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Amaryllis

Amaryllis-Ratgeber

Pflanz- und Pflegetipps vom Profi

Basisinfo für Gärtner

Botanischer Name: Hippeastrum in Arten und Sorten

Familie: Amaryllisgewächse

Licht: vollsonnig

Boden: durchlässig, geringer Humusanteil

Amaryllis – häufig auch Ritterstern genannt – sind besonders prachtvolle Zwiebelblumen, die uns mit ihrer Blüte viele Wochen lang Freude bereiten. Aus den kräftigen, dicken Knollen schiebt sich zunächst ein hoher Schaft heraus, an dessen Ende sich riesige Blüten bilden. Erst danach folgen die langen, schmalen Blätter.

Während ihrer Blütezeit im Winter und zeitigen Frühjahr kann kaum eine andere Pflanze auf der Fensterbank mit ihrer Blütenpracht konkurrieren. Je nach Sorte unterscheiden sich die Amaryllen in ihrer Farbgebung und ihrem Muster.

Nach der Blütezeit stirbt die Pflanze allmählich ab, nur ihre Zwiebel überdauert die nächsten Monate. Mit diesem Trick überlebt die Amaryllis Zeiten völliger Trockenheit in ihrer Heimat Mittel- und Südamerika.

Hier fühlen sich Amaryllis wohl

Amaryllis-Zwiebeln sollten möglichst direkt nach Erhalt in gute Blumenerde gepflanzt werden. Dabei werden die großen Zwiebeln einzeln in Töpfe gesetzt, wobei das obere Drittel der Knollen immer aus der Erde herausschauen sollte.

Vor dem Pflanzen eventuell vorhandene welke Wurzeln zurückschneiden. Der Topf sollte so groß sein, dass zwischen der Zwiebel und dem Topfrand noch mindestens 5 cm Abstand bleiben. Anschließend einmal gut angießen und an einen hellen, aber nicht den ganzen Tag über in voller Sonne liegenden Platz stellen. Bis die Blütenschäfte etwa handbreit ausgetrieben sind, erhält die Amaryllis keine weiteren Wassergaben.

Pflegetipps für Amaryllis

Im Durchschnitt benötigen Amaryllen etwa 6–8 Wochen von der Pflanzung bis zur Blüte.

Sobald die erste Knospe handbreit getrieben ist, wieder regelmäßig gießen – jedoch auf jeden Fall gut darauf achten, stauende Nässe zu vermeiden.

Wenn sich dann die ersten Blätter gebildet haben, einmal wöchentlich mit einem Flüssigdünger düngen.

So blüht die Amaryllis jedes Jahr

Nach der Blüte den Blütenstängel abschneiden und wie eine Topfpflanze an einem hellen und warmen Platz weiterziehen. Denn dann muss die Zwiebel über ihre Blätter und die damit einhergehende Photosynthese neue Energie tanken.

Ab August wird die Düngung eingestellt und ab etwa September, sobald die Blätter zu welken beginnen, nur noch wenig Wasser gegeben, um das Ausreifen der Zwiebel zu fördern. Ab Ende September stellt man das Gießen komplett ein.

Die welken Blätter abschneiden und den Topf für eine Ruhephase bis November mindestens 10 Wochen an einen kühlen und dunklen Platz stellen. Anschließend die Zwiebel vorsichtig ausgraben, alte Wurzel- und Laubreste abtrennen, in einen etwas größeren Topf umpflanzen und erneut angießen.

Video: Amaryllis pflanzen und pflegen

Die verschiedene Amaryllis-Arten

Amaryllis-Hybriden

Die bekanntesten Amaryllis werden als nackte Zwiebeln verkauft und - wie in diesem Ratgeber beschrieben - gepflanzt und gepflegt. 

Bei guter und korrekter Pflege können sie einige Jahre lang immer wieder neu aufblühen.

Garten-Amaryllis

Die großen Zwiebeln der Garten-Amaryllis werden ab März direkt ins Beet oder in Töpfe und Kübel mit guter, nährstoffreicher Blumenerde gepflanzt. Dabei sollten die Zwiebelspitzen noch aus der Erde ragen. Ein sonniger und geschützter Platz mit einem lockeren und nicht zu stauender Nässe neigenden Gartenboden ist notwendig.

Sobald sich die länglichen Blätter zeigen, regelmäßig gießen und düngen.

Die sommerblühende Garten-Amaryllis ist im Gegensatz zu der bekannten Weihnachts-Amaryllis bei uns mit Ausnahme sehr rauer Gegenden mit gutem Winterschutz winterhart. Die Zwiebeln können aber auch im Herbst nach den ersten Frösten vorsichtig ausgegraben und in einem kühlen, luftigen Raum bis zum Frühjahr gelagert werden.

Rote Waxz®-Amaryllis

Die Zwiebeln der Roten Waxz®-Amaryllis sind mit einem Wachskleid ummantelt und müssen nicht gepflanzt werden. Sie benötigen daher weder Topf noch Erde und auch auf das Gießen und Pflegen dürfen Sie getrost verzichten. Für ihre Entwicklung benötigt die Amaryllis nur noch Luft und Licht. Und für einen festen Stand sorgt ein integrierter, optisch unauffällig gedrehter Drahtfuß.

Ganz ohne Erde und Wasser ist das Aufblühen dieser Amaryllis ein wirklich beeindruckender Prozess. In einer schicken Glasvase, ist diese Amaryllis eine tolle Geschenkidee.

Nach der Blüte kann die Zwiebel über den Hausmüll entsorgt werden. Durch die Wachsschicht um die Zwiebel herum ist ein erneutes Austreiben im nächsten Jahr nicht mehr möglich.

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