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Auffällige Erscheinungen an Ihren Pflanzen?

Das könnten 3 Gründe sein

Wenn Sie mit offenen Augen durch die Natur gehen, fallen Ihnen mit Sicherheit hin und wieder Dinge auf, die Sie sich nicht sofort erklären können. Haben Sie zum Beispiel schon einmal runde Kugeln oder merkwürdige Dornen gesehen, die an Blättern wachsen? Oder mysteriöse Linien, die aussehen, als hätte jemand versucht das Blattgrün mit einem Tintenkiller zu löschen? Vielleicht sind Sie ja auch schon einmal an einem Pfirsichbaum vorbeigekommen, dessen Laub im Frühjahr vollkommen deformiert und rot-grün gefärbt ist? Diese Auffälligkeiten sind natürlich nicht einfach so aus dem Nichts entstanden, sondern haben ganz bestimmte Ursachen. Und die möchten wir Ihnen in diesem Artikel gerne vorstellen.

Pflanzengallen: Was sind das für komische Früchte an den Blättern?

Wenn Ihnen bei einem Waldspaziergang oder in Ihrem eigenen Beet Pflanzen mit merkwürdigen Auswüchsen auffallen, kann es gut sein, dass Sie sogenannte Gallen vor sich sehen. Manche von ihnen sehen aus wie Früchte – allerdings solche, die gar nicht zu der Pflanze passen wollen. Und auch die Stellen, an denen sie auftauchen, lassen stutzig werden. Egal ob an Wurzeln, Stängeln, Rinde oder am Laub, Gallen können überall an Pflanzen auftauchen. Sogar an Knospen und Früchten zeigen sie sich manchmal.

Doch was sind diese Gallen eigentlich und welchen Sinn haben sie? Einfach gesagt, sind es meistens die "Wohnungen" von kleinen Insekten. Genauer von verschiedenen Wespen-, Läuse-, Milben- und Fliegenarten. Und wenn Sie denken, alle Behausungen würden nahezu gleich aussehen: weit gefehlt. Allein in Deutschland gibt es mehrere tausend Gallenarten, die alle ganz unterschiedlich sind (2 weitere Beispiele unten). Gallmilben und Co. sind wahre Meister der individuellen Architektur. Doch damit noch nicht genug, denn wie ein menschlicher Architekt auch, lassen sie bauen anstatt sich selbst abzumühen. Der "Bau" der Gallen läuft nämlich nahezu von allein ab. Alles was die Insekten dafür tun müssen, ist der Pflanze eine kleine Wunde, zum Beispiel durch einen Stich oder einen Biss, zuzufügen. Die Stoffe, die sie dabei an die Pflanze abgeben, lösen die Wucherungen aus, die fortan als geschützte Aufzuchtstationen für ihre Kinder dienen.

Natürlich liegt da die Frage nahe, was Sie gegen diese "Mietnomaden" tun können. Und die Antwort lautet: am besten Nichts! Es hört sich nämlich schlimmer an als es ist. Meistens sind die Gallen und auch deren Bewohner vollkommen ungefährlich für die Pflanzen. Die Insekten suchen einfach nur ein ruhiges Quartier in dem sich ihr Nachwuchs entwickeln kann. Sollten Sie die Gallen dennoch loswerden wollen, hilft Ihnen die Gartenschere, denn Blätter, Früchte oder einzelne Triebe lassen sich einfach ausschneiden. Nötig ist es allerdings nicht! Bedenken Sie: Jede Gallmücke oder -wespe hat ihren Platz im Kreislauf der Natur. So dient sie anderen Tieren, die in Ihrem Garten ein Zuhause gefunden haben, zum Beispiel als Nahrung – allen voran wichtigen Nützlingen, die Ihnen als Gartenpolizei bei der Eindämmung von echten Pflanzenschädlingen helfen können.

Minierfliegen: Kleine Tunnelbauer mit einer großen Portion Selbstbewusstsein

Manche Insekten zeigen ihr Tagewerk ganz selbstbewusst. Munter fressen sich winzige Minierfliegen unter der Blatthaut von vielen Zier- und Gemüsepflanzen durch. Dabei kümmert die kleinen schwarzen Fliegen nicht im Geringsten, dass Sie als Pflanzenbesitzer ganz genau sehen, was vor sich geht. Ihre serpentinenartigen, hellen Gänge, die kreuz und quer über die Blätter laufen, sind nämlich wirklich nicht zu übersehen. Es scheint fast so, als hätte jemand mit einem Tintenlöscher das Blattgrün entfernt und so ein Muster auf die Blattoberfläche gemalt.

Besonders häufig machen sich die kleinen Insekten in Gewächshäusern oder Frühbeeten breit. Dort haben sie es schön warm und sind gut geschützt vor Regen und Wind. Draußen im Garten treffen Sie Minierfliegen daher seltener an. Nur in wärmeren Regionen verlassen sie im Sommer auch schon mal ihre sichere Unterkunft und "schauen", im wahrsten Sinne des Wortes, über den Tellerrand.

Da es allein in Mitteleuropa ca. 350 bis 500 Arten gibt, haben sich Minierfliegen besonders in der Pflanzenproduktion einen Namen gemacht und gelten mittlerweile in Gärtnereien als einer der bedeutendsten Schädlinge. Entdecken Sie also die auffälligen Tunnel an den Blättern Ihrer Pflanzen, wird es Zeit dem Spiel ein Ende zu bereiten. Denn anders als Insekten, die Gallen an Ihren Pflanzen hinterlassen, können die kleinen Fliegen Ihren grünen Lieblingen wirklich schaden. Beim "Graben" ihrer Gänge zerstören sie das Blattgrün, das zwischen Blattoberhaut und -unterhaut sitzt. Das braucht die Pflanze allerdings unbedingt für die Fotosynthese, die ihr lebenswichtige Energie liefert. Einfach gesagt: Zu viele Gänge auf zu vielen Blättern können für die Pflanze den Tod bedeuten.

Soweit so gut – oder schlecht. Was aber können Sie unternehmen, um den Plagegeistern Einhalt zu gebieten? So viel schon mal vorweg: Auch hier sind Pflanzenschutzmittel der falsche Weg! Die Geheimwaffe heißt, wie so oft, Nützlinge. Vögel, Ameisen oder Schlupfwespen bekommen das Problem im Garten sehr gut in den Griff. Laden Sie sie daher zum Bleiben ein, indem Sie Ihr Grundstück möglichst natürlich gestalten. Naturnahe Gärten bedeuten vor allem "auch mal Fünfe gerade sein zu lassen", damit die Natur Raum bekommt sich zu entwickeln. Durchgestylte, porentief reine Gärten sind dagegen kein Lebensraum, in dem sich Nützlinge wohlfühlen und sind einer Minierfliegenplage meistens schutzlos ausgeliefert. Mit "natürlich" ist übrigens nicht verunkrautet gemeint! Wildkräuter werden von den Insekten gerne als Raststätten auf dem Weg zu ihren bevorzugten Pflanzen benutzt. Weniger Unkraut bedeutet also auch weniger Herbergen für die kleinen Fliegen. Aber manchmal sind die Insekten hartnäckig und nisten sich trotz aller Vorsicht bei Ihnen ein. Dann hilft nur noch durchzugreifen. Alle betroffenen Pflanzen wandern auf schnellstem Weg in die Mülltonne. So hart es auch klingt, durch diesen Schritt können Sie Schlimmeres verhindern. Minierfliegen in der Mülltonne vor dem Haus können eben nicht mehr an eine andere Pflanze umziehen.

Im Gewächshaus helfen schon regelmäßige Sichtkontrollen weiter. Hängen Sie dann auch noch ein paar Gelbtafeln als Frühwarnsystem auf, können sich die Minierfliegen nicht mehr vor Ihnen verstecken. Haben Sie die ersten Gänge in den Blättern Ihrer Pflanzen entdeckt, sollten Sie keine Zeit verlieren. Rigoroses Ausmisten ist jetzt angesagt – alle Pflanzen, die bereits mit den Blattmustern "verziert" wurden, fliegen raus. Nur gesunde Pflanzen oder solche an denen erst wenige Blätter, die sich leicht entfernen lassen, betroffen sind, dürfen bleiben. Mit Rausfliegen ist übrigens wirklich raus gemeint. Der Hausmüll ist auch in diesem Fall der einzig richtige Ort, damit sich die kleinen Fliegen nicht einfach wieder ein neues Zuhause suchen können.

Doch was tun, wenn die Pflanzen im Gewächshaus zu wertvoll zum Wegwerfen sind? In dem Fall greifen Sie wieder auf die Geheimwaffe "Nützlinge" zurück. Schlupfwespen helfen Ihnen im Kampf gegen Minierfliegen gerne weiter – vorausgesetzt Sie reagieren schnell. Fallen Ihnen die ersten Symptome auf, sollten Sie daher den direkten Weg in den Fachhandel einschlagen. Hier können Sie kleine Briefchen kaufen, aus denen die Schlupfwespen nach einigen Tagen schlüpfen. Das funktioniert allerdings nur, wenn die Raumtemperatur mindestens 15 °C beträgt.

Kräuselkrankheit: Wenn junge Pfirsichblätter Blasen werfen

Es gibt doch nichts Schönere, als die Zeit, wenn die Natur nach einem langen Winter wieder erwacht. Überall sprießt und grünt es. Knospen öffnen sich, um Blüten und Blätter endlich freizugeben und von Tag zu Tag kehrt das Leben in den Garten zurück. Wie enttäuschend ist es da, wenn sich die jungen Blätter von Pfirsich-, Nektarinen- oder Aprikosenbäumen schon nach kurzer Zeit kräuseln und rötlich oder gelblich-weiß verfärben? Und was ist der Grund für die Blasenbildung, die Deformierung, ja die Verunstaltung des noch jungen Laubs?

Ein Pilz ist Schuld an der Misere. So einfach, so fatal. Denn mit den Deformierungen ist der Spuk leider noch lange nicht vorbei. Die Kräuselkrankheit sorgt dafür, dass alle Blätter – sagen wir mal alle Blätter, die sich noch am Baum halten konnten – im Mai oder Juni auch noch mit einem weißen Pilzrasen überzogen werden. Und als wäre das alles nicht schon schlimm genug, macht der Pilz manchmal sogar vor Blütenknospen nicht Halt. Auch sie fallen einfach ab und bringen keine Blüten und damit auch keine Früchte mehr hervor.

Doch Ende Juni wendet sich das Blatt plötzlich. Die Bäume treiben neu aus und die neuen Blätter, man mag es kaum glauben, sind gesund. Keine Blasen, keine Verfärbungen, nichts. Sie sehen aus, wie Blätter von Pfirsich-, Aprikosen- und Nektarinenbäumen eben aussehen. Aber leider ist die Krankheit nicht so spurlos an dem Baum vorbeigegangen, wie es scheint. Der Neuaustrieb kostet die Pflanzen viel Kraft, die sie im Sommer eigentlich in andere Aufgaben stecken müssten. In die Entwicklung von Früchten, in das Wachstum oder in die Abwehr von neuen Schädlingen und Krankheiten, zum Beispiel. So fallen Ernten nach dem Ausbruch der Kräuselkrankheit oft mager oder sogar ganz aus und das Wachstum der Pflanzen gerät ins Stocken.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollten Sie handeln. Allerdings ist das leichter gesagt als getan. Das tückische an dem Pilz ist, dass er die Pflanzen schon lange bevor die ersten Blätter sichtbar sind infiziert. Haben Sie also in diesem Jahr oder sogar schon in den vergangenen Jahren die Erfahrung gemacht, dass sich die jungen Blätter zusammenkräuseln, wird es im kommenden Jahr Zeit etwas dagegen zu unternehmen. Und dieses Mal führt kein Weg an einem Pflanzenschutzmittel, genauer gesagt an einem Fungizid, vorbei. Damit das Mittel aber auch wirklich wirken kann und nicht einfach nur die Umwelt belastet, müssen Sie den richtigen Zeitpunkt zum Spritzen kennen.

Sobald das Thermometer zum ersten Mal im neuen Jahr für einige Tage auf 10 °C oder mehr klettert, wird es höchste Zeit für den ersten Spritzgang, denn auf diesen Moment haben die Pilzsporen den ganzen Winter gewartet. Schon die ganze Zeit lauern sie an der Rinde oder direkt an den Knospen bis sich die schützenden Knospenhüllen endlich wenige Millimeter öffnen. Und dann ist es auch schon passiert: Das noch junge Blatt im Inneren ist infiziert. Regnet es zu dieser Zeit auch noch, wird es für die Sporen übrigens noch leichter. Sie nutzen die Regentropfen einfach als Transportmittel und dringen mit dem Wasser in die leicht geöffneten Knospen ein. So wird die Infektion zu einer sicheren Sache!
Wer zu dieser Zeit aber zum Fungizid greift, und das Mittel drei mal im Abstand von jeweils ein bis drei Wochen spritzt, darf hoffen, die Kräuselkrankheit für dieses Jahr zu besiegen.

Ist der richtige Moment zum Spritzen aber erst einmal verpasst, hilft nur noch abwarten. Doch Warten heißt nicht untätig zu sein. Jetzt ist es nämlich wichtig, dass Sie jedes pilzverseuchte Blatt aus dem Garten verbannen. Und das nicht, indem Sie das deformierte Laub auf den Kompost werfen! So würden Sie zum Komplizen des Pilzes werden, da Sie seinen Sporen ein weiteres Zuhause auf Ihrem Grundstück geben. Vom Kompost zurück auf den Pfirsichbaum ist es für die Kräuselkrankheit im nächsten Januar dann nur ein Katzensprung – und das ganze Spiel beginnt von Neuem. Für Blätter, die Symptome der Krankheit zeigen, gibt es deshalb nur einen geeigneten Ort: Ihre Mülltonne! Und um ganz sicher zu gehen, steht die am besten vor dem Haus!

Es geht aber auch einfacher. Wie so oft, ist auch bei dieser Krankheit Vorsicht besser als Nachsicht. Mit der richtigen Pfirsichsorte in Ihrem Garten kann die Kräuselkrankheit Ihren Bäumen nämlich nicht gefährlich werden. Da gelbe Pfirsiche häufig von der Krankheit heimgesucht werden, pflanzen Sie lieber die weniger anfälligen weiß- oder rotfleischigen Sorten. Versuchen Sie es doch zum Beispiel einmal mit 'Benedicte','Revita' oder dem 'Roten Weinbergpfirsich'. Alle drei sind robuster, wenn es um die lästige Pilzerkrankung geht. Merken Sie sich daher: Die Wahl einer unempfindlicheren Pfirsichsorte ist beim Kampf gegen die Kräuselkrankheit schon einmal die halbe Miete!

Die andere Hälfte ist der richtige Pflanzplatz. Wenn Sie einmal darüber nachdenken, in welchen Ländern die leckeren Vitaminbomben normalerweise wachsen, kommen Sie schnell darauf, dass Pfirsiche Kälte nicht besonders mögen. Liegt Ihr Garten also nicht in einer Region, die von milden Wintern und warmen Sommern geprägt ist, suchen Sie sich besser eine andere Obstsorte aus. Nur in Weinbauregionen oder am Niederrhein haben die wärmeliebenden Bäume die Chance zu wachsen und ihre aromatischen Früchte zu entwickeln – und auch dort nur solange sie geschützt in der Nähe von Hauswänden und sonnig genug stehen. Mittelgebirge oder windige Küsten stehen bei ihnen dagegen nicht hoch im Kurs. An diesen Orten haben es sogar unempfindliche Sorten wie 'Benedicte' und Co. schwer sich gegen die Kräuselkrankheit zu wehren.

Fazit: Giftige Pflanzenschutzmittel sind nur selten der richtige Weg

Es gibt in der Natur viele auffällige Erscheinungen, die sich bei näherer Betrachtung aber als vollkommen harmlos herausstellen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie sich immer erst über die Ursache der Auffälligkeiten informieren, anstatt gleich zum vernichtenden Schlag durch Gifte auszuholen. Manche Insekten machen zwar auf sich aufmerksam, schaden den Pflanzen aber nicht. Andere, wie Minierfliegen, lassen sich sehr gut mit Nützlingen in den Griff bekommen. Übrig bleibt letztendlich nur ein geringer Teil an Pflanzenkrankheiten oder -schädlingen, die einen gezielten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln rechtfertigen. Die Kräuselkrankheit am Pfirsich ist eine von ihnen.

Beherzigen Sie diese Worte, helfen Sie mit, den Einsatz von Giften in der Natur zu reduzieren!



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