Luftfeuchtigkeit und Temperatur beeinflussen das Pflanzenwachstum entscheidend – sowohl zu trockene als auch zu feuchte Luft kann irreparable Schäden verursachen. Wer die Zusammenhänge kennt, kann gezielt gegensteuern.
Trockene und feuchte Luft als Schadursachen
Trockene, warme Luft führt zu Welke: Die Blätter vertrocknen, Knospen werden abgeworfen. Zu feuchte Luft leistet dagegen dem Befall mit Pilzkrankheiten wie Grauschimmel Vorschub. Auch plötzlich auftretende Temperaturschwankungen können zu Schäden führen. Bei zu hohen Temperaturen und starker Sonnenbestrahlung können Pflanzen einen Sonnenbrand bekommen.
Temperatur und Keimung
Eine besondere Rolle bei der Keimung spielt die Temperatur. Bohnen keimen in manchen Jahren sehr schlecht, weil die Mindestbodentemperatur nicht erreicht wird oder Regen in der Keimzeit den Boden abkühlt. Auch Zuckererbsen, Markerbsen sowie die meisten Blumenarten reagieren empfindlich auf zu niedrige Temperaturen. Andererseits sind auch zu hohe Temperaturen der Keimung nicht zuträglich: Stiefmütterchen können bei einer Bodentemperatur über 14 °C nicht richtig keimen. Jede Pflanze hat einen idealen Temperaturbereich für Keimung und Wachstum – weichen die Bodentemperaturen stark davon ab, verschlechtert sich das Keimergebnis erheblich.
Standort und Licht
Der Pflanzenstandort ist genauso wichtig für eine gute Entwicklung. Sonnenkinder im Vollschatten werden nur schwerlich gedeihen, auf der anderen Seite kämpfen Schattenpflanzen auf vollsonnigen Plätzen ebenso erfolglos ums Überleben. In kühlen, regnerischen Jahren werden Sonnenkinder auch bei bester Pflege nicht gedeihen.
Gärtner Poetschkes Tipp: Prüfen Sie vor der Aussaat die Bodentemperatur mit einem einfachen Bodenthermometer. Viele Gemüsearten keimen erst zuverlässig ab einer Mindesttemperatur von 10–12 °C.
Häufig gestellte Fragen
Warum keimen meine Bohnen trotz Aussaat nicht?
Bohnen benötigen eine Mindestbodentemperatur von etwa 10–12 °C. Ist der Boden zu kalt oder wurde er durch Regen abgekühlt, verzögert sich die Keimung erheblich oder bleibt ganz aus.
Wie erkenne ich Sonnenbrand bei Gartenpflanzen?
Sonnenbrand zeigt sich als helle, ausgebleichte oder braune Flecken auf den Blättern, die meist an der der Sonne zugewandten Seite auftreten. Besonders empfindlich sind frisch umgetopfte oder neu eingepflanzte Pflanzen.