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Dickmaulrüssler

Profi-Tipps zur Vorbeugung und Bekämpfung

Basisinfo für Gärtner

Wissenschaftlicher Name: Otiorhynchus sulcatus

Familie: Rüsselkäfer (Curculionidae)

Einordnung: Schädling (Larven und Käfer), an Pflanzenwurzeln fressend

Auftreten: an diversen Pflanzen, Käfer ab Mai/Juni an Pflanzen sichtbar

Vorkommen und Verbreitung

Auf dem Speiseplan des Dickmaulrüsslers stehen mehr als einhundert verschiedene Nutz- und Zierpflanzen. Mit seinem breiten Wirtsspektrum ist er zu einem gefürchteten Schädling geworden, der nicht nur in Baumschulen und Gartenbaubetrieben bereits große Schäden angerichtet hat. Denn versteckt im Substrat befallener Topfpflanzen wurde er mittlerweile auch in unzählige Privatgärten eingeschleppt.

Die größten Schäden treten dabei an Gehölzen wie zum Beispiel Azalee, Eibe, Felsenmispel, Feuerdorn, Flieder, Heide, Kirschlorbeer, Kornelkirsche, Lebensbaum, Pfaffenhütchen, Rhododendron, Rose und Spindelstrauch auf. Aber Dickmaulrüssler sind nicht wählerisch und fressen gerne auch an vielen verschiedenen Blumen und Stauden wie Alpenveilchen, Chrysantheme, Farn, Fuchsie, Geranie, Knollenbegonie und Primel. Große Schäden richtet der Dickmaulrüssler darüber hinaus auch an Erdbeere, Himbeere und anderen Beerenobstarten an.

Besonders gut entwickelt er sich dabei an Pflanzen, die in Töpfen und Kübeln gezogen werden, denn dort finden seine Larven oftmals besonders günstige Entwicklungsbedingungen vor.

Symptome - Dickmaulrüssler erkennen

Das typische Schadbild des ausgewachsenen Käfers ist der sogenannte Buchtenfraß. Er zeichnet sich durch halbkreisförmige Fraßspuren an den Blatträndern aus. Auch Knospen können angefressen werden.

Weitaus gefährlicher als die Käfer sind aber seine im Boden lebenden Larven, die an den Pflanzenwurzeln fressen. Sie zählen zu den gefräßigsten Schädlingen und können an den Wurzeln von Bäumen und Sträuchern großen Schaden anrichten. Die befallenen Pflanzen werden erheblich in ihrem Wachstum geschwächt, beginnen zu welken und sterben schließlich ab.

Gärtner Pötschke

Symptome...!

"Symptome bei Dickmaulrüssler-Befall:" 

  • Buchtenfraß an Blatträndern
  • Wachstumsstockungen
  • Welke
  • Absterben der Pflanzen

Der Lebenszyklus des Dickmaulrüsslers

Der Gefurchte Dickmaulrüssler ist ein kleiner, etwa 1 cm langer und matt schwarz gefärbter Rüsselkäfer mit in der Mitte abgeknickten Fühlern. Er ist nachtaktiv und kommt erst mit beginnender Dämmerung aus seinem Versteck im Boden – daher bekommt man ihn meist selten zu Gesicht. 

Seine gefürchteten Larven werden bis zu 1 cm lang. Sie besitzen keine Fußansätze, sind bauchwärts gekrümmt und haben einen weißen Körper mit einer braunen Kopfkapsel, an der man sie gut erkennen kann.

Üblicherweise entwickelt sich im Freiland pro Jahr nur eine Generation an Dickmaulrüsslern. Nur in sehr warmen Gegenden und Gewächshäuern können die Käfer mehrere Jahre überdauern und fortlaufend für neuen Nachwuchs sorgen, so dass alle Entwicklungsstadien gleichzeitig vertreten sind.

Die Larven des Käfers überwintern im Boden und beginnen mit den zunehmenden Temperaturen im Frühjahr sich zu verpuppen. Je nach Witterung schlüpfen die ersten jungen Käfer im Mai oder Juni aus ihren Hüllen, um auf Nahrungssuche zu gehen.

Nach einer relativ kurzen Entwicklungszeit von 4 Wochen beginnen sie bereits damit, ihre eigenen Eier abzulegen. Man findet die Gelege des Dickmaulrüsslers in der Erde oder am Grund befallener Wirtspflanzen. Bis zum Herbst kann ein einzelnes Weibchen bis zu 1.000 Eier produzieren.

Im Juli schlüpfen die gefräßigen Larven und beginnen sofort zu fressen. Bis zum Herbst, wenn sie sich zur Überwinterung in den Boden zurückziehen, hören sie damit auch nicht mehr auf.

So beugen Sie einem Befall vor

Die Vorbeugung des Dickmaulrüsslers ist nicht ganz einfach – aber auch nicht unmöglich. Entdecken Sie den Schädling an kränkelnden Pflanzen, können Sie versuchen, die Käfer vor ihrer Eiablage in künstlich angelegte Schlupfwinkel zu locken.

Sehr effektiv sind zum Beispiel mit Heu oder Holzwolle gefüllte Blumentöpfe, in denen sich die Tiere über Tag verstecken. Auf diese Weise können sie recht einfach in den frühen Morgenstunden aufgesammelt und entfernt werden. Alternativ ist auch ein direktes Absammeln mit der Hand in der Dämmerung möglich.

Dickmaulrüssler bekämpfen - so geht's

Bewährt hat sich eine biologische Bekämpfung mit Nematoden, die bereits seit einigen Jahren erfolgreich angewandt wird. Die winzig kleinen und nur unter dem Mikroskop sichtbaren Fadenwürmer dringen durch die Haut und die Körperöffnungen in die Larven ein und töten diese ab – eine sichere und unkomplizierte Methode, Dickmaulrüssler ohne Nebenwirkungen für Mensch und Natur unschädlich zu machen, da die Nematoden ausschließlich gegen den Dickmaulrüssler wirken.

Die Präparate können ganz einfach in Wasser aufgelöst und mittels Gießverfahren auf die betroffenen Flächen ausgebracht werden. Entscheidend für die Wirkung ist der richtige Zeitpunkt – die besten Erfolgsaussichten haben Sie bei einer Behandlung im April und Mai sowie einer Behandlung im August und September.

Achten Sie darauf, die Nematoden nur auf einem feuchten und mindestens 10–15 °C warmen Boden auszubringen, da sich die Fadenwürmer nur bei ausreichender Feuchtigkeit und Wärme aktiv fortbewegen können. Auf kalten, schweren und trockenen Böden können Nematoden ihre Wirkung hingegen nicht entfalten.

Wirksame Mittel gegen Dickmaulrüssler

"Informieren Sie sich vor dem Kauf von Pflanzenschutzmitteln immer über die Zulassung und deren Beschränkungen!"

Pflanzenschutzmittel werden gegen bestimmte Schadorganismen UND für den Einsatz an bestimmten Kulturen zugelassen. So darf ein Mittel, das z.B. gegen Blattläuse zugelassen ist, trotzdem nicht pauschal an jeder Pflanze mit Blattläusen angewendet werden. Auch der Ort, an dem die Mittel angewendet werden dürfen, unterliegt klaren Zulassungen. Manche Mittel dürfen ausschließlich in Gewächshäusern, andere nur im Freiland Verwendung finden!

Informationen zur jeweiligen Zulassung sowie zur Dosierung und der maximal zulässigen Anwendungshäufigkeit finden Sie auf der Verpackung oder in der Gebrauchsanleitung des Pflanzenschutzmittels. Dort sind ggf. auch Wartezeiten angegeben, die Sie zwischen dem Ausbringen des Mittels und einer Ernte einhalten müssen.

Auch im privaten Hausgarten sind alle Anwender von Pflanzenschutzmitteln verpflichtet, sich an diese Angaben zu halten. Darüber hinaus ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln immer der letzte Ausweg. Zuvor müssen alle anderen geeigneten Maßnahmen zur Bekämpfung ergriffen werden!

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