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Pflanzen vom Keimling zur Jungpflanze

Welcher Dünger ist der Richtige?

Infos & Tipps vom Profi

In unserem Artikel "Die Grundlagen beim Düngen im Garten" haben wir bereits die Wirkung und Bedeutung der einzelnen Pflanzennährstoffe näher beleuchtet. Nun geht es darum, den richtigen Dünger für Ihre Pflanzen auszuwählen.

Dafür ist es wichtig, dass Sie die verschiedenen Düngerarten und ihre Vor- und Nachteile kennen. Unsere Pflanzenprofis bringen Licht ins Dunkle und geben einen spannenden Einblick in das Thema.

Grundsätzliches zu Düngern

Damit Pflanzen immer ausreichend mit entsprechendem "Futter" versorgt werden, sind einige grundsätzliche Dinge zu berücksichtigen. Fehlen Nährstoffe im Boden, dann können sie mit Mineralsalzen ergänzt werden. Diese Mineralsalze werden auch als Mineraldünger oder mineralischer Dünger bezeichnet, im Gegensatz zu den organischen Düngern, zu denen z. B. Kompost, Stallmist, Pflanzenjauchen, Horndünger oder Mulch zählen.

Wie wir bereits erwähnt haben, sind die wichtigsten Nährstoffe für die Pflanze vor allem Stickstoff, Phosphor, Kalium und Kalzium. Es sind diese vier Nährstoffe, die von den Pflanzen am meisten zum Leben gebraucht und in Wasser gelöst aus dem Boden aufgenommen werden. Daher müssen sie auch immer wieder ergänzt werden.

In Düngern sind diese Nährstoffe an Trägerstoffe gebunden. Je nach Stabilität der Bindung sind sie für die Pflanze in schwer oder in leicht löslicher Form verfügbar. Ist ein Nährstoff nur schwer löslich vorhanden und für die Pflanze nicht sofort verfügbar, spricht man von Vorratsdüngern. Diese werden meist im Frühjahr auf die Beete ausgebracht. Die Nährstoffe wandeln sich nur allmählich in leicht lösliche um, haben demnach eine länger anhaltende Wirkung und stehen als solche den Pflanzen im Frühjahr und Sommer zur Verfügung. Typische Vorratsdünger sind z. B. Kalkstickstoff und umhüllte Langzeitdünger.

Als Kopfdünger bezeichnet man dagegen alle leicht löslichen und schnell aufnahmefähigen Dünger, die unmittelbar nach dem Ausstreuen wirken. Sie stehen den Pflanzen aber auch nur kurzzeitig zur Verfügung. Kopfdüngung bedeutet also, den Pflanzen während der Wachstumszeit durch wiederholte Düngergaben immer ausreichend Nährstoffe zur Verfügung zu stellen.

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Organische Dünger sind im Handel oft in Form von Pellets erhältlich (Bild: iStock.com/AndrisTkachenko)

Die wichtigsten organischen Dünger

Organische Dünger sind Substanzen mit pflanzlichem oder tierischem Ursprung. Sie werden nach den Ausgangsstoffen benannt und haben meist eine lang anhaltende Düngerwirkung. Sie sind also eine langsam fließende und nicht prompt zur Verfügung stehende Nährstoffquelle.

Hornspäne und Hornmehle

BIO Hornspäne enthalten 12 bis 14 % Stickstoff und 60 bis 80 % organische Masse. Sie sind ein idealer, reiner Naturdünger, der zögernd wirkt und erst nach der Umwandlung des Stickstoffs für die Pflanzenwurzeln verfügbar ist. Je feiner gemahlen, desto schneller können Hornspäne von der Pflanze aufgenommen werden.

Guano

Guano besteht aus getrockneten und gemahlenen Vogelexkrementen. Mit Stickstoff, Phosphor und Kalium enthält er die wichtigsten Pflanzennährstoffe. Außerdem sind in ihm viele wertvolle Spurenelemente und Mineralien enthalten - damit ist er ein idealer organischer (Voll-)Dünger.

Natürliches Futter für Ihre Pflanzen
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Achten Sie bei Mineraldüngern immer auf die Nährstoffzusammensetzung (Bild: iStock.com/Singkham)

Die wichtigsten mineralischen Dünger

Gerade bei der Anwendung von mineralischen Düngern wird noch viel falsch gemacht. Statt Stickstoff- wird Phosphordünger eingesetzt, statt schnell wirkenden langsam wirkende, statt Kopfdünger solchen, der sich genau hierfür nicht eignet. Daher überlegen Sie sich vor dem Kauf immer genau, wofür Sie Dünger benötigen und welche Nährstoffe ergänzt werden sollen.

Stickstoffdünger

Heute wird vorwiegend Kalkstickstoff verwendet, den Sie in kleinen Mengen kaufen können. Er enthält ca. 22 % Stickstoff in schwer löslicher Form und ca. 60 % Kalk. Er ist ein wichtiger Vorratsdünger und gut geeignet für schwere Böden. Ausgebracht wird er etwa vier Wochen vor der Bestellung der Beete - also nie zwischen bestehende Kulturen streuen. Kommt Kalkstickstoff mit Feuchtigkeit in Verbindung, entsteht Cyanid, das zu Harnstoff umgewandelt wird. Aus diesem entsteht später kohlensaures Ammoniak und am Ende leicht löslicher Salpeter.

Phosphordünger

Früher erhielt man im Handel Superphosphat, ein schnell löslicher Dünger mit einem Gehalt von etwa 18 % leicht löslichem Phosphor. Doch durch jahrzehntelange Überdüngung der Böden mit Phosphat ist der natürliche Gehalt an eben diesem in den meisten Böden ausreichend. Daher kann auf eine Phosphordüngung in der Praxis in aller Regel verzichtet werden und reine Phosphatdünger sind im Handel nicht mehr erhältlich.

Gärtner Pötschke

Achtung...!

"Phosphor fehlt nur selten in Gartenböden."

Eine Extradüngung mit einem reinen Phosphordünger ist in Gärten nur sehr selten nötig!

Kaliumdünger

Kalium ist leicht löslich und für die Pflanze schnell verfügbar. Es hält sich aber länger im Boden als die anderen schnell löslichen Nährstoffe. Deshalb wird es am besten im Frühjahr ausgebracht. Patentkali, auch als schwefelsaures Kali-Magnesia bekannt, bietet sich zum Ausgleich der Nährstoffe Kalium und Magnesium an. Eine Kali-Düngung im Herbst hilft Rasen und Pflanzen gut durch den Winter, da es die Frostwiderstandskraft erhöht.

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NPK steht für Stickstoff (N), Kalium (K) und Phosphor (P) (Bild: iStock.com/Hemerocallis)

Organische und mineralische Mehrnährstoffdünger

Was früher als Voll- und Mischdünger bezeichnet worden ist, heißt heute allgemein Mehrnährstoffdünger. Dies sind Düngemittel, die zumindest die drei wichtigsten Hauptnährstoffe enthalten: Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium in unterschiedlichen Anteilen.

In diesem NPK-Düngern sind auch noch ein oder mehrere Spurenelemente wie Schwefel, Magnesium und Eisen enthalten, was sie für die Pflanzen noch wertvoller macht. Deshalb ist die Verwendung von Mehrnährstoffdüngern auch sehr empfehlenswert - natürlich nur, wenn die Ergebnisse der Bodenanalyse nicht dagegen sprechen.

Merke...!

"Volldünger enthalten immer die Hauptnährstoffe!"

Außerdem sind oft noch wichtige Spurenelemente in den Düngern vorhanden. Allerdings machen sie nur Sinn, wenn die Bodenanalyse einen Mangel an allen Hauptnährstoffen ergeben hat. 

Ihre Handhabung verursacht wenig Arbeit. Man streut sie erst kurz vor der Aussaat oder Pflanzung. Als Kopfdünger während der Kulturzeit sind sie ebenfalls gut verwendbar. Leichtes Unterhacken genügt.

Im Handel sind zahlreiche Volldünger erhältlich, viele von ihnen Spezialmischungen, die genau auf die Bedürfnisse bestimmter Pflanzen und Pflanzengruppen eingestellt sind.

Flüssigdünger

Alle Mehrnährstoffdünger gibt es auch in flüssiger Form. Diese Flüssigdünger enthalten alle notwendigen Nährsalze in gelöster Form (schnelle Düngewirkung) und im optimalen Mischungsverhältnis. Besonders praktisch ist dies bei Zimmerpflanzen oder Beet- und Balkonpflanzen in Töpfen.

Der Flüssigdünger lässt sich mühelos im Gießwasser auflösen und so besser dosieren. Die Pflanzen erhalten ausreichend Nahrung, ohne dass die Gefahr einer Überdüngung besteht.

Spezialdünger für besondere Bedürfnisse

Eine Pflanzengruppe benötigt grundsätzlich immer einen Spezialdünger - die Moorbeetpflanzen. Zu ihnen zählen zum Beispiel Erikagewächse, Azaleen und Rhododendren. Für diese Pflanzen muss der Dünger immer chlorid- und kalkfrei sein, weshalb keine normalen Handelsdünger verwendet werden dürfen.

Spezialdünger wie etwa Rhododendren-Dünger ist auch für die anderen Moorbeetpflanzen das ideale "Futter". Er setzt sich aus organischen und mineralischen Düngern zusammen und enthält auch etwas Magnesium. Hauptnährstoffe sind 12 % Stickstoff, 6 % Phosphor und 8 % Kalium.

Gärtner Pötschke

Schon gewusst...?

"Universaldünger können Pflanzen mit besonderen Ansprüchen sogar schaden!"

So reagieren z.B. Moorbeetpflanzen, wie Erikagewächse und Rhododendren empfindlich auf chlorid- und kalkhaltige Dünger. Ihre Spezialdünger verzichten daher auf beides! 

Informieren Sie sich deshalb immer über die individuellen Ansprüche Ihrer Pflanzen und versuchen Sie sie so gut es geht zu erfüllen.

Auch für die Rasendüngung sind spezielle Mehrnährstoffdünger im Handel erhältlich, allerdings nur in fester Form als Granulat. Manche enthalten Beimischungen gegen Unkrautwuchs und wirken hemmend auf das Wachstum von Moos, gelten dann aber als Pflanzenschutzmittel. Sie sind entweder sofort wirksam, oder es sind Vorratsdünger, die nach und nach ihre Nährstoffe freisetzen und an die Pflanzen abgeben.

Die Zahl der Mehrnährstoffdünger ist groß. Egal für welchen Sie sich entscheiden: Lesen Sie bitte vor der Verwendung stets genau die Gebrauchs- und Dosieranleitung!

Video: Richtig düngen im Garten!

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