Search Warenkorb Mein Konto Burgermenu Wunschzettel Close Small GP_Navi_Neuheiten GP_Navi_Ratgeber GP_Navi_Sale GP_Navi_Inspiration GP_edit Neu Sale Pötschke Benefits GP Heart ADS GP Share ADS GP Social FB GP Social Mail GP Social SMS GP Social WhatsApp Produktinformation Lieferung Pflegetipps Bewertung GP_Download GP_Filter GP_Heart Orange Border GP_Checkmark_s Pflanzenbestellung Bestellschein Pötschke Benefit Blume Facebook Instagram Youtube Pinterest Truck

Bitte melden Sie sich an, um den Wunschzettel nutzen zu können

Jetzt anmelden

Rindenmulch und Pflanzen

Rindenmulch ist nicht immer eine gute Idee

Wir alle kennen das. Endlich ist das lang ersehnte Beet fertig angelegt und bepflanzt. Die Stauden sind genau dort, wo sie hingehören und alles sieht so schön ordentlich aus. Natürlich wünschen wir uns da, dass dieser Zustand möglichst lange anhält. In den letzten Jahren hat sich deshalb mehr und mehr das Mulchen der frisch angelegten Beete durchgesetzt. Grundsätzlich ist das auch eine gute Idee, denn eine Mulchschicht hat viele Vorteile. Sie hält z.B. die Feuchtigkeit länger im Boden und verhindert, dass die Bodentemperatur stark schwankt. Außerdem kann Rindenmulch oder Kies es dem Unkraut erschweren, die schöne Pflanzfläche zu erobern. Allerdings eignet sich nicht jedes Mulchmaterial auch für jede Pflanze oder Neupflanzungen.
(Header-Foto: iStock.com/otaraev74)

Wald(rand)pflanzen lieben Rindenmulch

Rindenmulch eignet sich besonders gut zum Mulchen von Baumscheiben oder unbewachsenen Flächen unter Gehölzen, die Wasser gut in den Untergrund abführen und so nicht zu Staunässe neigen. Hier kommen seine positiven Eigenschaften den meist robusten Pflanzen zu Gute. Auch Stauden, die es gewohnt sind in der Nähe oder sogar direkt unter laubtragenden Bäumen oder Sträuchern zu wachsen, sind dankbar für eine schützende Schicht Rindenmulch über ihrem Wurzelbereich. Durch fallende Blätter oder Früchte, die langsam zu wertvollem Humus zersetzt werden, mangelt es den oft sehr nährstoffbedürftigen Pflanzen nur selten an Futter. Für sie ist es wichtig, dass immer wieder neue Nährstoffe in die Pflanzfläche gelangen. Deshalb profitieren sie davon, dass der Rindenmulch bei seiner Zersetzung reichlich Stickstoff an den Boden abgibt. Typische Wald(rand)pflanzen lieben außerdem saure Böden. Viele Laubbäume haben in ihren Blättern sogenannte Gerbsäuren gespeichert, die bei der Verrottung freigesetzt werden. Das gilt auch für die Kiefernrinde, die meistens für Rindenmulch verwendet wird. Sobald die Bodenlebewesen damit beginnen den Mulch zu zersetzen, gehen die Säuren in den Boden über und der pH-Wert sinkt in den sauren Bereich. Für die meisten Pflanzen, die natürlicherweise im Bereich Gehölz oder Gehölzrand vorkommen ist das von Vorteil. Doch auch sie haben mit einer Besonderheit des Rindenmulchs ein Problem. Um die Rindenstücke nach und nach zersetzen zu können, brauchen die kleinen Helfer im Boden viel Energie. Die holen sie sich in Form von Stickstoff aus der Erde. Das wäre eigentlich auch kein Problem, doch die gierigen Lebewesen lassen für die Pflanzen kaum noch etwas übrig. Daher sollten Sie vor dem Einsatz von Rindenmulch immer eine Ausgleichsdüngung mit Hornspänen vornehmen. So stellen Sie sicher, dass sowohl für die Pflanzen als auch die Bodenlebewesen genug Nährstoffe im Boden vorhanden sind.

Wir profitieren von Rindenmulch:

  • Rhododendren
  • Hortensien
  • die meisten Farne
  • Waldastern (Aster divaricatus)
  • Bergenien (Bergenia)
  • Funkien (Hosta)
  • Buschwindröschen (Anemone nemorosa)
  • Astilben
  • Kaukasus-Vergissmeinnicht (Brunnera macrophylla)
  • Salomonssiegel (Polygonatum)
  • Rodgersien (Rodgersia)
  • Elfenblumen (Epimedium)

Unser Team "Rindenmulch"

Sonnenanbeter auf trockenen Böden mögen die Rinde dagegen nicht

Anders als unsere Wald(rand)pflanzen mögen Stauden und Gehölze, aus sonnigen, warmen und vor allem trockenen Bereichen Rindenmulch nicht besonders gern. Wer normalerweise in der Steppe, der Prärie oder in Stein- oder Kiesgärten wächst und nährstoffarme, kalkhaltige Böden mit einem hohen pH-Wert zum gesunden Wachstum braucht, der kann mit den Eigenschaften von Rindenmulch nicht viel anfangen. Müssten diese Sonnenanbeter in einer Fläche wachsen, die durch eine Abdeckung mit Rindenstücken schlecht abtrocknet, würden ihre Wurzeln schon nach kurzer Zeit faulen und absterben. Steppenpflanzen & Co. tun Sie etwas Gutes, wenn Sie das Beet nach der Pflanzung mit einer Schicht aus nährstoffarmem Kies oder Splitt bedecken. Die mineralische Mulchschicht lässt Wasser schnell versickern und die Wurzeln der Pflanzen sind nicht in Gefahr. Wenn Sie sich dann noch für Kalksteinsplitt entscheiden, verändert sich der pH-Wert des Bodens zu Gunsten der mediterranen Pflanzen. Sie alle lieben nämlich Kalk und freuen sich daher über eine Mulchschicht, die den pH-Wert des Bodens ansteigen lässt. Zur Erinnerung: Rindenmulch senkt den Boden-pH ab und ist für die meisten Sonnenanbeter die falsche Wahl.

Uns schadet Rindenmulch:

  • Sedum-Arten
  • Wolfsmilch-Arten (Euphorbia)
  • Schafgarbe (Achillea)
  • Spornblume (Centranthus)
  • Spanisches Gänseblümchen (Erigeron)
  • Mannstreu (Eryngium)
  • Alant (Inula ensifolia)
  • Katzenminze (Nepeta)
  • Lavendel
  • Duftnessel (Agastache)
  • Mädchenauge (Coreopsis)
  • Prachtkerze (Gaura)
  • Salbei (Salvia)
  • Skabiose (Scabiosa)
  • Rittersporn (Delphinium)
  • Sonnenbraut (Helenium)
  • Sonnenauge (Heliopsis)
  • Lupine (Lupinus)
  • die meisten mediterranen Kräuter
  • die meisten Ziergräser

Unser Team "Splitt und Kies"

Rindenmulch kann bei jungen Pflanzen Schaden anrichten

Auch wenn viele Gartenbesitzer darauf schwören — der Sack mit dem Rindenmulch sollte bei frisch gepflanzten Stauden besser erstmal in der Garage bleiben. Die jungen Pflanzen sind noch empfindlich und nehmen durch die vielen Gerbsäuren, die in den Rindenstücken enthalten sind, schnell Schaden. Außerdem wird dem Boden bei der Zersetzung des Mulchs viel Stickstoff entzogen, sodass die frisch gepflanzten Stauden nicht richtig wachsen und vor sich hin kümmern. Im schlimmsten Fall droht sogar der komplette Ausfall der Pflanzen. Besser ist es mit dem Aufbringen des Rindenmulchs so lange zu warten, bis die Stauden gut eingewurzelt und kräftig ausgetrieben sind. Und denken Sie immer dran: Nicht jede Pflanze kann Rindenmulch auch etwas abgewinnen. Verteilen Sie daher nur dort den Mulch, wo Pflanzen wachsen, die auch von ihm profitieren!

Fazit: Nur das richtige Mulchmaterial bringt auch den gewünschten Erfolg

Beim Mulchen von Beeten geht es um mehr als nur um eine saubere Optik. Jedes Mulchmaterial hat eine Wirkung auf den Boden und somit indirekt auch auf die in ihm wachsenden Pflanzen. Wenn Sie das in Zukunft im Hinterkopf behalten und die Mulchschicht für Ihre Beete an die Bedürfnisse der Pflanzen anpassen, haben Sie bereits viel für eine gesunde Pflanzenentwicklung getan.



<  Zurück

Nach oben