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Scharbockskraut

Profi-Tipps zur Vorbeugung und Bekämpfung

Basisinfo für Gärtner

Botanischer Name: Ranunculus ficaria

Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)

Einordnung: Wildkraut

Auftreten: an Bächen/Flüssen, auf feuchten Wiesen, unter Gehölzen

Verbreitung: durch Brutknollen

Vorkommen und Verbreitung

Das Scharbockskraut ist mit seinen gelben, sternförmigen Blüten eigentlich ein sehr hübsch anzusehender Frühjahrsblüher. In der freien Natur ist es meist an Bachläufen und Flüssen, auf feuchten Wiesen und in Laubwäldern unter Bäumen und Sträuchern zu finden. Denn dort fühlt sich die krautige, mehrjährige Pflanze besonders wohl und bedeckt im zeitigen Frühjahr oftmals ganze Flächen mit ihrem bodendeckenden Wuchs. Nicht ohne Grund wird Scharbockskraut oftmals als Zeigerpflanze für feuchte und nasse Böden gewertet.

Seine Vermehrung erfolgt über kleine, runde Brutknöllchen, die sich unterirdisch an den Wurzeln und oberirdisch in den Blattachseln der 10–20 cm hohen Pflanzen bilden. Letztere fallen im reifen Zustand zu Boden und überwintern an der Erdoberfläche, um dann im neuen Jahr zu keimen und heranzuwachsen. Diese Art der Ausbreitung und Vermehrung funktioniert so gut, dass man im Garten schnell mehr Scharbockskraut hat, als einem lieb ist. Nicht selten wird es daher auch als Unkraut bezeichnet.

So beugen Sie Scharbockskraut vor

Die einzige Möglichkeit, dem übermäßigen Bewuchs von Scharbockskraut vorzubeugen, ist darauf zu achten, dass der Gartenboden nicht zu feucht oder sogar nass ist. Schwere Böden, die zu Staunässe neigen sollten Sie deshalb verbessern. Durch das Einarbeiten von Sand oder feinem Kies kann das überschüssige Wasser besser in den Untergrund versickern und der Standort trocknet schneller ab. 

Scharbockskraut bekämpfen - so geht's

Die zeitliche Spanne für eine Bekämpfung des Scharbockskrauts ist nicht allzu groß. Denn bereits im Frühsommer – etwa von Mai bis Juni – zieht die Pflanze wieder ein, so dass sie spätestens ab Juli bis zum Neuaustrieb im nächsten Frühjahr nicht mehr zu sehen ist. Und zu dieser Zeit sind die neuen Brutknöllchen bereits voll ausgebildet. Eine Bekämpfung ist daher wie so oft nur vor der Blüte im April wirklich effektiv.

Die beste Zeit ist unmittelbar nach dem Austrieb. Dann kann das Scharbockskraut noch relativ einfach Pflanze für Pflanze mit einem Unkrautstecher aus dem Boden geholt werden. Achten Sie darauf, auch die kleinen Wurzelknollen mit zu erfassen, da aus ihnen sonst wieder neue Pflanzen austreiben würden.

Da die Pflanze nur eine sehr kurze Zeit im Frühjahr zu sehen ist und sich dann wieder in den Boden zurückzieht, ist eine Bekämpfung durch Pflanzenschutzmittel nicht nötig!

So machen Sie sich Scharbockskraut zunutze

Trotz allem hat das Scharbockskraut aber auch seine guten Seiten. Seine Blätter können zum Beispiel Salaten beigemischt werden, um sie mit ihrem nussartigen Geschmack zu bereichern.

Doch Vorsicht: Es sollten nur die jungen Blätter vor der Blüte geerntet und verwendet werden, denn sie sind unbedenklich. Alle anderen Pflanzenteile – insbesondere die Brutknöllchen sowie die Wurzeln – sind giftig. Dazu zählen auch die älteren nach der Blüte gebildeten Blätter. Gefährlich sind auch Verwechslungen mit anderen Hahnenfußgewächsen, die einen wesentlich höheren Anteil an Giftstoffen aufweisen können.

In der Heilkunde hat das Scharbockskraut heute keine Bedeutung mehr. Früher wurde es von Seefahrern auf langen Reisen mitgenommen, denen sonst kein frisches Obst und Gemüse zur Verfügung stand. Das Kraut sollte Skorbut (Scharbock) und einem Mangel an Vitamin C vorbeugen.

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