Search Warenkorb Mein Konto Burgermenu Wunschzettel Close Small GP_Navi_Neuheiten GP_Navi_Ratgeber GP_Navi_Sale GP_Navi_Inspiration GP_edit Neu Sale Pötschke Benefits GP Heart ADS GP Share ADS GP Social FB GP Social Mail GP Social SMS GP Social WhatsApp Produktinformation Lieferung Pflegetipps Bewertung GP_Download GP_Filter GP_Heart Orange Border GP_Checkmark_s Pflanzenbestellung Service Bestellschein Pötschke Benefit Blume Facebook Instagram Youtube Pinterest Truck

Bitte melden Sie sich an, um den Wunschzettel nutzen zu können

Jetzt anmelden
Löwenzahn Pusteblume

Zeigerpflanzen - das verraten Sie über Ihren Boden

Infos & Tipps vom Profi

Früher, bevor chemische Analysemethoden zur Verfügung standen, bestimmten Gärtner anhand von Wildpflanzen die Nährstoffzusammensetzung eines Bodens. Zeigerpflanzen sind Wildpflanzen, die durch ihre ganz bestimmten Ansprüche bevorzugt auf bestimmten Bodenarten wachsen. Wo sie so zahlreich vorkommen, dass sie kaum auszurotten sind, geben sie gute Anhaltspunkte über die wichtigsten im Boden vorkommenden Nährstoffe, und so auch über die grundsätzliche Beschaffenheit des Bodens.

Welche Pflanzen zu den Zeigerpflanzen gehören und was sie Ihnen sagen wollen, lesen Sie in diesem Artikel.

daisies-5909140_1920.jpg
Gänseblümchen wachsen auf vielen Flächen - doch was möchten sie uns sagen?

Trampelpfade und Sandflächen mögen nur besondere Wildkräuter

So wachsen zum Beispiel auf stark verdichteten, schweren Böden Wildkräuter wie Löwenzahn, Gänseblümchen, Breitwegerich, Beinwell, Kriechender Hahnenfuß und Ampferarten, die mit ihren Wurzeln tief in den Unterboden und damit zu den Nährstoffen vordringen können. Eine solche Pflanzengemeinschaft lässt sich zum Beispiel auf fast jedem Trampelpfad beobachten, wo der Boden von Tausenden Fußtritten verdichtet wurde. Die Wurzeln der dort siedelnden Pflanzen dringen tief in den schweren Boden ein, lüften und beleben den Oberboden und fördern Nährstoffe zutage.

Auf sandigen Böden siedeln sich dagegen bevorzugt Zeigerpflanzen wie Huflattich, Vogelmiere und Kleiner Storchschnabel an, die lange Trockenperioden durchstehen können. Solche Hungerkünstler reichern den Boden im Lauf der Zeit mit organischem Material an und schließen Nährstoffe auf. Auf staunassen Böden wachsen Wiesenschaumkraut, Pestwurz, Kuckucks-Lichtnelke und Ackerschachtelhalm.

  • Beinwell
    Gemeiner Beinwell (Symphytum officinale)

  • Gänseblümchen
    Gänseblümchen (Bellis perennis)

  • Hahnenfuß
    Kriechender Hahnenfuß (Ranunculus repens)

  • kleiner Storchschnabel
    Kleiner Storchschnabel (Geranium pusillum)

  • Löwenzahn
    Löwenzahn (Taraxacum)

  • Vogelmiere
    Vogelmiere (Stellaria media)

Was fehlt, was ist zu viel?

Invasionsartig auftretende Wildkräuter zeigen dem kundigen Gärtner, dass dem Boden entweder ein Nährstoff fehlt oder dass ein anderer zu reichlich vorhanden ist. So werden z. B. stickstoffreiche Böden bevorzugt von Brennnesseln, Giersch, Quecke, Ampfer und Franzosenkraut besiedelt. Auf einen Mangel an Stickstoff machen dagegen Pflanzen wie Ackerschachtelhalm, Labkraut, Wiesenknopf, Margeriten und Habichtskraut aufmerksam. Kalkreiche Böden erkennt man z. B. an der Besiedelung durch Huflattich, Gamander, Wegwarte oder Wiesensalbei. Sauerampfer, Farne, Stiefmütterchen und Hederich hingegen weisen auf kalkarme oder saure Böden hin.

Bei der Bestimmung der Bodenart durch Zeigerpflanzen muss bedacht werden, dass immer mehrere Faktoren für das Auftreten und Gedeihen einer Pflanze verantwortlich sind. Je mehr Zeigerpflanzen einer Kategorie vorkommen, desto sicherer ist die Bestimmung möglich.

  • Ackerschachtelhalm
    Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)

  • Ampfer
    Ampfer (Rumex)

  • Brennnesseln
    Brennnessel (Urtica dioica)

  • Farn
    Farn (Pteridium aquilinum)

  • Huflattich
    Huflattich (Tussilago farfara)

  • Wildes Stiefmütterchen
    Wildes Stiefmütterchen (Viola tricolor)

Gärtner Pötschke

Bodentypen und ihre Zeigerpflanzen


BodentypTypische Pflanzen
Trockener BodenBibernelle, Färberkamille, Federgras, Fingerkraut, Klee, Leinkraut, Mauerpfeffer, Thymian, Kleiner Wiesenknopf, Wiesensalbei, Wolfsmilch
Feuchter bis nasser BodenAckerminze, Ackerschachtelhalm, Ampfer, Beinwell, Binse, Kriechender Hahnenfuß, Mädesüß, Scharbockskraut, Schilf, Sumpfdotterblume, Wiesenschaumkraut
Sandboden, leichter BodenKlatschmohn, Königskerze, Hasenklee, Feldthymian, Vogelmiere
Lehmboden, mittlerer BodenBingelkraut, Persischer Ehrenpreis, Flockenblume, Huflattich, Wiesenfuchsschwanz
Tonboden, schwerer BodenAckerminze, Ackerschachtelhalm, Kriechender Hahnenfuß, Leberblümchen, Löwenzahn, Quecke, Sternmiere, Weidelgras, Wurmfarn
Kalkarmer BodenEhrenpreis, Hundskamille, Sauerampfer, Sauerklee, Wollgras
Kalkhaltiger BodenAckersenf, Gundermann, Hopfen, Huflattich, Leberblümchen, Leinkraut, Löwenzahn, Ringelblume, Salbei
Saurer BodenAdlerfarn, Hasenklee, Hederich, Hundskamille, Sauerampfer, Stiefmütterchen
Stickstoffreicher BodenBärenklau, Brennnessel, Ehrenpreis, Echte Kamille, Giersch, Hirtentäschel, Klette, Löwenzahn, Taubnessel, Vogelmiere, Zaunwinde
Stickstoffarmer BodenStiefmütterchen, Besenginster, Klee, Hornkraut, Hungerblümchen
Nährstoffarmer BodenFetthenne, Heidekraut, Labkraut, Steinbrech, Thymian
Verdichteter BodenBreitwegerich, Gänsefingerkraut, Kriechender Hahnenfuß, Quecke
Nach oben