasser bereits erwärmt. Die höhere Wassertemperatur erleichtert den Pflanzen das Anwachsen erheblich.

Achtung...!

"Tropische Wasserpflanzen später pflanzen!"

Sollten Sie allerdings tropische Schwimmblattpflanzen wie z. B. den Wassersalat (Pistia stratiotes) in Ihrem Teich ansiedeln wollen, warten Sie mit dem Einsetzen der Pflanzen am besten noch bis Juni oder Juli.

Welche Erde brauchen Teichpflanzen?

Eine weitere Frage, die sich die meisten Teichbesitzer stellen, ist "Welche Erde ist für Teichpflanzen die richtige?". Im Fachhandel gibt es spezielle Teichsubstrate zu kaufen. Das Besondere an dieser "Spezial-Erde" ist, dass sie sehr nährstoffarm ist und daher viele mineralische Bestandteile enthält. Die geringen Nährstoffe in der Teicherde sind wichtig, um das Algenwachstum in Grenzen zu halten. Sind nämlich zu viele Nährstoffe im Teichwasser, finden Algen genug Nahrung und breiten sich immer weiter aus.

Allerdings muss es nicht unbedingt eine Spezial-Erde sein. Als gute Alternative haben sich Sand-Kies-Mischungen, reiner kalkfreier(!) Kies oder auch Tongranulat bewährt.

Es ist übrigens nicht nötig, den ganzen Teich mit Substrat auszustatten. Es reicht absolut aus, wenn Sie nur in den Bereichen eine 5 - 8 cm dicke Schicht Teicherde aufbringen, in denen Sie auch wirklich Teichpflanzen pflanzen möchten.

Nach dem Pflanzen decken Sie das Substrat mit einer ca. 2 - 3 cm dicken Schicht gesiebten(!), sauberen Sand ab. Diese Schicht verhindert, dass das Teichsubstrat später aufschwimmt und an die Oberfläche treibt. Außerdem trägt sie die abschließende Kiesschicht und verhindert so, dass der Teich eintrübt.

Teicherde und Substrate für Ihren Teich

Pflanzenauswahl und Anordnung am Teichrand

Grundsätzlich gilt, dass höchstens ein Drittel der gesamten Teichfläche von den Teichpflanzen bewachsen sein sollte. Da sich die Wasserpflanzen im Laufe der Zeit natürlicherweise ausbreiten, gehört das regelmäßige Reduzieren der Pflanzenmasse nach der Pflanzung zu den wichtigsten Pflegemaßnahmen.

Für den Teichrand, der die Verbindung zwischen Garten und Wasser schafft, sollten Sie Pflanzen auswählen, die an die herrschenden Bedingungen angepasst sind. So spielen bei der Auswahl von Teichrandpflanzen die Bodenfeuchtigkeit, die Lichtverhältnisse und auch die Beschaffenheit des Bodens eine genauso wichtige Rolle, wie bei einer normalen Beetbepflanzung.

Auch die Anordnung der Pflanzen ist hier ähnlich wie im restlichen Garten. Sowohl Gruppenpflanzungen als auch Einzelstellungen (bei besonders imposanten Pflanzen) sind möglich. Um einen natürlichen und lebendigen Charakter zu unterstreichen, sollten Sie auch in diesem Bereich einige Gräser einplanen. Durch ihre filigranen Halme strahlen Ziergräser nahezu an jedem Pflanzplatz Lebendigkeit aus und sorgen für sanfte Bewegung im Beet.

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Nur ein Drittel der Wasserfläche sollte von Pflanzen bewachsen sein - achten Sie daher schon beim Kauf auf die Stückzahl

So wird gepflanzt

Beginnen Sie mit dem Teichpflanzen pflanzen immer im Uferbereich und arbeiten Sie sich dann Stück für Stück weiter zur Mitte vor. Damit eine stabile und somit gut funktionierende Bepflanzung entsteht, gibt es für die einzelnen Teichzonen Faustwerte, die Anhaltspunkte zur Anzahl der Wasserpflanzen pro Quadratmeter geben.

Gärtner Pötschke

Faustwerte

"Faustwerte für die Anzahl von Teichpflanzen/m²"

  • Feuchtzone/ Sumpfzone: ca. 7 Pflanzen pro qm
  • Flachwasserzone: ca. 4 Pflanzen pro qm
  • Tiefwasser/Seerosenzone: zwischen großen Seerosen 1 bis 2 m Abstand,
    zwischen kleinen ca. 0,5 bis 1 m Abstand

Es hat sich gezeigt, dass Teichpflanzen der Sumpf– und Feuchtzone (Uferrand) direkt in das Teichsubstrat oder den Kies gepflanzt werden sollten. Ausnahmen bilden hier allerdings sehr ausbreitungsstarke Arten wie z.B. das Schilf.

Zur Bepflanzung der anderen Zonen, gerade bei kleinen Teichen, sollten Sie anschließend besser auf spezielle Pflanzkörbe mit einer engen Maschenweite zurückgreifen. Sie schränken die Ausbreitung der Pflanzen ein und verringern so den Aufwand dauernd wuchernde Pflanzen einzudämmen.

Einen Nachteil haben die praktischen Pflanzkörbe allerdings: sie sind immer sichtbar. Doch mit einem Stück Jutesack, in den Sie die ausgetopften Pflanzen vor der Pflanzung wickeln oder speziellen Wasserpflanzentüten lösen Sie auch dieses "Problem". Ist Ihnen die natürliche Optik Ihrer Teichbepflanzung besonders wichtig, können Sie die Pflanzkörbe natürlich auch vollkommen durch eine dieser beiden Alternativen ersetzen.

Pflanzkörbe und mehr

Helfen Teichpflanzen gegen Algen?

Viele Gartenbesitzer, die einen Gartenteich ihr Eigen nennen, kennen das Problem — die Wasserqualität kippt. Sei es durch heiße Sommertage, Teichbewohner, die zusätzlich Nährstoffe in das Gewässer einbringen, oder aber das stetige Abrutschen der nährstoffreichen Uferböschungen. Sogar unser Regen ist angereichert mit Nährstoffen, die das Gleichgewicht des Teiches durcheinanderbringen können.

Ohne eine ausreichende Bepflanzung mit Teichpflanzen würde das Gewässer daher innerhalb kürzester Zeit kippen und das Algenwachstum ins Unermessliche steigen. In der Folge wird der Gartenteich zum grünen, schleimigen Tümpel, an dem es sich ganz bestimmt nicht mehr entspannen lässt. Und das Schlimmste ist: Sind die Algen erst einmal da, kann auch eine nachträgliche Pflanzung von Teichpflanzen in dem Moment nichts mehr an ihnen ändern.

Daher sollten Sie bereits bei der Anlage oder der Überarbeitung eines vorhandenen Teiches den Einsatz von Teichpflanzen einplanen. Sie versorgen das Gewässer mit dem unbedingt notwendigen Sauerstoff, filtern Schadstoffe und verbrauchen Nährstoffe. Letzteres ist besonders wichtig, denn je weniger Nährstoffe die Algen im Wasser vorfinden, desto schlechter können sie sich vermehren.

Der Grüne Tipp© Der Grüne Tipp

Profitipp...

"Teure Filtertechnik reicht nicht annährend an die Leistung von Teichpflanzen heran!"

Natürlich kann die Sauerstoffversorgung statt durch Teichpflanzen auch durch den Einsatz von aufwendiger und teurer Filtertechnik gewährleistet werden, aber auch der beste Filter erreicht nur eine Sauerstoffsättigung von sechzig Prozent. Die Wasserpflanzen dagegen schaffen es, das Gewässer zu beinahe hundert Prozent mit Sauerstoff anzureichern.

Teichpflanzen sind also eine der tragenden Säulen, die notwendig sind, damit das Projekt Teich nicht zu einem Kampf gegen Windmühlen wird.

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Gerade bei tollem Sommerwetter werden sie ein Problem in vielen Teichen - Algen

Deshalb werden Algen oft zum Problem

Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass sich Algen im Teich ansiedeln? Grundsätzlich sind Algen kein Problem, da sie natürlicherweise in jedem Teich vorkommen. Das Vorkommen von Fadenalgen und Schwebalgen ist sogar ein gutes Zeichen, denn sie zeigen, dass der Teich gesund ist. Darüber hinaus machen sie sich sogar nützlich, indem sie Fotosynthese betreiben und das Wasser so mit Sauerstoff versorgen.

Ein Problem besteht erst, wenn im Teichwasser zu wenig Sauerstoff gelöst ist und gleichzeitig ein Überangebot an Nährstoffen in Verbindung mit zu hohen Wassertemperaturen herrscht. Treten diese drei Faktoren gemeinsam auf kommt es zur unerwünschten Algenblüte. Dieses Problem tritt vor allem im Frühjahr und Sommer auf.

Zu einem Überangebot an Nährstoffen kann es z. B. durch Rasendünger oder nährstoffreiche Gartenerde kommen, die bei Regen in den Teich gespült wird. Auch Laub und Blüten, die auf der Wasseroberfläche treiben, bestehen aus organischem Material, das bei der Zersetzung wieder Nährstoffe freigibt. Gleiches gilt auch für Fischfutter oder Tierkot. Sind dann zu wenig Teichpflanzen im und am Teich, die Nährstoffe verbrauchen, ist die Algenblüte nicht aufzuhalten.

Das sind die häufigsten Algen im Teich

Schwebalgen sind gut daran zu erkennen, dass sie sehr fein sind und das Wasser grün färben. Sie fallen ganz besonders im Frühjahr auf, da es zu dieser Zeit zum ersten Mal zu einer Algenblüte kommt. Die ist ganz natürlich und verschwindet nach kurzer Zeit wieder.

Der Grund für dieses Phänomen ist die langsame Erwärmung des Wassers. Das wärmer werdende Wasser weckt die Algen sozusagen auf. Allerdings schlafen die Teichpflanzen zu dieser Zeit noch und verbrauchen keine Nährstoffe. So kommt es zu dem beschriebenen Überangebot von Nährstoffen, von dem die Algen profitieren und aufblühen. Die Folge ist die Grünfärbung des Wassers. Sobald die Algen jedoch alle Nährstoffe aufgebraucht haben, sterben sie ab und die Grünfärbung verschwindet. Der Spuk ist so schnell vorbei, wie er gekommen ist.

Fadenalgen bilden dagegen einen regelrechten grünen Teppich auf der Wasseroberfläche und haften im Uferbereich auf Steinen oder an Dekoelementen. Sie lassen sich ganz einfach abfischen.

Richtig problematisch wird es nur, wenn sich Blaualgen im Teich breit machen. Blaualgen erkennen Sie an dunkelgrünen, schleimigen, ölig schimmernden Teppichen im Teich.

Wenn wir es ganz genau nehmen, dann sind Blaualgen übrigens gar keine Algen. Sie gehören zu den Cyanobakterien und vermehren sich innerhalb weniger Tage explosionsartig. Stirbt die Blaualge dann ab, sondert sie hochgiftige Stoffe ab, die alles Leben im Teich vergiften.

Das können Sie gegen Algen im Gartenteich tun

Schwebalgen

Im Fall von Schwebalgen reicht in der Regel schon ein wenig Geduld aus. Sobald die Algen die Nährstoffe im Teichwasser verbraucht haben, sterben sie ab und das Wasser wird wieder klar.

Fadenalgen

Bei Fadenalgen hat es sich bewährt, die Teppiche regelmäßig abzufischen. Um zu verhindern, dass sich Algen unkontrolliert ausbreiten, ist es außerdem wichtig, genug Teichpflanzen als Nährstoffverbraucher im Teich anzusiedeln.

Bei ausgewogenen Bepflanzungen entziehen besonders die Schwimmpflanzen dem Wasser natürlicherweise viele Nährstoffe, die den Algen dann nicht mehr zur Verfügung stehen. Durch das schnelle Wachstum beschatten Schwimmpflanzen darüber hinaus die Wasserfläche. So erwärmt sich der Teich nicht so stark und es wird mehr Sauerstoff im Wasser gelöst.

Blaualgen

Ist es zu einem Ausbruch der Blaualge gekommen, hilft nur noch eine komplette und vor allem sehr gründliche Reinigung der Teichanlage. Hierzu gehört neben dem Ablassen des gesamten Wassers auch die Reinigung der Folie oder des Beckens.

Gärtner Pötschke

Schon gewusst...?

"Die Wassertemperatur entscheidet über die Konzentration an Sauerstoff im Wasser."

Wie viel Sauerstoff im Wasser vorhanden ist, hängt von der Wassertemperatur ab. Kühles Wasser kann mehr Sauerstoff aufnehmen als warmes.

Aber auch die richtige Pflege der Teichpflanzen trägt entscheidend zur Vermeidung von Algen im Teich bei. So sollten Sie Pflanzen rechtzeitig zurückschneiden, bevor abgestorbene Pflanzenteile ins Wasser fallen und auf den Grund sinken. Die Zersetzung dieser Pflanzenteile kostet den Teich andernfalls Sauerstoff und löst organische Stoffe, die Algen so wieder als Nahrung zur Verfügung stehen.

Ein weiterer wichtiger Punkt, um das Algenwachstum zu verhindern, ist die richtige Wassertiefe. Tiefes Wasser erwärmt sich nicht so schnell und enthält somit mehr Sauerstoff - daher sollte jeder Teich unbedingt auch eine Tiefwasserzone haben.

An besonders heißen Tagen, wenn all diese Maßnahmen nicht ausreichen, können Sie kühles und sauerstoffreiches Frischwasser mit dem Gartenschlauch nachfüllen. So senken Sie die Wassertemperatur und erhöhen den Sauerstoffgehalt im Teich.

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Abgestorbene Pflanzenteile sollten Sie entfernen bevor sie ins Wasser fallen, um Algenwachstum im Sommer zu vermeiden

Die richtige Teich- und Teichpflanzen-Pflege

Bei der Pflege eines Gartenteiches und den dazu gehörigen Wasserpflanzen fallen je nach Jahreszeit unterschiedliche Pflegemaßnahmen an.

Ende Februar/Anfang März
  • wenn erste Pflanzen austreiben, abgestorbene Pflanzenteile entfernen
April/Mai
  • Bestandsaufnahme von Teichpflanzen machen
  • bei Bedarf Pflanzen kaufen und nachpflanzen
  • Grünfärbung des Wassers einfach abwarten
    (sobald die Teichpflanzen ausgetrieben sind entziehen sie dem Wasser die überschüssigen Nährstoffe wieder, die Schwebealgen sterben ab und Wasser wird klar)
  • erste Fadenalgen abfischen
  • bei Algenproblemen im Vorjahr: (tropische) Schwimmpflanzen aufstocken
    sie sind sehr wüchsig und ausbreitungsstark, daher nehmen sie viele Nährstoffe aus dem Wasser auf und können einfach abgefischt werden, wenn sie zu viel werden
  • Pflanzen auf Schädlinge kontrollieren
    bei Befall sofort Gegenmaßnahmen einleiten
  • Algen und Wasserlinse (Eintrag durch Vögel) regelmäßig entfernen
  • verblühte Pflanzen leicht zurückschneiden
    verhindert, dass Pflanzenteile ins Wasser gelangen (keine Zersetzung und somit auch kein Nährstoffeintrag ins Wasser)
August - Oktober
  • absterbende Pflanzen zurückschneiden, um Eintrag von organischem Material zu verhindern
  • bei Seerosen: absterbende Blätter entfernen bevor Pflanzen auf den Grund absinken
  • Wasserlinsen und Fadenalgen weiterhin regelmäßig entfernen, bis keine mehr nach kommen
  • Gräser, Schilf oder Röhrichtpflanzen am Teichrand zusammenbinden
    verhindert, dass abgestorbene Pflanzenteile ins Wasser fallen
    aber noch nicht zurückschneiden (erst Frühjahr)
    Halme der Pflanzen sind wichtig für den Gasaustausch des Teichs (Faulgase vom Teichgrund)

Wie werden Teichpflanzen überwintert?

Die meisten unserer heimischen Teichpflanzen sind winterhart. Das Zufrieren des Gartenteiches stellt für sie daher kein Problem dar. Nur tropische Wasserpflanzen, wie z.B. der Wassersalat, müssen im Haus überwintert werden, da sie unsere kalten Winter nicht überleben können. Damit dies gelingt sollten Sie die Teichpflanzen in mit Wasser gefüllten Eimern an einem hellen und frostfreien Ort überwintern. Von Zeit zu Zeit sollten Sie den Wasserstand in den Behältern kontrollieren und ggf. fehlendes Wasser ersetzen.

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