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Tulpen-Ratgeber

Tulpe Pflanz- und Pflegeanleitung

Botanischer Name

Tulipa in Arten und Sorten

Familie

Liliengewächse (Liliaceae)

Tulpen gehören mit Sicherheit zu den schönsten und in ihrer Formen- sowie Farbvielfalt abwechslungsreichsten Frühlingsboten. Denn keine Blumenzwiebel bietet mehr Auswahl als die Tulpe. Ihre Blüten sind einfach oder gefüllt, ganzrandig oder gefranst, einfarbig oder mehrfarbig, pastellfarben oder intensiv leuchtend. Und kaum eine andere Zwiebelblume begleitet Sie so dauerhaft und verlässlich durch das Frühjahr. Bereits im März zeigen sich die ersten frühen Blüten und mit den spät blühenden Sorten wird die Saison sogar bis in den Juni hinein verlängert. Und das mit der richtigen Pflege sogar jahrelang.

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Um bei dem riesigen Angebot die Übersicht zu bewahren, hat man die Tulpen ganz allgemein in zwei Kategorien eingeteilt: Zum einen die "Botanischen Tulpen" (häufig auch Wild-Tulpen genannt) und zum anderen die "Garten-Tulpen". Botanische Tulpen sind den ursprünglichen und in Kleinasien beheimateten Wildarten noch sehr ähnlich. Ihr Vorteil liegt in der über Jahre wiederkehrenden Blüte. Optimale Bedingungen finden sie in einem vollsonnigen Steingarten vor, aber auch in einem Staudenbeet, als Gehölzunterpflanzung oder in einer Blumenwiese entfalten sie ihren ganzen Charme. Zu den meist höher wachsenden Garten-Tulpen zählt man unter anderem die Triumph-Tulpen, die Papageien-Tulpen, die Crispa-Tulpen, die Darwin-Tulpen sowie die gefüllt blühenden Tulpen. Sie alle verkörpern das charakteristische Bild, das jeder von uns mit Tulpen verbindet. Sowohl im Beet, im Kübel als auch geschnitten in der Vase verkünden Sie mit ihrer Pracht den Frühling.

Doch natürlich geht es auch genauer, denn die ca. 4500 verschiedenen Tulpensorten werden noch einmal in 15 Klassen unterteilt. Für eine bessere Übersicht haben wir die Tulpenklassen einmal zusammengefasst:

Gruppe Klassenbezeichnung Klasse
Frühe Tulpen Einfache frühe Tulpen 1
Gefüllte frühe Tulpen 2
Mittlere Tulpen Triumph-Tulpen 3
Darwin-Tulpen 4
Späte Tulpen Einfache späte Tulpen 5
Lilienblütige Tulpen 6
Gefranste Tulpen 7
Viridiflora-Tulpen 8
Rembrandt-Tulpen 9
Papageien Tulpen 10
Gefüllte späte Tulpen 11
Wild-Tulpen Kaufmanniana-Tulpen 12
Fosteriana-Tulpen 13
Gregii-Tulpen 14
andere Wild-Tulpen 15


Wie die Tulpen nach Europa kamen

Ihren Ursprung haben die Tulpen in Mittel- und Zentralasien und so gelten sie bereits seit dem 9. Jahrhundert in Persien - dem heutigen Iran - als Zeichen der Liebe. Doch im 15. Jahrhundert entdeckten die Türken das interessante Zwiebelgewächs für sich und pflanzten die kostbaren Zwiebeln in die Gärten des Sultans. Auch heute noch ist die Pflanze in der Türkei das Symbol für Leben und Fruchtbarkeit und wird als Nationalblume verehrt.

Durch eine Schenkung des osmanischen Sultans Süleyman der Erste an den Wiener Botschafter gelangten einige Tulpenzwiebeln Ende des 16. Jahrhunderts nach Österreich. Hier wurden die kostbaren Zwiebeln noch einmal weitergegeben und letztendlich 1593 durch den Leiter des Hortus Botanicus im botanischen Garten des niederländischen Ortes Leiden gepflanzt. Durch die Seltenheit der Tulpen wuchs das Interesse für diese unbekannte schöne Pflanze und so kam es, dass ein Teil der Sammlung gestohlen wurde und einige Zeit später die sogenannte Tulpenmania - der Tulpenwahn - ihren Lauf nahm. Reiche Niederländer liebten die exotischen Blüten und die Nachfrage - wie auch der Preis - stiegen ins Unermessliche. So waren die Käufer schnell bereit immense Summen auszugeben und zahlten zum Teil den Preis eines Amsterdamer Stadthauses für nur eine einzige Zwiebel! Doch lange konnte das nicht gut gehen - um 1650 herum brachen die Preise letztendlich ein und die Tulpenmania fand ihr Ende.

Ihre Vielseitigkeit macht Tulpen so beliebt

In ihrer Vielseitigkeit unübertroffen, bilden die Tulpen botanisch gesehen jedoch keine eigene Pflanzenfamilie. Stattdessen gehören sie einer Familie an, die man so vermutlich nicht erwarten würde - nämlich in die der Liliengewächse. Ihre Blütenfarben, -muster und Farbverläufe kennen kaum Grenzen und so gibt es Tulpen in jeder erdenklichen Farbkombination. Einzig die Farbe Blau ist nicht vertreten. Genauso sieht es auch mit den Blütenformen und der Pflanzengröße aus. Die meisten Wildarten bleiben in ihrem Wuchs eher gedrungen und werden kaum höher als 15 cm. Anders sieht es da bei den Garten-Tulpen aus, die je nach Art und Sorte ihre Blütenstängel bis zu 80 cm in die Höhe recken.

Sobald sich der Winter seinem Ende entgegen neigt, schießen die Zwiebelpflanzen überall in den Gärten wieder aus dem Boden. Genau wie in ihrer Optik, sind sie auch in ihrem Einsatzbereich sehr vielseitig. So eignen sich kleine Wild-Tulpen z.B. hervorragend, um - die zu dieser Jahreszeit noch kahlen - Steingärten in bunte Farben zu tauchen. Beete mit farbenfrohen Pflanzkombinationen aus Tulpen und anderen Frühlingsboten wie Traubenhyazinthen oder Vergissmeinnicht erfreuen garantiert das winterschwere Gärtnerherz. Darüber hinaus sind die Pflanzen wie dafür gemacht, noch schlafenden Staudenbeeten ein erstes Leben einzuhauchen (am besten immer in Gruppen von ca. 12 - 15 Zwiebeln zwischen die später erwachenden Stauden pflanzen). Es muss jedoch nicht immer eine kahle und leere Pflanzfläche sein. Auch immergrüne oder wintergrüne Stauden wie das Purpurglöckchen oder einige Ziergräser können für Tulpen tolle Pflanzpartner sein. Doch nicht nur ausgepflanzt machen sie einiges her - auch verschiedene Zwiebel-Arrangements in Pflanzgefäßen verfehlen ihre Wirkung nicht. Für diesen Zweck sollten Sie allerdings auf die kleinbleibenden Botanischen Tulpen zurückgreifen.

Hier noch ein Tipp: Pflanzen Sie die frühblühenden Sorten immer in die hinteren Bereiche der Beete und die spätblühenden Arten nach vorn. So wird das wenig ansprechende Laub der bereits verblühten Exemplare von den spätblühenden Artgenossen verdeckt.

Tulpen pflanzen - so geht's

Mit Tulpen bringen Sie Farbe in die sonnigen und halbschattigen Bereiche Ihres Gartens, denn anders als viele andere Zwiebelpflanzen brauchen sie Licht und Wärme zum gedeihen. Betrachtet man einmal, an welchem Standort die Zwiebelgewächse in der freien Natur zu finden sind, dann wundert es nicht. Ihre Heimat ist die offene Steppe oder auch das Gebirge mit nur sehr wenig höherem Bewuchs. Zusätzlich zu ihrem großen Hunger nach Licht und Wärme brauchen die Pflanzen unbedingt eher trockene und durchlässige Böden, die nicht zu Staunässe neigen. Ist der Boden zu schwer, kann es gerade im Winter schnell zu Fäulnis an den Zwiebeln kommen und die Blütenpracht im Frühjahr ist in Gefahr.

Der ideale Pflanzzeitpunkt für die Zwiebeln liegt zwischen Ende September und Ende November. Auch bei Tulpen ist die richtige Pflanztiefe und die Durchlässigkeit des Bodens für eine gute Pflanzenentwicklung sehr wichtig. Wählen Sie daher eine Pflanzlochtiefe zwischen 10 cm und 15 cm. Doch Achtung, bei sehr hohen Sorten sollten die Zwiebeln besser noch etwas tiefer gesetzt werden, da die Pflanzen so stabiler stehen.

Pflegeleichte Tulpe

Tulpen gehören zu den wirklich pflegeleichten Pflanzen in unseren Gärten und sind daher bei Gartenanfängern und versierten Hobbygärtnern gleichermaßen beliebt. Nach dem Setzen der Zwiebeln können Sie erst einmal die Vorfreude auf die bunte Blütenpracht im Frühjahr genießen. In dieser Zeit brauchen die Pflanzen keine weitere Pflege. Sobald sich jedoch ihr Laub vollständig entwickelt hat, schadet eine Düngung nicht. Am besten greifen Sie hier auf einen Volldünger wie z.B. Pflanzenfutter für Blumenzwiebeln zurück.

Während die botanischen Wild-Tulpen mit der Zeit immer attraktiver werden, am liebsten ungestört wachsen und unter optimalen Bedingungen zu dichten Polstern verwildern, lässt die Blühfähigkeit der Garten-Tulpen oftmals schon im zweiten Frühjahr rasch nach. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, letztere lieber jedes Jahr neu zu pflanzen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, das Laub nach der Blüte nicht zurückzuschneiden. Sowohl Blätter als auch Stängel sollten Sie noch so lange stehen lassen, bis sie welk und vollkommen vergilbt sind. Denn erst dann haben die Zwiebeln genügend Reservestoffe für das nächste Jahr gesammelt. Lediglich die welken Blütenköpfe der Tulpen dürfen Sie frühzeitig abschneiden, damit sich keine Samen bilden. Wenn Sie das welke Laub stört, können Sie es zum Beispiel mit Stauden verdecken. Später können Sie die Tulpen vorsichtig samt Blättern und Zwiebeln aus dem Boden nehmen. Ist das Laub welk und trocken, lässt es sich einfach entfernen. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich besonders dann, wenn die Erde am Standort den Sommer über schlecht abtrocknet und Fäulnis droht. Außerdem lässt sich der auf diese Weise gewonnene Platz vorübergehend für Sommerblumen nutzen. Die unbeschädigten Blumenzwiebeln lagern Sie bis zur neuen Pflanzung im Herbst trocken, dunkel und kühl.



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