Waldlilie

Pflanz- und Pflegeanleitung Waldlilie

Botanischer Name

Trillium grandiflorum

Familie

Germergewächse (Melanthiaceae)

Die Waldlilie – im Sprachgebrauch häufig auch Dreiblatt genannt – ist ursprünglich in den gemäßigten Klimazonen Asiens und Nordamerikas beheimatet, wo sie als Waldpflanze wächst. Bei uns in unseren Gärten findet sie ihrem Naturstandort entsprechend oft als Unterpflanzung von Gehölzen und Sträuchern Verwendung. Aber auch in Moorbeeten oder Schattenbeeten fügt sie sich aufgrund ihrer Standort- und Bodenansprüche sehr gut ein. Besonders interessant sind die Blattpaare der Waldlilie, denn sie bestehen bei ihr immer aus drei fast waagerecht vom Stiel abstehenden Blättern – daher auch ihr deutscher Zweitname. Die Blüte der Waldlilie erscheint mit ihren reinweißen, bis zu 10 cm großen Hochblättern von Mai bis Juni. Im Verblühen nehmen sie dann zunehmend eine rosa Färbung an. Der Blüte anschießend folgt eine zierende, fleischige und beerenartige Kapselfrucht.

Pflanzung und Standort

Die Rhizome (Wurzelstöcke) der Waldlilie können bei frostfreiem Wetter jederzeit gepflanzt werden. Am besten pflanzt man sie aber direkt nach Erhalt im Frühjahr. Dabei beträgt die Pflanztiefe circa 10 cm. Im Sommer mag es die Waldlilie halbschattig bis schattig, deshalb sollte sie möglichst unter laubabwerfenden Gehölzen einen Platz finden. Der optimale Boden ist locker und humos, nährstoffreich sowie leicht sauer. Aus diesem Grund ist bei der Pflanzung gegebenenfalls mit Kompost und bei alkalischen Böden zusätzlich mit Torf, Rindenhumus oder Rhododendron-Erde angereichert werden.

Pflege

Einmal angewachsen, benötigt die Waldlilie an optimalen Standorten kaum Pflege. Da sie keine Trockenheit mag und immer leicht feucht gehalten werden sollte, muss sie – insbesondere im Sommer – bei länger anhaltenden Trockenperioden gewässert werden. Ein Mulchschicht aus Laub, Kompost oder Rindenhäckseln schützt den Boden vor der Austrocknung. Da ein guter, fruchtbarer und humoser Boden maßgeblich am Wachstum und am Gedeihen der Waldlilie beteiligt ist, empfiehlt sich im Frühjahr das Einarbeiten von Kompost oder die Gabe eines organischen Düngers wie zum Beispiel Gärtner Pötschkes Hornspäne. Waldlilien sind absolut winterhart und sollten, einmal gepflanzt, möglichst ungestört am gleichen Platz wachsen, damit sie sich durch ihre unterirdischen Rhizome ausbreiten können. Nur in rauen Gegenden benötigen sie einen Winterschutz aus Kompost, Laub oder Reisern.

Gärtner Pötschke

Hinweis

Bitte Vorsicht bei Kindern und Haustieren, denn die Pflanzen – insbesondere das Rhizom – enthalten giftige Inhaltsstoffe.



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