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Sanddorn

Sanddorn-Ratgeber

Pflanz- und Pflegetipps vom Profi

Basisinfos für Gärtner

Botanischer Name: Hippophae rhamnoides

Familie: Ölweidengewächse (Elaeagnaceae)

Licht: sonnig

Boden: leicht, durchlässig, sandig, kiesig, mäßig trocken und möglichst kalkhaltig (alkalisch)

Hier fühlt sich Sanddorn wohl

Sanddorn ist ein zweihäusiges, das heißt getrenntgeschlechtliches Gehölz. Somit sind zur Fruchtbildung sowohl eine männliche als auch eine weibliche Pflanze notwendig. Eine männliche Pflanze kann dabei bis zu sechs weibliche Pflanzen befruchten. Aus diesem Grund sollten Sie immer mindestens zwei Sanddorne pflanzen. Die Früchte bilden sich an den Vorjahrestrieben.

Im Garten schätzt Sanddorn einen leichten, durchlässigen, sandigen oder kiesigen Boden, der mäßig trocken und möglichst kalkhaltig (alkalisch) sein sollte. Dort entwickelt er ein tiefreichendes und ausladendes Wurzelsystem. Mit reinen Sandböden kommt Sanddorn schlecht zurecht. Staunässe wird nicht vertragen.

Auf Grund seines weit ausgebreiteten Wurzelsystems aus tiefgehenden Hauptwurzeln und oberflächennahen Seitenwurzeln eignet sich Sanddorn sehr gut zur Bodenbefestigung. Dank seiner Salz- und Windverträglichkeit wird er daher gerne als Pioniergehölz für die Befestigung von Dünen verwendet. Zudem bieten Sanddornsträucher mit ihren stark bedornten Trieben vielen Vögeln Unterschlupf und die Beeren werden gerne als Nahrung angenommen.

Pflegetipps für Sanddorn

Sanddorn benötigt einen sonnigen Standort – ansonsten ist er aber ein sehr genügsamer und robuster (salz-, wind- sowie hitzeverträglicher) Strauch, der weder gedüngt noch geschnitten werden muss, um viele Früchte zu tragen.

Sofern vorhanden, kann man im Frühjahr etwas Kompost auf dem Bodenbereich verteilen. Sollen die Sanddornsträucher dennoch einmal in Form gebracht und ausgelichtet werden, erfolgt der Schnitt am besten im Spätsommer.

Sanddorn ernten und lagern

Die Früchte von Sanddorn sind roh sauer und nicht besonders schmackhaft, aber zu Saft, Gelee oder Likör verarbeitet sind sie lecker und sehr gesund! Geerntet wird von September bis Oktober, sobald die leuchtend orangefarbenen Beeren etwas weich werden. Selbst überreife Früchte halten sich lange am Strauch und dienen über 40 verschiedenen Vögeln als Futter.

Schon gewusst...?

"Sanddorn ist ein Vitamin-C-Lieferant"

Sanddorn liefert viermal mehr Vitamin C als Zitronen und Orangen und hat einen hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen.

Hin und wieder werden fruchtende Zweigpartien ganz abgeschnitten und bei –40 °C tiefgefroren. In diesem Zustand lassen sich die Beeren problemlos durch Rütteln oder Abschlagen ernten. Solch ein Rückschnitt wird von den starkwüchsigen Gehölzen auch im Hausgarten gut verkraftet und fördert den Ertrag.

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