Stangensellerie gehört zu den Gemüsearten mit besonders langer Kulturdauer – von der Aussaat bis zur Ernte vergehen oft fünf bis sechs Monate. Doch die Geduld lohnt sich: Die knackigen, aromatischen Stangen bereichern Salate, Suppen und Snackteller und liefern wertvolle Vitamine und Mineralstoffe. Mit der richtigen Pflege und einem nährstoffreichen Boden gelingt der Anbau auch im Hausgarten problemlos.
Vorkultur, Pflanzung und Standort
Stangensellerie (Apium graveolens var. dulce) benötigt eine lange Vegetationszeit und wird daher ab Februar oder März im Haus vorgezogen. Die Samen sind Lichtkeimer und werden nur leicht mit Erde bedeckt. Nach den Eisheiligen kannst du die Jungpflanzen ins Freiland pflanzen, der Pflanzabstand beträgt 30 x 40 cm. Stangensellerie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit nährstoffreichem, feuchtem Boden. Als Starkzehrer benötigt er regelmäßige Düngung mit einem stickstoffbetonten Dünger. Gute Nachbarn im Beet sind Tomaten, Buschbohnen und Kohl.
Pflege, Bleichen und Ernte
Stangensellerie muss regelmäßig und gleichmäßig gegossen werden, da Trockenstress zu hohlen, bitteren Stangen führt. Für besonders zarte, milde Stangen werden die Pflanzen gebündelt und mit Pappe oder Folie umwickelt, um die Stangen vor Licht zu schützen – dieser Vorgang heißt Bleichen. Geerntet werden die äußeren Stangen ab August, wenn sie eine Länge von 30 cm erreicht haben. Die Ernte kann bis in den Herbst fortgesetzt werden. In der Küche eignet sich Stangensellerie roh als Snack, in Salaten, Suppen und Eintöpfen sowie als Würzgemüse.
Gaertner Poetschkes Tipp: Bündele die Stangen des Stangenselleries etwa drei Wochen vor der Ernte und umwickle sie mit Pappe oder Folie – das Bleichen macht die Stangen zarter, milder und weniger bitter.
Häufig gestellte Fragen
Wann wird Stangensellerie geerntet?
Stangensellerie kann ab August geerntet werden, wenn die äußeren Stangen eine Länge von etwa 30 cm erreicht haben. Die Ernte kann bis in den Herbst fortgesetzt werden, indem du immer die äußeren Stangen abbrichst.
Was bedeutet Bleichen beim Stangensellerie?
Beim Bleichen werden die Stangen des Stangenselleries mit Pappe oder Folie umwickelt, um sie vor Licht zu schützen. Dadurch werden die Stangen zarter, milder im Geschmack und weniger bitter – ideal für den rohen Verzehr.