Viruserkrankungen bei Gemüse und Zierpflanzen

Viren können ganze Gemüseernten vernichten und Zierpflanzen dauerhaft schädigen. Wer weiß, welche Pflanzen besonders gefährdet sind, kann gezielt vorbeugen und bei ersten Symptomen sofort handeln.

Häufige Viruserkrankungen bei Gemüse

Weitverbreitete Viruserkrankungen finden sich bei einigen Gemüsearten. Beispiele sind der Gurkenmosaikvirus, der Tomatenmosaikvirus oder der Bronzefleckenvirus bei Tomaten. Diese Viren werden meist durch saugende Insekten wie Blattläuse übertragen und können ganze Bestände befallen. Besonders tückisch: Die Symptome zeigen sich oft erst, wenn die Übertragung bereits auf Nachbarpflanzen erfolgt ist.

Virusbefall bei Zierpflanzen

Bei Chrysanthemen, Dahlien, Lilien, Pelargonien, Petunien oder Rosen verursachen Viren fleckige Blätter. Bei Hortensien, Pelargonien und Tulpen werden die Blätter gelb, kräuseln sich und rollen sich auf. Auch im Obstbau sind Viruserkrankungen bekannt. Bleibt es bei Veränderungen der Farbe, handelt es sich meist um harmlose Viruserkrankungen. Es gibt aber auch Viren, die Triebspitzen vertrocknen lassen und ganze Pflanzen zum Absterben bringen.

Gaertner Poetschkes Tipp: Kaufe zertifiziertes, virusfreies Pflanzgut – besonders bei Erdbeeren, Kartoffeln und Zwiebeln. Zertifiziertes Saatgut und Pflanzgut sind die beste Vorbeugung gegen Viruserkrankungen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Gemüsepflanzen sind besonders anfällig für Viruserkrankungen?

Besonders häufig betroffen sind Gurken (Gurkenmosaikvirus), Tomaten (Tomatenmosaikvirus, Bronzefleckenvirus) sowie Paprika und Zucchini. Blattläuse sind die häufigsten Überträger.

Was tun, wenn Rosen virusbefallene Blätter zeigen?

Befallene Pflanzen sofort aus dem Beet entfernen und vernichten. Eine Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln ist bei Viruserkrankungen nicht möglich. Blattläuse als Überträger konsequent bekämpfen.

Gärtnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 224

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