Nutzgarten heute: Warum selbst anbauen lohnt

Immer mehr Menschen entdecken den Nutzgarten als Quelle der Gesundheit und Lebensfreude wieder. Während früher der Garten vor allem der Ernährung der Familie diente, geht es heute um frische Qualität, Geschmack und die Freude am eigenen Anbau. Gepflanzt wurden damals Kartoffeln, Kohl und Rüben, im Obstgarten standen Apfel- und Birnbäume – eben alles, was satt machte und möglichst gut einzulagern war. Heute liegt der Schwerpunkt auf knackigen Salaten, aromatischen Kräutern und sonnengereiften Tomaten.

Im Detail

Die Zeiten ändern sich – und wir uns mit ihnen. Früher diente der Garten mit seinem Obst- und Gemüseanbau der Ernährung der Familie. Gepflanzt wurden Kartoffeln, Kohl und Rüben, im Obstgarten standen Apfel- und Birnbäume, eben alles, was satt machte und möglichst gut einzulagern war. Heute dagegen sind frisches Obst und alle Gemüse jederzeit im Supermarkt verfügbar – und nicht nur das, es gibt auch vieles bereits fix und fertig zubereitet: Gemüse in Dosen, in Folien eingeschweißte Kuchen und tiefgefrorene Fertiggerichte, das scheint so praktisch und macht auch kaum noch Arbeit. Statt im Garten zu „schuften“, kann man jetzt im grünen Reich einfach nur seine Freizeit genießen: Ein Stückchen Rasen, einige Sträucher und ein paar Blumenbeete – das macht nicht allzu viel Arbeit und sieht hübsch aus. Doch mittlerweile haben viele Menschen den Nutzgarten als Quelle der Gesundheit und Lebensfreude wiederentdeckt, manche sind Fertiggerichte aus dem Supermarkt einfach leid und wollen wieder erfahren, wie gartenfrisches Obst und Gemüse schmeckt. Andere haben einfach Freude daran, zu sehen, wie ihre Nahrung wächst und gedeiht, oder sie wollen seltene Gemüsesorten ausprobieren, die es so nicht zu kaufen gibt. Wieder andere möchten Obst und Gemüse ernten, das frei ist von chemischen Düngern und Pflanzenschutzmitteln. Besonders junge Familien haben den verständlichen Wunsch, gesundes Obst und Gemüse aus eigenem Anbau zu genießen, denn frischer, gesünder und preiswerter als aus dem eigenen Garten kann es nicht sein. Gute, frische Qualität kostet zudem bares Geld, das du sparst, wenn du Obst und Gemüse selbst ziehst. Übrigens auch eine gute Gelegenheit, Kinder spielerisch mit der Gartenarbeit vertraut zu machen, denn wie heißt es: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Allen gemeinsam ist die Freude am Gärtnern, die Anbau, Ernte und Zubereitung zu einem besonderen Ereignis macht. So wird der Garten vielerorts wieder mehr und mehr zu dem, was er einmal war: Er dient der Versorgung mit gesunden Lebensmitteln und der Steigerung von Lebensqualität und Freude. Doch etwas hat sich tatsächlich geändert: Heute müssen wir uns nicht mehr allzu sehr plagen, um dem Boden Früchte abzuringen, denn wir verfügen über moderne Methoden, neue widerstandsfähige und gegen Krankheiten und Schädlinge resistente Pflanzensorten sowie über Hilfsmittel wie Folien, Gewächshäuser und Kraft sparende Werkzeuge. Auch ziehen wir heute nicht nur Kartoffeln, Rüben und Kohl, inzwischen liegt der Schwerpunkt vielmehr auf frischen, knackigen Salaten, aromatischen Kräutern und leckerem Fruchtgemüse. Schließlich steht kaum ein Gemüse bei Gärtnern höher im Kurs als sonnengereifte Tomaten aus eigenem Anbau! Und auch im Obstgarten wachsen nicht mehr nur Äpfel und Birnen – mit Kiwis, Feigen und verschiedenen köstlichen Beerenarten aus Asien und Amerika bereichern exotische Früchte heute unsere Gärten und bringen Abwechslung auf den Tisch.

Gaertner Poetschkes Tipp: Beginne mit pflegeleichten Kulturen wie Tomaten, Zucchini und Salat – sie wachsen zuverlässig und belohnen dich schon im ersten Jahr mit reicher Ernte. So erlebst du schnell Erfolgserlebnisse und bekommst Lust auf mehr!

Häufig gestellte Fragen

Warum lohnt sich ein eigener Nutzgarten?

Im eigenen Garten weißt du genau, was du isst: kein Pestizideinsatz, frische Ernte direkt vom Beet und der unvergleichliche Geschmack selbst gezogener Lebensmittel. Außerdem macht Gärtnern Freude, hält fit und spart bares Geld.

Ist Gemüse aus dem Supermarkt schlechter als selbst angebautes?

Supermarktgemüse ist oft lange transportiert und gelagert, wodurch Vitamine und Aromen verloren gehen. Selbst angebautes Gemüse kannst du erntefrisch verarbeiten – so bleiben alle wertvollen Inhaltsstoffe und der volle Geschmack erhalten.

Gaertner Poetschkes Grosses Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

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