Zitronengras anbauen gelingt am besten im Topf auf dem Fensterbrett oder auf dem Balkon: Die waermeliebende Pflanze aus den Tropen braucht viel Licht und Waerme und muss frostfrei ueberwintert werden. Bei guter Pflege und frostfreier Ueberwinterung an einem hellen Standort wird die Pflanze mehrere Jahre alt und liefert zuverlaessig frische Blaetter fuer die asiatische Kueche.
Botanik und Herkunft des Zitronengrases
Zitronengras (Cymbopogon citratus) ist ein tropisches Gras aus der Familie der Suessgrasgewaechse (Poaceae) und stammt urspruenglich aus Suedostasien. Die Pflanze bildet dichte Horste aus langen, schmalen, hellgruenen Blaettern, die einen intensiven Zitronenduft verstromen. In ihrer Heimat wird Zitronengras bis zu 1,5 m hoch, in unseren Breiten bleibt es im Topf deutlich kleiner. Das charakteristische Zitronenaroma stammt von dem aetherischen Oel Citral, das in allen Pflanzenteilen enthalten ist. Zitronengras ist in der asiatischen Kueche, besonders in der thailaendischen und vietnamesischen Kueche, unverzichtbar. Es kann aus Samen auf der Fensterbank selbst angezogen werden.
Standort, Pflege und Ueberwinterung
Am besten zieht man Zitronengras im Topf auf dem Fensterbrett und stellt die waermeliebende Pflanze im Sommer ins Freie. Ein sonniger, warmer Standort ist ideal. Der Boden sollte naehrstoffreich und gut drainiert sein. Geduengt wird von Mai bis September alle zwei Wochen mit einem fluessigen Kraeuterdunger. Regelmaessiges Giessen ist wichtig, Staunaesse sollte jedoch vermieden werden. Im Herbst, wenn die Temperaturen unter 10 Grad Celsius fallen, muss Zitronengras ins Haus geholt werden. Es ueberwintert am besten an einem hellen, frostfreien Standort bei Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius. Gegossen wird im Winter sehr sparsam. Im Fruehjahr kann die Pflanze geteilt und vermehrt werden.
Ernte und Verwendung in der Kueche
Geerntet werden nur die frischgruenen Blaetter des Grases. Man schneidet sie direkt zum Gebrauch und gibt sie kurz vor dem Ende der Garzeit an das jeweilige Gericht. Den unteren, weissen Teil des Stangels verwendet man fuer Curries, Suppen und Marinaden, die Blaetter fuer Tees und Aufguesse. Zitronengras verleiht asiatischen Gerichten wie Thai-Curry, Tom-Kha-Gai-Suppe und Marinaden ein frisches, zitroniges Aroma. Es passt auch zu Fisch, Meeresfruechten und Gefluegel. Als Tee aufgebrueht wirkt Zitronengras beruhigend und verdauungsfoerdernd. Getrocknetes Zitronengras verliert viel Aroma, frisch oder eingefroren ist es am besten.
Gaertner Poetschkes Tipp: Stelle Zitronengras im Sommer an einen sonnigen Platz auf dem Balkon und hole es im Herbst rechtzeitig ins Haus. An einem hellen, frostfreien Standort wird die Pflanze mehrere Jahre alt.
Häufig gestellte Fragen
Kann man Zitronengras aus dem Supermarkt einpflanzen und zum Wachsen bringen?
Ja, das funktioniert oft gut. Dazu die Stiele des Zitronengrases in ein Glas Wasser stellen und an einen hellen, warmen Platz stellen. Nach einigen Wochen bilden sich Wurzeln, dann kann die Pflanze in Erde eingepflanzt werden. Am besten gelingt es mit frischen, noch nicht zu stark getrockneten Stielen.
Wie verwende ich Zitronengras in der Kueche und welche Teile sind essbar?
Der untere, weisse bis hellgruene Teil des Stangels ist am aromatischsten und wird fuer Curries, Suppen und Marinaden verwendet. Er wird entweder fein gehackt oder als ganzer Stangel mitgekocht und vor dem Servieren entfernt. Die gruenen Blaetter eignen sich fuer Tees und Aufguesse.