Search Warenkorb Mein Konto Burgermenu Wunschzettel Close Small GP_Navi_Neuheiten GP_Navi_Ratgeber GP_Navi_Sale GP_Navi_Inspiration GP_edit Neu Sale Pötschke Benefits GP Heart ADS GP Share ADS GP Social FB GP Social Mail GP Social SMS GP Social WhatsApp Produktinformation Lieferung Pflegetipps Bewertung GP_Download GP_Filter GP_Heart Orange Border GP_Checkmark_s Pflanzenbestellung Service Bestellschein Pötschke Benefit Blume Facebook Instagram Youtube Pinterest Truck

Bitte melden Sie sich an, um den Wunschzettel nutzen zu können

Jetzt anmelden
Wildpflanzen

5 Wildpflanzen, die sich in Gärten verirren

Infos & Tipps vom Profi

Wer einen Garten hat, der kennt das sicher. Mit der Zeit tauchen immer mehr fremde Pflanzen zwischen den eigens für das Beet gekauften Stauden auf. Manche von ihnen blühen sogar in den schönsten Farben und sind eigentlich hübsch anzusehen. Aber können sie auch bleiben? Geht von ihnen nicht vielleicht eine Gefahr für die übrigen Beetbewohner aus?

arable-violets-4224439_1920.jpg
Wilde Pflanzen wie hier das Ackerveilchen setzen sich mit Vorliebe in Lücken im Beet

Sind Wildpflanzen eine Gefahr für Gartenpflanzen?

Die Wildpflanzen, die sich in Ihrem Garten niedergelassen haben, sind nicht per se schlecht — so viel können wir Ihnen schon verraten. Alle unsere Kulturpflanzen stammen nämlich von Wildpflanzen ab. Sie wurden nur im Laufe der Zeit durch Züchtung von Menschenhand zu den bekannten Gartensorten weiterentwickelt.

Wenn sich also eine Wildpflanze zwischen Ihren Stauden niederlässt, könnte es sein, dass sie einfach ihre Verwandten besucht. Probleme können nur dadurch entstehen, dass Wildpflanzen zwar oft unscheinbarer, dafür aber widerstandsfähiger als die neuen Kultursorten sind. Fühlen sich Wildpflanzen an einer Stelle besonders wohl und sind die anderen Arten nicht stark genug, kann es also passieren, dass die wilden Gesellen Ihre Stauden mit der Zeit verdrängen. Hier sollten Sie deshalb unbedingt rechtzeitig eingreifen und die wuchernden Pflanzen in ihre Schranken weisen.

So lange aber keine Gefahr von ihnen für Ihre Gartenpflanzen ausgeht, können Sie sich an den hübschen Blüten von Wiesen-Schafgarbe und Co. erfreuen. Wir haben uns 5 der schönsten Wildpflanzen herausgepickt, die sich häufig in Gärten verirren, und erzählen Ihnen ihre Geschichten.

wild-carrot-5380856_1920.jpg
In der Mitte der weißen Blüte ist die sogenannte Mohrenblüte zu erkennen, die ein Insekt imitiert

Wilde Möhre — die Clevere

Man vermutet, das aus der Wilden Möhre unsere heutige beliebte Kulturmöhre entstanden ist, denn auch ihre Wurzel ist essbar. Allerdings sollte man hier den richtigen Zeitpunkt abpassen. Denn sobald sich Blüten bilden wird sie scharf und holzig. Eine echte Alternative zur Gartenmöhre ist sie also für uns Menschen nicht.

Insekten aller Art sehen das allerdings ganz anders — sie fliegen auf die großen weißen Blüten, die von Juni bis September überall in der Natur zu sehen sind. So sieht man häufig Käfer oder Fliegen über die Blütenstände krabbeln und kann Sandbienen beim Pollen sammeln beobachten.

Und um noch mehr potenzielle Bestäuber anzulocken, bedient sich die wilde Möhre eines wirksamen Tricks: In der Mitte der weißen Blütenteller bildet sie eine einzige kleine lila bis schwarze Blüte aus — die Mohrenblüte. Sie erweckt für heranfliegende Insekten den Anschein, dass sich bereits ein Bestäuber auf der Blüte befindet und weckt damit das Interesse von anderen. Mit diesem "Scheininsekt" in der Mitte der Blüte, sticht die wilde Möhre aus der Masse der anderen Sommerblüten heraus und erhöht für sich die Chance der Bestäubung um ein Vielfaches. Wenn das nicht clever ist!

Was ist...?

"... die Mohrenblüte?"

Um noch mehr Bestäuber anzulocken hat die wilde Möhre in der Mitte ihres Blütentellers eine einzige kleine dunkle Blüte. Sie imitiert ein Insekt und lockt somit weitere Bestäuber an. Immer nach dem Motto: "Wo bereits ein Insekt ist, muss es etwas besonders Tolles geben."

Doch nicht nur fliegenden Insekten hat es die wilde Möhre angetan. Für die Raupen des Schwalbenschwanzes — einer unserer schönsten heimischen Schmetterlinge — ist die wilde Möhre sogar die Hauptnahrungsquelle.

Achillea+millefolium.jpg
Die Wiesen-Schafgarbe ist nicht wählerisch, wenn es um den richtigen Standort geht

Wiesen-Schafgarbe — das Zimmermannskraut

Die weißen Blüten der Wiesen-Schafgarbe sieht man von Juni bis Mitte August nahezu überall. Egal, ob mitten in der Stadt auf wenig gepflegten Flächen oder auf dem Land in Wiesen oder an Wegrändern — die Schafgarbe ist was ihren Standort betrifft nicht wählerisch. Hauptsache sie kann sich ausgiebig sonnen.

Allerdings kann das im Garten schon mal für Probleme sorgen. Nämlich dann, wenn die Gartenpflanzen sich nicht gegen sie durchsetzen können. Schafgarbe verbreitet sich vor allem durch Samen. Und überall dort, wo nur wenig Konkurrenz herrscht, kommen die auch zur Keimung. Nach und nach könnte sich die Pflanze so immer weiter in Ihren Beeten ausbreiten. Allerdings lassen sich die jungen Schafgarbepflänzchen gut von anderen Arten unterscheiden, so dass Sie sie rechtzeitig beseitigen können.

Übrigens gibt es noch einen anderen Namen für die Wiesen-Schafgarbe. Man nannte sie früher auch Zimmermannskraut und sagte ihr eine blutstillende Wirkung nach. Im Zimmermannshandwerk kam es wohl häufiger zu Unfällen mit blutenden Wunden, die dann mit der Schafgarbe behandelt wurden.

Wiesen-Schaumkraut.jpg
Besonders Sandbienen und Aurorafalter freuen sich im Frühjahr über die zarten Blüten des Wiesen-Schaumkrautes

Wiesenschaumkraut — Heimat einer kleinen Zikade

Besonders an Orten an denen die Böden feuchter sind, tauchen im April bis Anfang Juni die weißen bis zart rosafarbenen Blüten des Wiesen-Schaumkrautes auf. Sei es auf sonnigen nährstoffreichen Wiesen, an absonnigen Staudensäumen oder auch in naturnahen Gärten. Die Blüten sind besonders bei Sandbienen und Aurorafaltern heiß begehrt und liefern ihnen zu Beginn des Frühlings lebenswichtige Energie.

Wie das Schaumkraut zu seinem Namen kam, ist nicht abschließend geklärt. Doch eine Möglichkeit wäre der seltsame Schaum, der sich besonders zur Blütezeit an den Stängeln zeigt. Bei näherer Betrachtung erinnert er an Speichel, doch wer sollte die Pflanzen anspucken? Des Rätsels Lösung: Inmitten des Schaums verbergen sich die Larven der Wiesen-Schaumzikade. Dort sind sie einerseits vor Fressfeinden gut geschützt und andererseits herrschen hier genau die richtige Temperatur und Feuchtigkeit, die sie zur Entwicklung brauchen.

Schon gewusst...?

"Schaumzikaden sind harmlos."

Die Wiesenschaumzikade ist zwar ein Insekt, das die Pflanze ansticht, um ihren Pflanzensaft zu saugen aber das bleibt meistens folgenlos. Um ernsthafte Schäden anzurichten, ist die Zikade viel zu klein.

Silberblatt-iStock-ChiCasting.jpg
Der Namenszusatz "einjährig" stiftet beim eigentlich zweijährigen Silberblatt Verwirrung (Foto: iStock.com/ChiCasting)

Einjähriges Silberblatt — die Nachtfalterpflanze

Besonders im Halbschatten unter Laubgehölzen und in lichten Gebüschen ist das einjährige Silberblatt zu finden. Dabei stimmt der Namenszusatz "einjährig" eigentlich gar nicht, denn es ist zweijährig. Im ersten Jahr bildet sich nur eine unscheinbare, grüne Blattrosette aus, der dann im April und Mai des nächsten Jahres die wunderschönen weißen, rosa oder violetten Blüten folgen. Im Herbst schmückt sich die Mondviole, wie das Silberblatt auch genannt wird, mit silbrig glänzenden platten, runden Schoten, die sich übrigens toll für Dekozwecke eignen.

Der Grüne Tipp© Der Grüne Tipp

Profitipp...

Wenn sich das Silberblatt einmal in Ihren Garten verirrt hat, ist es nur schwer festzuhalten. Da es sich reichlich versamt, taucht es Jahr für Jahr woanders auf — überall dort, wo es ihm gefällt. Wenn Sie die hübsche Pflanze also an einem bestimmten Ort haben möchten, sollten Sie im Herbst seine Samen sammeln und im zeitigen Frühjahr wieder an der gewünschten Stelle aussäen.

Die hübschen Blüten der Mondviole verströmen ihren betörenden Duft übrigens vor allem nachts. Das macht sie zu einer wichtigen Pflanze für unsere heimischen Nachtfalter, die von dem Duft magisch angezogen werden und mit ihrem Rüssel den zuckersüßen Nektar saugen.

Gamander-Ehrenpreis.jpg
Die hübschen azurblauen Blüten kann uns der kleine Ehrenpreis nur zeigen, wenn er in der Sonne wächst

Gamander-Ehrenpreis — das Gewitterblümchen

Vielleicht kennen Sie die Wildpflanze mit den zahlreichen kleinen, azurblauen Blüten auch unter dem Namen Männertreu. Doch egal, wie wir sie nennen — gerade zur Blütezeit im Mai und Juni ist sie eine Bereicherung für Waldränder und Wiesen. Allerdings zeigt sich dieses Blütenspektakel nur in der Sonne auf nährstoffreichen Böden. Im Schatten bleiben die Blüten dagegen aus.

Was ist...?

"... ein Regentropfenwanderer?"

Bei Pflanzen, die als Regentropfenwanderer bezeichnet werden öffnen sich die reifen Samenkapseln nur bei Nässe. Regentropfen, die auf die Kapseln treffen, nehmen die Samenkörner dann mit und fallen zu Boden. Dort werden sie fort gespült, um an anderer Stelle wieder neue Pflanzen entstehen zu lassen.

Um sich weiterzuverbreiten hat der Gamander-Ehrenpreis ein besonderes Talent: Seine Samen sind sogenannte "Regentropfenwanderer". Vielleicht brachte das dem kleinen Ehrenpreis auch den Beinamen "Gewitterblümchen" ein, denn früher glaubten die Menschen, dass die Pflanze nur in besonders gewitterreichen Jahren zur Blüte kommt. Man munkelte sogar, dass allein das Abpflücken ausreichte, um Gewitter heraufzubeschwören.

Fazit: Es lohnt sich Wildpflanzen näher kennenzulernen

Schauen Sie sich doch bei Ihrem nächsten Gang durch den Garten einmal genauer um. Und sollten Sie eine unserer fünf Wildpflanzen entdecken, wissen Sie jetzt, welche Geschichte sie zu erzählen hat oder welches besondere Talent in ihr schlummert. Das gilt natürlich auch für die vielen weiteren wunderschönen Pflanzen, die die Natur ganz allein ohne menschliche Hilfe entwickelt hat. Jede von ihnen hält Spannendes, Interessantes oder auch Kurioses bereit — seien Sie neugierig und lernen Sie sie besser kennen!

Hier gibt's mehr

  • 9 Tipps für Pflanzenschutz ganz ohne Gift
    9 Tipps für Pflanzenschutz ganz ohne Gift

    Den Garten haben Sie gerade frisch auf Vordermann gebracht und endlich stimmt auch das Wetter – jetzt können Sie es sich mit Ihrem Gartenstuhl in einem schönen Eckchen richtig gemütlich machen. Ihr Blick wandert über die ansprechend gestalteten Beete und alles was Sie hören ist Vogelgezwitscher… mehr

  • Nützlinge im Garten - Einsatz für die Gartenpolizei
    Nützlinge im Garten - Einsatz für die Gartenpolizei

    Zur Gartenpolizei zählt eine große Zahl von Tieren, die natürliche Feinde von Schädlingen an unseren Pflanzen sind. Deshalb lohnt es sich alles zu tun, damit sich die Nützlinge in Ihrem Garten wohlfühlen. Sie helfen fleißig mit, dass Obst und Gemüse nicht schon vor der Ernte von Schädlingen… mehr

  • Pflanzenschädling oder nicht?
    Pflanzenschädling oder nicht?

    Manche Insekten sind ja wahre Meister darin sich unsichtbar zu machen. Das trifft auf unsere drei Beispiele allerdings nicht zu! Eingesponnene Sträucher, eine Armada von roten Käfern und scheinbar angespuckte Pflanzen fallen einfach auf. Doch so schlimm die Situation auch scheint, nur eines dieser… mehr

  • Flechten und Baumpilze - Bäume als Lebensraum
    Flechten und Baumpilze - Bäume als Lebensraum

    Manche, meist ältere Bäume, geben uns Rätsel auf. Oft sind ihre Stämme oder Äste mit verschiedenfarbigen "Verkrustungen" oder Auswüchsen verziert. Doch was ist hier los? Tauchen Sie mit uns ein in die faszinierende Welt der Flechten und Pilze. Erfahren Sie, warum sich die sonderbaren Lebewesen… mehr

  • Artenreiche Kiesgärten statt leblosen Steinwüsten
    Artenreiche Kiesgärten statt leblosen Steinwüsten

    Wer kennt sie nicht, die tristen Steinwüsten, die den klassisch bepflanzten Vorgarten mehr und mehr verdrängen? Bei einem Spaziergang durch die umliegenden Straßen brauchen wir nicht weit zu gehen, bis wir zum ersten Mal vor solch einer trostlosen Brachlandschaft stehen. Graue große Findlinge ragen… mehr

  • Deshalb sollte die Natur in Ihren Garten zurückkehren
    Deshalb sollte die Natur in Ihren Garten zurückkehren

    Der Rückgang der Artenvielfalt und das Insektensterben werden seit Jahrzehnten von Natur- und Umweltschützern mit Sorge beobachtet. Seit einigen Jahren ist es aber auch in den Fokus vieler Profi- und Hobbygärtner sowie Gartenbesitzer gerückt. Es geht ein Ruck durch die Gartengemeinschaft und viele… mehr

  • So holen Sie die Natur in Ihren Garten zurück
    So holen Sie die Natur in Ihren Garten zurück

    Viele Menschen wünschen sich mittlerweile wieder mehr mit der Natur verbunden zu sein. Glücklich sind da die, die einen Garten ihr Eigen nennen können, denn hier haben sie es selbst in der Hand!Gehören auch Sie zu den Gartenbesitzern, die sich mehr Artenvielfalt und Natürlichkeit in ihrer grünen… mehr

  • Keine Schmetterlinge im Garten? So ändern Sie das!
    Keine Schmetterlinge im Garten? So ändern Sie das!

    Früher waren Sommertage ohne sie undenkbar: bunte Schmetterlinge, die von Blüte zu Blüte fliegen, und sich an sonnigen Fleckchen niederlassen, um die wärmenden Sonnenstrahlen zu genießen oder einen Artgenossen zu einem Tanz aufzufordern. Doch leider besuchen immer weniger der farbenfrohen Falter… mehr

  • So wird Ihr Balkon zum Insektenparadies
    So wird Ihr Balkon zum Insektenparadies

    Die Rückkehr zur Natur und der Schutz von Insekten ist seit einigen Jahren in aller Munde. Vielen Gärtnern ist es heute wichtig, dass sich in ihrer grünen Oase nicht nur Menschen, sondern auch Tiere und Insekten wohl und willkommen fühlen. Doch was kann man tun, wenn man anstatt eines Gartens nur… mehr

  • Wildobst im Garten - die unbekannten Leckereien
    Wildobst im Garten - die unbekannten Leckereien

    Naschgärten in denen bekannte und beliebte Obstsorten wie Heidelbeeren, Himbeeren oder Kirschen wachsen werden immer populärer. Doch auch unbekanntere Fruchtarten lohnen entdeckt zu werden. Bei unseren Großeltern waren es nämlich vor allem die Früchte von Wildpflanzen, die gesammelt und dann zu… mehr

  • Zeigerpflanzen - das verraten sie über Ihren Boden
    Zeigerpflanzen - das verraten sie über Ihren Boden

    Früher, bevor chemische Analysemethoden zur Verfügung standen, bestimmten Gärtner anhand von Wildpflanzen die Nährstoffzusammensetzung eines Bodens. Zeigerpflanzen sind Wildpflanzen, die durch ihre ganz bestimmten Ansprüche bevorzugt auf bestimmten Bodenarten wachsen. Wo sie so zahlreich vorkommen,… mehr

Nach oben