Unterirdische Schädlinge: Engerlinge, Drahtwürmer und Co.

Unterirdische Schädlinge wie Engerlinge, Drahtwürmer und Wurzelläuse sind besonders gefährlich, weil sie im Verborgenen wirken und oft erst erkannt werden, wenn die Pflanze bereits stark geschädigt ist.

Warum unterirdische Schädlinge so gefährlich sind

Unterirdisch aktive Schadorganismen erkennt man in der Regel erst, wenn es schon zu spät ist und bereits Schaden angerichtet wurde. Oft sind einige dieser Schädlinge schuld daran, dass Pflanzen nur langsam und kümmerlich wachsen, andere fressen in Windeseile den ganzen Wurzelbereich ab, dann verwelken die Pflanzen sehr schnell und gehen ein. Die im Boden lebenden Schädlinge vermehren sich leichter und sind wesentlich schwieriger zu bekämpfen als oberirdische Schädlinge.

Häufige unterirdische Schädlinge

Zu den häufigsten unterirdischen Schädlingen gehören Engerlinge (Larven des Maikäfers und Junikäfers), Drahtwürmer (Larven des Schnellkäfers), Wurzelläuse und Nematoden. Engerlinge fressen Wurzeln und können ganze Rasenflächen und Beete vernichten. Drahtwürmer sind aufgrund ihrer harten Haut besonders widerstandsfähig und schwer zu bekämpfen. Wurzelläuse leben ständig oder zeitweise unter der Erde und gehören zu den Blattläusen.

Gärtner Poetschkes Tipp: Graben Sie beim Umgraben des Beetes im Herbst und Frühjahr gezielt nach Engerlingen und Drahtwürmern. Vögel fressen diese Schädlinge gerne – lassen Sie Amseln und Stare beim Umgraben in Ruhe arbeiten.

Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich Engerlingschäden im Rasen?

Typisch sind braune, abgestorbene Flecken im Rasen, die sich leicht abheben lassen, da die Wurzeln abgefressen wurden. Graben Sie an den Rändern der Schadstellen nach – dort finden Sie oft die weißen, C-förmigen Engerlinge.

Wie bekämpfe ich Drahtwürmer im Gemüsebeet?

Drahtwürmer sind schwer zu bekämpfen. Regelmäßiges Umgraben und Absammeln hilft. Nützlinge wie Nematoden (Steinernema feltiae) können eingesetzt werden. Vermeiden Sie Standorte mit bekanntem Drahtwurmbefall für empfindliche Gemüsepflanzen.

Gärtnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 232

Verwandte Artikel