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Weinrebe-Ratgeber

Weinrebe Pflanz- und Pflegeanleitung

Botanischer Name

Vitis vinifera

Familie

Weinrebengewächse (Vitaceae)

Einordnung

Beerenobst

Weinreben am richtigen Standort pflanzen

Ausreichend Licht und Wärme sind ganz besonders beim Kultivieren von Wein unersetzlich. Wird den Reben ein solcher Standort geboten, können Weintrauben unter bestimmten Voraussetzungen fast überall in Deutschland gepflanzt und geerntet werden. Geschützte Südseiten und sonnige Innenhöfe eignen sich zum Beispiel hervorragend für den Weinanbau. Die Temperatur muss mindestens 8 °C im Jahresmittel betragen. Wenn das Holz gut ausgereift ist, dann überstehen Rebstöcke Temperaturen von annähernd –20 °C.

Ideal für Weinreben sind lockere und durchlässige sowie warme, nährstoffreiche und kalkhaltige Böden. Eine Bodenvorbereitung, die Wochen vor der eigentlichen Pflanzung und eventuell sogar schon im vorausgehenden Herbst erfolgt, beeinflusst das spätere Rebwachstum auf Jahre hinaus günstig. So können Sie schon zu diesem Zeitpunkt aufgedüngte Substrate und Mineraldünger, die Phosphor und Kalium enthalten, gründlich und tief einarbeiten. Heben Sie das Pflanzloch mindestens 30 x 30 x 30 cm aus und setzen Sie die Weintrauben so tief, dass die Veredelungsstelle (Verdickung) knapp 3 cm über der Bodenoberfläche liegt. Wenn die Reben vor einer Wand gepflanzt werden sollen, so setzen Sie sie schräg etwa 50 cm vor die Hauswand. Pro Weinrebe rechnet man dabei mit 3 bis 4 m² Mauer- oder Wandfläche und lässt 2 bis 4 m Abstand zwischen den Pflanzen. So kommen ausreichend Licht und Luft an die Weinreben, was einem Krankheitsbefall vorbeugt und die Pflege erleichtert.

Zur Pflanzung schneiden Sie den einjährigen Trieb auf 1 Auge zurück. Im ersten Jahr nach der Pflanzung kommt es darauf an, dass sich im Sommer ein kräftiger Haupttrieb durchsetzt, der später das Gerüst der Rebe bildet. Setzen Nebentriebe am sich stärkenden Haupttrieb an, entfernen Sie diese bis auf eine Höhe von 40–80 cm (je nach gewünschter Stammhöhe) immer wieder.



Weinreben pflegen - so geht's

Der Boden rund um den Weinstock muss unkrautfrei gehalten werden, das ist die beste Vorbeugung gegen Krankheiten und Schädlinge. Sie können den Boden auch gelegentlich aufhacken, aber nicht zu tief, damit die Wurzeln der Weintrauben nicht beschädigt werden! Neu gepflanzte Weinreben müssen bei Trockenheit im Frühjahr und Sommer gegossen werden, ältere Weinstöcke brauchen das in der Regel nicht mehr, da sie sehr tief wurzeln und sich somit selbst versorgen können.

In den ersten 3 Jahren sollten am besten nur organische Dünger eingesetzt werden. Hierfür eignen sich gut verrotteter Kompost, Rindenhumus und aufgedüngte Substrate, die Sie vorsichtig in den oberen Wurzelbereich einarbeiten. Für die mineralische Düngung ab dem 4. Standjahr empfiehlt sich Pflanzenfutter® komplett. Eine erste Gabe erfolgt im April mit circa 100 g / Pflanze und eine zweite zwischen Juni und Juli mit circa 40 g / Pflanze für die Fruchtentwicklung. Alternativ können Sie auch Pflanzenfutter® für Beerenobst – einen kaliumbetonten Dünger – ausbringen.

Gießen Sie neu gepflanzte Weinreben bei Trockenheit im Frühjahr und Sommer. Ältere Weinstöcke brauchen das in der Regel nicht mehr, da sie sehr tief wurzeln und sich somit selbst versorgen können.

Weinreben schneiden

Damit Weinreben reichlich fruchten, brauchen sie von Anfang an den richtigen Schnitt, doch keine Angst, das ist keine Hexerei und auch kein Grund, auf den Anbau von Weintrauben im Garten zu verzichten!

Zur Pflanzung von den Weinreben schneiden Sie den einjährigen Trieb auf 1 Auge zurück. Im ersten Jahr nach der Pflanzung kommt es darauf an, dass sich im Sommer ein kräftiger Haupttrieb durchsetzt, der später das Gerüst der Rebe bildet. Setzen Nebentriebe am sich stärkenden Haupttrieb an, entfernen Sie diese bis auf eine Höhe von 40 bis 80 cm (je nach gewünschter Stammhöhe).

Im Frühjahr des zweiten Jahres schneiden Sie den inzwischen mindestens bleistiftstarken Hauptrieb der Weintrauben an. Dabei rechnet man der gewünschten Stammhöhe ca. 20 cm hinzu. Im Sommer des zweiten Jahres entwickeln sich wegen des Anschnittes neue Seitentriebe im Kronenbereich. Die obersten zwei bis fünf belassen Sie, alle sich weiterhin darunter bildenden werden fortlaufend entfernt.

Im Frühjahr des dritten Jahres beginnen Sie spätestens mit dem Aufbau des Rankgerüstes, das sich in der Form der jeweiligen Situation einfach anpassen lässt. Wichtig sind die 10 cm, besser 20 cm Abstand, zur Hauswand. Belassene Seitentriebe werden entlang des Gerüstes aufbauend geleitet. Es beginnt also der eigentliche Aufbau der Krone. Hierbei trägt immer der Mitteltrieb der Weinrebe die Seitentriebe, die wiederum das Fruchtholz für die Weintrauben bilden. Wichtig zu wissen ist, dass der Weinstock am einjährigen Holz fruchtet, was wiederum auf zweijährigen Trieben steht!

In den Folgejahren kümmern Sie sich um den weiteren Aufbau der Krone und auf der anderen Seite um den fruchtbringenden Kronenteil. So entfernen Sie im folgenden Spätwinter alle Ruten der Weinrebe, die bereits getragen haben - alle anderen kappen Sie etwa 2 cm oberhalb der zweiten Knospe (von unten gezählt). Was übrig bleibt, ist der „Zapfen“, weshalb man diese bewährte Schnitt-Technik auch „Zapfenschnitt“ nennt. Man wählt die Zapfen so aus, das diese ca. 25 cm entfernt von einander stehen. Schneiden Sie Ihre Weinreben, wenn der strengste Frost vorüber ist, aber nicht zu spät, denn ab Mitte März würden sie zu viel „bluten“!

Auch im Sommer müssen Sie sich um die Weintrauben bzw. Weinreben kümmern. Bis Juni haben sich die neuen Ruten entwickelt und Blüten angesetzt. Nun kappen Sie jede fruchttragende Rute zwei Blattansätze hinter der letzten Traube, damit die Kraft in die Fruchtbildung und nicht in das Triebwachstum fließt. Nicht fruchtende Ruten kürzen Sie auf 50 cm ein. Ranken und Jungtriebe, die am Grund des im Winter geschnittenen Zapfens oder direkt am Stamm wachsen, werden entfernt. Eventuell müssen Sie dieses Ausdünnen im Laufe des Sommers mehrfach wiederholen. Im folgenden Winter nehmen Sie von den beiden aus dem Zapfen gewachsenen, inzwischen verholzten Jungtrieben den äußeren ganz weg. Der andere bleibt stehen und wird wieder auf zwei Knospen zurückgeschnitten. Dies wiederholt sich dann Jahr für Jahr.

Die Weinlese - Ernte und Lagerung der Trauben

Sobald die Weintrauben gut ausgefärbt sind, kann mit dem Pflücken begonnen werden. Dazu schneiden Sie zunächst mit Hilfe einer Reb- oder Rosenschere die ganze Traube mit einem ca. 2 cm langen Stück der Rute ab – so halten sich die Beeren länger. Weintrauben, im Ganzen vom Spalier geschnitten, halten sich an einem kühlen, trockenen Ort erstaunlich lange. In Italien bewahrt man sie bis in den Winter hinein in dunklen, kühlen Schuppen auf, so dass man auch an Weihnachten noch süße Trauben genießen kann - allerdings nimmt der Vitamingehalt bei einer Lagerung stetig ab. Haben Sie eine reiche Ernte eingefahren, können Sie natürlich Traubensaft pressen und sich sogar an der Herstellung von eigenem Wein versuchen.

Probleme mit Pilzkrankheiten und Schädlingen

Echter und Falscher Mehltau sowie Grauschimmel sind häufig auftretende Pilzkrankheiten an Weintrauben bzw. Weinreben. Durch die Wahl von pilzfesten Sorten sowie durch die Auswahl eines optimalen Standortes und das Spritzen mit pflanzenstärkenden Mitteln wie Schachtelhalmbrühe und Algenextrakt können Sie einem Befall jedoch gut vorbeugen. Sind die Krankheiten jedoch erst einmal ausgebrochen, helfen meist nur noch für Privatgärten zugelassene chemische Bekämpfungsmittel.

Die häufigsten Schädlinge an Weinreben sind der Traubenwickler, auch Sauer- oder Heuwurm genannt, und Pockenmilben. Doch auch Vögel lieben die süßen Weintrauben - daher sollten die Weinreben mit Netzen vor ihnen geschützt werden. Da es bereits viele robuste Züchtungen gibt, sollten Sie schon bei der Sortenauswahl auf moderne widerstandsfähige Sorten zurückgreifen.

Weinreben brauchen keine Befruchtersorte

Alle in Deutschland zugelassenen Rebsorten sind selbstfruchtbar. Sie können also auf das Pflanzen von Pollenspendern verzichten und auch nur eine Pflanze allein setzen.

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