Weinraute anbauen bereichert jeden Kräutergarten – das Rautengewächs mit dem botanischen Namen Ruta graveolens liefert junge, zarte Blätter mit einem überaus starken Aroma. Wegen ihrer intensiven Würzkraft ist sie mit Vorsicht zu verwenden, denn schon wenig genügt, um Suppen, Soßen und Salate geschmacklich aufzuwerten. Eine echte Aalsuppe ist ohne Weinraute geradezu undenkbar.
Aussaat und Standort der Weinraute
Die Aussaat der Weinraute nimmst du im April auf einem Saatbeet vor. Später pflanzt du die Setzlinge in einem Abstand von 30 × 40 cm an eine Stelle in die Kräuterecke oder in den Steingarten, wo sie gleichzeitig mithilft, leere Stellen zu füllen. Weinraute bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit durchlässigem, eher kalkhaltigem Boden. Als ausdauernde Staude kommt sie alljährlich wieder und lockt während der Blüte viele Bienen in den Garten. Die Pflanze wird etwa 50 bis 80 cm hoch und bildet mit der Zeit einen kompakten, buschigen Wuchs. Staunässe verträgt sie nicht, weshalb auf schweren Böden eine Drainage empfehlenswert ist. Im Winter ist Weinraute in der Regel ausreichend frosthart.
Verwendung in Küche und Kräuteressig
Die jungen, zarten Blätter der Weinraute geben ein starkes Aroma und werden zu Suppen und Soßen gern benutzt. Wegen der überaus starken Würzkraft solltest du sie sparsam dosieren. Weinraute darf in keinem Kräuteressig fehlen, macht Salate würziger und schmackhafter, und eine echte Aalsuppe ist ohne sie geradezu undenkbar. Auch als Würze zu Fleischgerichten wird Weinraute gern gebraucht. Feingehackt als Belag aufs Butterbrot ist das frische Kraut appetitlich und nahrhaft. Die Blätter solltest du möglichst frisch verwenden, da sie beim Trocknen einen Teil ihres Aromas verlieren. Beim Umgang mit der Pflanze ist Vorsicht geboten, da der Pflanzensaft bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen kann, besonders bei Sonneneinstrahlung.
Häufig gestellte Fragen
Warum muss Weinraute so sparsam dosiert werden?
Weinraute besitzt eine überaus starke Würzkraft, die bei zu hoher Dosierung den Geschmack eines Gerichts überdecken kann. Schon wenige Blättchen reichen aus, um Suppen, Soßen und Salate geschmacklich aufzuwerten. Zudem kann der Pflanzensaft bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen.
Für welche Gerichte eignet sich Weinraute besonders gut?
Weinraute ist ein klassisches Gewürz für Aalsuppe, Kräuteressig und Fleischgerichte. Auch in Salaten und auf dem Butterbrot feingehackt entfaltet sie ihr unverwechselbares Aroma. In der norddeutschen Küche gilt sie als unverzichtbare Zutat.