Basilikum

Pflanz- und Pflegeanleitung Basilikum

Botanischer Name

Ocimum basilicum

Familie

Lippenblütler (Lamiaceae)

Basilikum stammt ursprünglich aus Indien, wo es schon seit mehreren tausend Jahren ein sehr beliebtes Gewürz ist. Von dort gelangte das aromatische Kraut über Vorderasien und den Mittelmeerraum erstmals im 16. Jahrhundert nach Mitteleuropa. Heute gibt es Basilikum in zahlreichen Arten und Sorten, die sich durch unterschiedliche Blattfarben- und formen sowie Geschmacksnoten auszeichnen und voneinander unterscheiden. Die an den Stielen leicht verholzende, vielfach verzweigte und 20–60 cm hohe Pflanze hat ovale und leuchtend grüne Blätter. Ihre kleinen, meist weißen Blüten erscheinen vom Hoch- bis in den Spätsommer hinein.

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Aussaat

Eine Aussaat im Freiland kann ab Mitte Mai erfolgen, wenn keine Nachtfröste mehr drohen. Da Basilikum ein Lichtkeimer ist, sollten die Samen nicht mit Erde bedeckt werden. Direkt an Ort und Stelle ausgesäte Pflanzen werden, sobald sich ihre ersten Blätter zeigen, auf einen Abstand von 20 cm verzogen. In besonders rauen Lagen empfiehlt sich die Aussaat und Vorkultur unter Glas oder Folie. Sie sollte von Ende Februar bis April erfolgen. Bei Keimtemperaturen von 15–20 °C beträgt die Keimdauer im Durchschnitt 1–2 Wochen. Während der Vorkultur pikiert man jeweils 4–5 kräftige Sämlinge in einen Topf und verpflanzt diese später – wenn keine Frostgefahr mehr besteht – ins Freiland. Für eine Zimmerkultur kann prinzipiell ganzjährig ausgesät werden.

Standort und Boden

Basilikum benötigt zur vollen Entfaltung seines Aromas einen warmen und geschützten Standort in voller Sonne sowie eine humose und nährstoffreiche, gut durchlässige Erde, die auf keinen Fall austrocknen darf. Natürlich kann man Würzkraut auch in Töpfen oder Kübeln ziehen – hierfür verwendet man gute, handelsübliche Blumenerde.

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Die Vorteile einer Topfkultur

Das aus dem tropischen Asien stammende Basilikum ist frostempfindlich und nicht winterhart. Es wird bei uns im Freiland daher nur einjährig kultiviert. Eine bessere Alternative ist es deshalb, die Pflanzen in Töpfen zu ziehen, damit man sie im Herbst vor den ersten kühlen Nächten ins Haus holen kann. Auf diese Weise lassen sich ihre Blätter sogar das ganze Jahr über ernten. Theoretisch ist auch eine ganzjährige Kultur im Zimmer möglich. An einem hellen Fenster gedeiht Basilikum nämlich auch gut – es entwickelt dort nur nicht ganz so viel Aroma wie an einem sonnigen Standort im Garten.



Pflege

Damit die Erde niemals austrocknet, sollte man Basilikum regelmäßig gießen. Doch Vorsicht – wenn man zu viel wässert, kommt es schnell zu Fäulnis und Schimmelbildung an den Stängeln. Am besten den Boden immer leicht antrocknen lassen, bevor das nächste Mal gegossen wird. Für ein gutes Wachstum benötigt Basilikum ausreichend Nährstoffe. Im Freiland wird der Boden vor der Pflanzung mit einem stickstoffbetonten Volldünger – wie zum Beispiel Pflanzenfutter® komplett – versorgt. Nach etwa 6 Wochen kann noch einmal nachgedüngt werden. Für Topfpflanzen empfiehlt sich ein Flüssigdünger – wie zum Beispiel Pflanzenfutter® flüssig – der alle 2 Wochen über das Gießwasser verabreicht wird.

Ernte und Lagerung

Die aromatischen Blätter können den ganzen Sommer über bis zum ersten Frost nach Bedarf geerntet werden. Die Stiele sind hart und werden nicht mit verwendet. Grundsätzlich erntet man immer nur so viel, wie man gerade benötigt, denn frisch schmeckt Basilikum immer noch am besten.

Basilikum passt sehr gut zu Tomaten, Salaten, Pizza und Pasta sowie Fleisch- und Fischgerichten. Aus der mediterranen Küche ist es überhaupt nicht mehr wegzudenken. In jedem Fall gibt man die frischen Blätter erst kurz vor dem Servieren an die Gerichte, weil ansonsten ihr leckeres Aroma verloren geht. Auch getrocknete Blätter sollten aus dem gleichen Grund nicht zu stark erhitzt werden. Am besten kann man Basilikum durch Einlegen in Olivenöl konservieren.

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Richtig ernten? Gewusst wie!

Mit einer regelmäßigen Ernte fördert man die Bildung neuer Triebe und damit einen buschigen sowie kompakten Wuchs. Gleichzeitig wird auf diese Weise auch verhindert, dass die Pflanzen blühen, sich verausgaben und eingehen. Am besten kneift man mit dem Daumen und Zeigefinger die Triebspitzen unter dem zweiten oder dritten Blatt ab. Es sollte nie tiefer als bis zum letzten Blattpaar geerntet werden, damit ein Neuaustrieb immer möglich bleibt.

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Rezept: Basilikum-Pesto mit Cashew- und Walnusskernen

Zutaten

  • 2 Bund Basilikum
  • 200g Walnüsse
  • 200g Cashewkerne
  • 125g Parmesan
  • 2 Knoblauchzehen
  • 300ml Olivenöl (Kaltgepresst)
  • 200g Schafskäse
  • Salz, Pfeffer und Paprikapulver

Zubereitung

Ein frisches, leckeres und gesundes Pesto selbst zu machen ist denkbar einfach: Die Basilikumblätter und die Knoblauchzehen waschen und grob zerkleinern. Den Parmesan und etwas Öl hinzugeben und mit einem (Stab)Mixer gründlich pürieren. Das Öl dabei nach und nach beimischen und den fein zerbröselten Schafskäse untermischen. Das Pesto zuletzt nur noch mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken.



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