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5 Wildpflanzen im Garten

Was blüht denn da?

Wer einen Garten hat, der kennt das sicher. Mit der Zeit tauchen immer mehr fremde Pflanzen zwischen den eigens für das Beet gekauften Stauden auf. Manche von ihnen blühen sogar in den schönsten Farben und sind eigentlich hübsch anzusehen. Aber können sie auch bleiben? Geht von ihnen nicht vielleicht eine Gefahr für die übrigen Beetbewohner aus?

Die Wildpflanzen, die sich in Ihrem Garten niedergelassen haben, sind nicht per se schlecht — so viel können wir Ihnen schon verraten. Alle unsere Kulturpflanzen stammen nämlich von Wildpflanzen ab. Sie wurden nur im Laufe der Zeit durch Züchtung von Menschenhand zu den bekannten Gartensorten weiterentwickelt. Wenn sich also eine Wildpflanze zwischen Ihren Stauden niederlässt, könnte es sein, dass sie einfach ihre Verwandten besucht. Probleme können nur dadurch entstehen, dass Wildpflanzen zwar oft unscheinbarer, dafür aber widerstandsfähiger als die neuen Kultursorten sind. Fühlen sich Wildpflanzen an einer Stelle besonders wohl und sind die anderen Arten nicht stark genug, kann es also passieren, dass die wilden Gesellen Ihre Stauden mit der Zeit verdrängen. Hier sollten Sie deshalb unbedingt rechtzeitig eingreifen und die wuchernden Pflanzen in ihre Schranken weisen.

So lange aber keine Gefahr von ihnen für Ihre Gartenpflanzen ausgeht, können Sie sich an den hübschen Blüten von Wiesen-Schafgarbe und Co. erfreuen. Wir haben uns 5 der schönsten Wildpflanzen herausgepickt, die sich häufig in Gärten verirren, und erzählen Ihnen ihre Geschichten.

Wilde Möhre — die Clevere

Man vermutet, das aus der Wilden Möhre unsere heutige beliebte Kulturmöhre entstanden ist, denn auch ihre Wurzel ist essbar. Allerdings sollte man hier den richtigen Zeitpunkt abpassen. Denn sobald sich Blüten bilden wird sie scharf und holzig. Eine echte Alternative zur Gartenmöhre ist sie also für uns Menschen nicht.

Insekten aller Art sehen das allerdings ganz anders — sie fliegen auf die großen weißen Blüten, die von Juni bis September überall in der Natur zu sehen sind. So sieht man häufig Käfer oder Fliegen über die Blütenstände krabbeln und kann Sandbienen beim Pollen sammeln beobachten. Und um noch mehr potenzielle Bestäuber anzulocken, bedient sich die wilde Möhre eines wirksamen Tricks: In der Mitte der weißen Blütenteller bildet sie eine einzige kleine lila bis schwarze Blüte aus — die Mohrenblüte. Sie erweckt für heranfliegende Insekten den Anschein, dass sich bereits ein Bestäuber auf der Blüte befindet und weckt damit das Interesse von anderen. Mit diesem "Scheininsekt" in der Mitte der Blüte, sticht die wilde Möhre aus der Masse der anderen Sommerblüten heraus und erhöht für sich die Chance der Bestäubung um ein Vielfaches. Wenn das nicht clever ist!

Doch nicht nur fliegenden Insekten hat es die wilde Möhre angetan. Für die Raupen des Schwalbenschwanzes — einer unserer schönsten heimischen Schmetterlinge — ist die wilde Möhre sogar die Hauptnahrungsquelle.

Wiesen-Schafgarbe — das Zimmermannskraut

Die weißen Blüten der Wiesen-Schafgarbe sieht man von Juni bis Mitte August nahezu überall. Egal, ob mitten in der Stadt auf wenig gepflegten Flächen oder auf dem Land in Wiesen oder an Wegrändern — die Schafgarbe ist was ihren Standort betrifft nicht wählerisch. Hauptsache sie kann sich ausgiebig sonnen.

Allerdings kann das im Garten schon mal für Probleme sorgen. Nämlich dann, wenn die Gartenpflanzen sich nicht gegen sie durchsetzen können. Schafgarbe verbreitet sich vor allem durch Samen. Und überall dort, wo nur wenig Konkurrenz herrscht, kommen die auch zur Keimung. Nach und nach könnte sich die Pflanze so immer weiter in Ihren Beeten ausbreiten. Allerdings lassen sich die jungen Schafgarbepflänzchen gut von anderen Arten unterscheiden, so dass Sie sie rechtzeitig beseitigen können.

Übrigens gibt es noch einen anderen Namen für die Wiesen-Schafgarbe. Man nannte sie früher auch Zimmermannskraut und sagte ihr eine blutstillende Wirkung nach. Im Zimmermannshandwerk kam es wohl häufiger zu Unfällen mit blutenden Wunden, die dann mit der Schafgarbe behandelt wurden.

Wiesen-Schaumkraut — Heimat einer kleinen Zikade

Besonders an Orten an denen die Böden feuchter sind, tauchen im April bis Anfang Juni die weißen bis zart rosafarbenen Blüten des Wiesen-Schaumkrautes auf. Sei es auf sonnigen nährstoffreichen Wiesen, an absonnigen Staudensäumen oder auch in naturnahen Gärten. Die Blüten sind besonders bei Sandbienen und Aurorafaltern heiß begehrt und liefern ihnen zu Beginn des Frühlings lebenswichtige Energie.

Wie das Schaumkraut zu seinem Namen kam, ist nicht abschließend geklärt. Doch eine Möglichkeit wäre der seltsame Schaum, der sich besonders zur Blütezeit an den Stengeln zeigt. Bei näherer Betrachtung erinnert er an Speichel, doch wer sollte die Pflanzen anspucken? Des Rätsels Lösung: Inmitten des Schaums verbergen sich die Larven der Wiesen-Schaumzikade. Dort sind sie einerseits vor Fressfeinden gut geschützt und andererseits herrschen hier genau die richtige Temperatur und Feuchtigkeit, die sie zur Entwicklung brauchen.

Einjähriges Silberblatt — die Nachtfalterpflanze

Besonders im Halbschatten unter Laubgehölzen und in lichten Gebüschen ist das einjährige Silberblatt zu finden. Dabei stimmt der Namenszusatz "einjährig" eigentlich gar nicht, denn es ist zweijährig. Im ersten Jahr bildet sich nur eine unscheinbare, grüne Blattrosette aus, der dann im April und Mai des nächsten Jahres die wunderschönen weißen, rosa oder violetten Blüten folgen. Im Herbst schmückt sich die Mondviole, wie das Silberblatt auch genannt wird, mit silbrig glänzenden platten, runden Schoten, die sich übrigens toll für Dekozwecke eignen.

Wenn sich das Silberblatt einmal in Ihren Garten verirrt hat, ist es nur schwer festzuhalten. Da es sich reichlich versamt, taucht es Jahr für Jahr woanders auf — überall dort, wo es ihm gefällt. Wenn Sie die hübsche Pflanze also an einem bestimmten Ort haben möchten, sollten Sie im Herbst seine Samen sammeln und im zeitigen Frühjahr wieder an der gewünschten Stelle aussäen.

Die hübschen Blüten der Mondviole verströmen ihren betörenden Duft übrigens vor allem nachts. Das macht sie zu einer wichtigen Pflanze für unsere heimischen Nachtfalter, die von dem Duft magisch angezogen werden und mit ihrem Rüssel den zuckersüßen Nektar saugen.

Gamander-Ehrenpreis — das Gewitterblümchen

Vielleicht kennen Sie die Wildpflanze mit den zahlreichen kleinen, azurblauen Blüten auch unter dem Namen Männertreu. Doch egal, wie wir sie nennen — gerade zur Blütezeit im Mai und Juni ist sie eine Bereicherung für Waldränder und Wiesen. Allerdings zeigt sich dieses Blütenspektakel nur in der Sonne auf nährstoffreichen Böden. Im Schatten bleiben die Blüten dagegen aus.

Um sich weiterzuverbreiten hat der Gamander-Ehrenpreis ein besonderes Talent: Seine Samen sind sogenannte "Regentropfenwanderer". Nur bei Nässe öffnen sich die reifen Samenkapseln. Regentropfen, die auf die Kapseln treffen, nehmen die Samenkörner dann mit und fallen zu Boden. Dort werden sie fort gespült, um an anderer Stelle wieder neue Pflanzen entstehen zu lassen. Vielleicht brachte das dem kleinen Ehrenpreis auch den Beinamen "Gewitterblümchen" ein, denn früher glaubten die Menschen, dass die Pflanze nur in besonders gewitterreichen Jahren zur Blüte kommt. Man munkelte sogar, dass allein das Abpflücken ausreichte, um Gewitter heraufzubeschwören.

Fazit: Es lohnt sich Wildpflanzen näher kennenzulernen

Schauen Sie sich doch bei Ihrem nächsten Gang durch den Garten einmal genauer um. Und sollten Sie eine unserer fünf Wildpflanzen entdecken, wissen Sie jetzt, welche Geschichte sie zu erzählen hat oder welches besondere Talent in ihr schlummert. Das gilt natürlich auch für die vielen weiteren wunderschönen Pflanzen, die die Natur ganz allein ohne menschliche Hilfe entwickelt hat. Jede von ihnen hält Spannendes, Interessantes oder auch Kurioses bereit — seien Sie neugierig und lernen Sie sie besser kennen!



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