Zitronengras anbauen und pflegen

Mit der Lust auf asiatische Küche haben auch exotische Kräuter ihren Einzug in unsere Gärten gehalten. Zitronengras (Cymbopogon citratus) gehört zu den beliebtesten: Die bis 120 cm hoch wachsende, nicht frostharte Pflanze lässt sich im Topf kultivieren und liefert das ganze Jahr über fruchtig-würzige Blätter. Mit dem richtigen Standort und nährstoffreichem Substrat wächst Zitronengras üppig und aromatisch.

Standort und Kultivierung von Zitronengras

Zitronengras gedeiht am besten an einem vollsonnigen, warmen Standort. Die bis 120 cm hoch wachsende, nicht frostharte Pflanze kannst du im Topf kultivieren und stellst dann jederzeit ihre fruchtig-würzigen Blätter bereit. Das Substrat sollte nährstoffreich, humos und nicht zu trocken sein. Wähle einen ausreichend großen Kübel, damit sich die Wurzeln gut entwickeln können. Bei Hitze und Trockenheit solltest du das Zitronengras regelmäßig gießen, Staunässe ist jedoch unbedingt zu vermeiden. Im Frühjahr verabreichst du einen Volldünger, um das Wachstum anzuregen und die Aromabildung zu fördern.

Ernte und Verwendung in der Küche

Frische Blätter kannst du den ganzen Sommer über nach Bedarf ernten. Schneide die äußeren Blätter bodennah ab, damit die Pflanze von innen heraus weiterwachsen kann. Besonders aromatisch sind die unteren, verdickten Stängelteile, die in der asiatischen Küche für Currys, Suppen und Wokgerichte verwendet werden. Die Blätter eignen sich frisch oder getrocknet für Tees und zum Würzen. Wenn du Zitronengras vermehren möchtest, kannst du ältere Pflanzen im Frühjahr oder Herbst gut teilen und dadurch gleichzeitig verjüngen. Auch die Anzucht aus Samen ist möglich: Bedecke die Samen gar nicht oder nur ganz dünn mit Erde und halte die Saat bis zur Keimung gleichmäßig feucht.

Überwinterung und Vermehrung

Da Zitronengras nicht frosthart ist, muss es vor dem ersten Frost ins Haus geholt werden. Am besten überwintert die Pflanze hell und kühl bei 10–15 °C, zum Beispiel auf einem hellen Fensterbrett, im Wintergarten oder in einem kühlen Treppenhaus. Schneide die Blätter vor dem Einräumen auf etwa 20 cm zurück, damit die Pflanze Kraft spart und kompakter bleibt. Während der Überwinterung gießt du nur mäßig, sodass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet. Ab Mai, wenn kein Frost mehr droht, kannst du das Zitronengras wieder ins Freie stellen. Ältere Pflanzen lassen sich im Frühjahr oder Herbst durch Teilung vermehren, wodurch du gleichzeitig kräftige, vitale Jungpflanzen erhältst.

Gaertner Poetschkes Tipp: Schneide die Blätter vor dem Einräumen zur Überwinterung auf etwa 20 cm zurück – so spart die Pflanze Kraft und bleibt kompakt. Ein heller, kühler Standort bei 10–15 °C ist ideal.

Häufig gestellte Fragen

Wie überwintert man Zitronengras richtig?

Zitronengras ist nicht frosthart und muss vor dem ersten Frost ins Haus geholt werden. Am besten überwintert es hell und kühl bei 10–15 °C, zum Beispiel auf einem hellen Fensterbrett oder im Wintergarten. Schneide die Blätter vorher auf etwa 20 cm zurück und gieße während der Überwinterung nur mäßig.

Kann man Zitronengras auch in Deutschland im Freien anbauen?

Zitronengras gedeiht in Deutschland nur als Kübelpflanze, da es nicht frosthart ist. Im Sommer kannst du den Topf an einen vollsonnigen, warmen Platz ins Freie stellen, musst ihn aber vor dem ersten Frost wieder ins Haus holen.

Gärtner Pötschkes Neues Großes Gartenbuch – Band II: Gemüse und Kräuter (2011)

Seiten: 347

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