Bohnen anbauen und pflegen

Wir unterscheiden Stangenbohnen und Buschbohnen. Stangenbohnen werden an Stangen gezogen und können bis zum Herbst geerntet werden, während Buschbohnen kurzlebiger sind und nur ein begrenztes Wachstum haben.

Sorten und Standort

Wir unterscheiden Stangenbohnen und Buschbohnen. Stangenbohnen werden an Stangen gezogen und können bis zum Herbst geerntet werden, während Buschbohnen kurzlebiger sind und nur ein begrenztes Wachstum haben. Bohnen werden auf den Beeten angebaut, die vor drei Jahren mit Stallmist gedüngt wurden. Im Januar oder Februar gibst du eine Düngung von 40 g 40%igem Kali und 50 g Thomasmehl pro qm auf das für Bohnen bestimmte Land. Konnte diese Düngung nicht ausgeführt werden, streust du drei Wochen vor der Aussaat, also Mitte April, 80 g Patentkali und 60 g Superphosphat je qm. Nach dem Ausstreuen wird flach untergehackt. Eine Stickstoffdüngung ist nicht angebracht, weil die Bohnen Stickstoffsammler sind. Die sich an den Wurzeln bildenden Knöllchenbakterien sammeln den nötigen Stickstoff aus der Luft. Stangenbohnen: Auf dem Beet werden zwei Reihen Stangen schräg gegeneinander gestellt und oben durch eine Längsstange verbunden. Die Entfernung der Stangen in der Reihe beträgt 60 cm, die Reihen voneinander 70 cm. Um jede Stange werden in einem Kreis von ungefähr 25 cm Durchmesser fünf bis sechs Bohnen 3 cm tief gelegt. 100 g Saat reichen für 40 bis 50 Stangen je nach Größe des Korns. Sind die Bohnen so groß, dass sie ranken wollen, musst du durch vorsichtiges Anlegen an die Stange nachhelfen, wenn sie diese nicht finden können. Beachte dabei, dass sie entgegen dem Uhrzeigerlauf ranken. Bohnen sind gegen kühle Witterung sehr empfindlich. Die Tagestemperatur soll zwischen 12 und 18 Grad liegen. Niedrigste Bodentemperatur, die eine Keimung überhaupt ermöglicht, ist plus 10 Grad. Daraus ist zu ersehen, dass Bohnen, die zu zeitig gelegt worden sind, wohl quellen, aber nicht zum Keimen kommen. Die Folge davon ist, dass sie im Boden verfaulen. Die Schuld wird dann meist dem Samen zugeschoben. Darum, Gartenfreund, merke dir: Bohnen dürfen nie vor dem 9. Mai gelegt werden. In der Regel ist um diese Zeit der Boden genügend warm, die Saat kann quellen und wird nach den Eisheiligen, wenn keine Nachtfröste mehr zu befürchten sind, aufgehen. Bei Stangenbohnen musst du erst die Stangen stecken und dann die Saat legen. Oft wird es umgekehrt und damit umständlicher gemacht. Der 15. Juli sollte als letzter Stichtag für die Aussaat der Späternte gelten, denn man rechnet je nach Sorte 75 bis 100 Tage Wachstumszeit bis zum ersten Pflücken. Im Sommer ist außer dem Hacken keine besondere Pflege nötig. Bei anhaltender Trockenheit muss gegossen werden, weil sonst die Blüten leicht abfallen. Buschbohnen: Um Buschbohnen auszusäen, ziehst du auf einem Beet von 1,20 m Breite drei Rillen von 5 cm Tiefe. In diese werden die Buschbohnen in Häufchen zu je vier Stück mit 40 cm Abstand gelegt. Nach dem Bedecken der Saat wird diese besonders fest angedrückt, denn Buschbohnen müssen allseitig fest mit Erde umschlossen sein. Verkrustet durch einen Gewitterregen der Boden, musst du die Kruste vorsichtig hacken. Sind die Bohnen groß genug, werden sie angehäufelt. Beim Pflücken kann man oft sehen, dass die Bohnen mehr abgerissen als gepflückt werden. Das ist nicht richtig. Darum hält man den Stängel fest, damit die flachwurzelnde Pflanze nicht gelockert wird und vorzeitig aufhört zu tragen. Bei günstiger Witterung muss jeden zweiten oder dritten Tag durchgepflückt werden. Buschbohnen legt man von Mai bis Mitte Juli. Je später aber die Aussaat gemacht wird, umso schneller wachsende Sorten muss man wählen. 100 g Saat reichen je nach Größe des Korns für ein Beet von 8 bis 12 m Länge. Sorten: Das Angebot an Bohnensorten ist sehr groß. Ich erachte es für angebracht, dass der Kleingärtner nicht nur den Anbau, sondern auch die Sorten und ihre Eigenschaften kennen muss, um die für seine Lage geeigneten wählen zu können. Über neue Sorten kannst du dich in den aktuellen Fachkatalogen informieren. Als gute Stangenbohnensorten möchte ich die folgenden bezeichnen: Stangenbohnen, grünhülsige „Marga“, ohne Fäden, geschützte Sorte. Besonders ertragreich und wuchsfreudig. Lange, dickfleischige Hülsen, brennfleckenresistent. Für Früh- und Sommeranbau. Korn: weiß. „Neckarkönigin“, ohne Fäden, dickfleischige, lange (bis zu 28 cm) Bohnen, die sehr gerade wachsen und besonders zart bleiben. Die Hülsen hängen in Rispen bis zu 6 Stück. Neckarkönigin ist eine mittelspäte Sorte, die besonders ertragreich ist. Wachstumszeit etwa 50 bis 60 Tage. Weißes Korn. „Blauhilde“, ohne Fäden, Korn braun, eine neue, sehr empfehlenswerte Sorte. Die Hülsen sind sehr fleischig, saftig und von dunkelvioletter Farbe. Beim Kochen werden die Bohnen grün. Der Geschmack ist hervorragend, denn sie hat meines Erachtens den intensivsten Bohnengeschmack. Der Ertrag ist als an erster Stelle stehend zu bezeichnen. Die Widerstandsfähigkeit ist sehr groß. Sie ist daher auch für rauhere Lagen geeignet. Gelbhülsige Stangen-Wachsbohnen „Wachs-Goldelfe“, sehr zarte, flachovale, etwa 18 cm lange Hülsen von goldgelber Farbe. Besonders ertragreiche Sorte von hohem, kräftigem Wuchs, auch zur Konservierung bestens geeignet. Korn: weiß. Prunkbohnen, Feuerbohnen, arabische, türkische oder Wollbohnen: Diese Art ist eine robuste

Aussaat und Pflanzung

und widerstandsfähige, sich durch ihren Blütenreichtum und die Blütenfarbe auszeichnende Bohne. Weiße, leuchtendrote oder zweifarbige Blüten überdecken zierend die Ranke. Aber auch als Speisebohne ist sie zu verwenden. Wo andere Bohnen versagen, können Feuerbohnen noch angebaut werden, so z. B. in höheren Lagen. Die Hülsen sind rau und von besonders kräftigem Geschmack, müssen aber, da sie schnell hart werden, so jung wie möglich gepflückt werden. Sorten: „Preisgewinner“ ist die beste, reichtragende Prunkbohne und erreicht eine riesige Schotenlänge von 40 cm und darüber. Ihre Blütenfarbe ist rot, das Korn schwarzmarmoriert. Sehr hochwachsende Stangenbohne. In den aktuellen Samenkatalogen kannst du dich über weitere Sorten informieren. Buschbohnen: Von den Buschbohnen sind für den Hausgarten die nachfolgenden Sorten am besten geeignet. Grünhülsige „Saxa“, ohne Fäden, Korn gelb, als eine der besten fadenlosen Frühsorten zu empfehlen. Bei meinen früheren, mehrjährigen Anbauversuchen mit 70 und mehr Sorten stellte sich „Saxa“ in Bezug auf Wert, Frühe und Ertrag immer an die Spitze. Wegen ihrer Schnellwüchsigkeit ist sie noch zur Juli-Aussaat besonders zu empfehlen. „Hinrichs Riesen“, ohne Fäden. Überreich tragende, widerstandsfähige, hochstaudige Sorte. Sehr lange zartbleibend und mittelfrüh. Gehört unbedingt mit zu den bewährtesten Spitzensorten. „Primel“, ohne Fäden. Die Spitzensorte der letzten Jahre! Frühreifende Bohne mit geraden, runden, ca. 18 bis 20 cm langen, sehr fleischigen, dunkelgrünen, fadenlosen Hülsen. Zart und wohlschmeckende Brechbohne mit braunem Korn. „Admires“, ohne Fäden. Frühreifende Schwertbohne mit 17 bis 19 cm langen und 2 bis 3 cm breiten Hülsen, die sich leicht pflücken lassen. Reichtragende Sorte mit weißem Korn. Wachsbohnen: „Beste von Allen“, ohne Fäden, Korn weiß mit schwarzem Nabelfleck, sehr ertragreich, widerstandsfähig, Hülse goldgelb und rund, gegen Rost und Brennfleckenkrankheit ziemlich unempfindlich, hat alle Eigenschaften einer guten Bohne. „Frühe dickfleischige Wachs“, eine goldgelbe Bohne ohne Fäden, die den Namen nicht umsonst trägt. Reichtragend. Korn: weiß. Die Widerstandsfähigkeit gegen Nässe und Krankheiten sind Eigenschaften von hohem Wert. Interessantes über die Bohne: 100 g Samen sind je nach Sorte 200 bis 300 Körner. Die Keimdauer beträgt 8 bis 10 Tage. Die Saat bleibt drei bis vier Jahre keimfähig. Auf 1 qm muss man je nach Sorte bei Buschbohnen und bei Stangenbohnen 20 bis 30 g Samen rechnen. Die Wachstumszeit beträgt bei Buschbohnen 50 bis 70 Tage, je nach Sorte, bei Stangenbohnen 75 bis 100 Tage. Grüne Bohnen enthalten die Vitamine A, B1, B2, C und E. 100 g frische Bohnenhülsen enthalten 56 Kalorien und 4 g Eiweiß; Trockenbohnen sogar 310 Kalorien und 17 g Eiweiß pro 100 g. Die Buschbohne entzieht 1 qm Boden bei Normalernte an Reinnährstoffen: 1,5 g Phosphor, 5 g Kali und 7 g Kalk. Die Stangenbohnen entziehen derselben Fläche: 3 g Phosphor, 9 g Kali und 13 g Kalk. Im Anfangsstadium entzieht die Buschbohne 1 qm 6 g Stickstoff, die Stangenbohne 11 g. Dieser wird ihr jedoch in den Folgewochen durch die Arbeit der Knöllchenbakterien wieder zugeführt. Bohnen sind ausgesprochene Kalifresser. Die Normalernte beträgt pro qm bei Buschbohnen 1 bis 2 kg Hülsen und bei Stangenbohnen 2 bis 4 kg. Höhere Erträge sind keine Seltenheit! Achtung! Krankheiten und Schädlinge der Bohnen: Die Brennfleckenkrankheit: Wenn an deinen Bohnen kreisrunde, etwas eingesunkene, schwarzrandige Flecken auftreten, so hast du es mit der Brennfleckenkrankheit zu tun. Wachsbohnen werden besonders häufig befallen. Die Krankheit wird durch einen Pilz hervorgerufen, dessen Sporen sich vorwiegend in feuchten Lagen bei feuchtwarmer, dunstiger Witterung sehr verbreiten. Stangenbohnen werden weniger befallen, weil sie freier in Wind und Luft hängen. Zur Bekämpfung werden pilztötende Mittel eingesetzt. Gegen das Spritzen mit Kupferkalkbrühe sind die Blätter empfindlich. Nach der Blüte darf überhaupt nicht mehr gespritzt werden. Vor allen Dingen ist auf den richtigen Pflanzabstand zu achten, damit genügend Licht und Luft einfallen können. Der Rost: Wenn sich auf den Blättern erst hellgelbe, später kleine, schwarzbraune Flecken zeigen, sind deine Bohnen vom Rost befallen. Gleich beim ersten Auftreten sind die Blätter abzupflücken, später ist es zwecklos. Auch hier sind pilztötende Mittel zu empfehlen. Die Johanniskrankheit: Sterben Pflanzen von unten herauf ab, so ist das die Johanniskrankheit. Tritt die Krankheit stark auf, muss man einige Jahre auf den Anbau von Bohnen und Erbsen verzichten. Die tierischen Schädlinge sind nicht so verheerend in ihrem Auftreten, sodass eine Bekämpfung kaum in Frage kommt. Bei erfolgtem Pilzbefall ist es von größter Wichtigkeit, dass alle erkrankten Pflanzenteile verbrannt und nicht etwa auf den Komposthaufen geworfen werden. Nähr- und Heilwert: Die grünen Bohnen sind sehr gesund. Selbst leere getrocknete Bohnenhülsen haben als Tee einen großen Heilwert. 40 g Bohnenhülsen werden in 3 Liter Wasser bis auf einen Liter eingekocht. Dieser Tee ist ein bewährtes Mittel gegen Gic

Pflege und Ernte

ht, Rheumatismus, Nierengrieß und Nierensteine. Bei Zuckerkrankheit lässt man 200 g Bohnenschalen mit 1 l Wasser auf 1/2 l einkochen und nimmt tagsüber den Tee in kleinen Mengen. Nach einigen Wochen verringert sich der Zuckerspiegel bei richtiger Diät bedeutend. Die Bohne in der Küche: Liebe Hausfrau! Auch du wirst die Bohne niemals missen wollen und hast ihren großen Wert als Frischgemüse und zur Konservierung sicherlich längst erkannt. Wie abwechslungsreich kannst du den Mittags- und Abendbrottisch durch Bohnen gestalten. Wie herrlich frisch sind doch eigene, selbst gezogene Bohnen aus dem Garten! Sie knacken ordentlich, wenn man sie bricht – und so soll es auch sein, so sollen sie verarbeitet werden, gartenfrisch. Bohnensuppe von grünen Brechbohnen: Nachdem du die Hülsen von den Enden befreit hast, werden sie gewaschen und in schräge Stücke geschnitten. Nun lässt du sie in Fett und Zwiebeln anschmoren, etwas Mehl überstäuben und mit Wasser oder Fleischbrühe aufgießen. Kartoffelstückchen kommen dazu sowie Bohnenkraut. Nimm zum Schluss das Bohnenkraut heraus und gib gebratenen Speck darüber. Mit Salz und einer Prise Pfeffer wird abgeschmeckt. Brechbohnen-Gemüse: Die Bohnen hast du gewaschen, entspitzt und falls nötig, entfadet und in etwa 3 cm lange Stücke gebrochen. Jetzt lege sie in kochendes Wasser und brühe sie. Ist das geschehen, nimmst du sie heraus und gibst sie in Fleischbrühe, der du eine Prise Salz, Pfeffer und kleingehacktes Bohnenkraut hinzugefügt hast. Etwas Butter kommt dazu, Mehl wird überstäubt und die Bohnen werden vollends weich gedünstet. Du kannst junge Möhren daruntermischen und etwas Zwiebel dazugeben. Wachsbohnen mit brauner Butter: Die vorbereiteten Wachsbohnen lässt du ganz, setzt sie in Salzwasser an und kochst sie weich. Sind sie gar, wird das Wasser abgegossen und die Bohnen in brauner Butter geschwenkt. Feinschmecker wollen etwas geriebenen Käse oder in Butter geröstetes Paniermehl über die Bohnen gestreut haben. Grüne Bohnen säuerlich: Nachdem du die Bohnen entspitzt und, wenn nötig, entfadet, gewaschen und in Stücke gebrochen hast, kochst du sie in Salzwasser gar. Nun lässt du Speck aus, gibst Mehl und Zwiebel dazu, bereitest davon eine Schwitze und füllst sie mit Bohnenwasser und etwas Essig auf, bis der Geschmack gerade richtig ist. Die Bohnen werden dann untergemischt. Suppe von trockenen, weißen Bohnen: Du quellst die für deine Familie ausreichende Menge Bohnen am Abend vorher in Wasser ein. Am nächsten Tag wird Wasser nachgefüllt, ein Stück Schweinefleisch kommt dazu und Suppengemüse, wie Möhren, Porree, Petersilienwurzel, Zwiebel und Sellerie. Nun lässt du die Suppe langsam garkochen. Zuletzt lässt du einige Kartoffelstücke mitkochen und gibst Thymian feingehackt dazu. Mit Salz und einem Schuss Essig schmeckst du ab. Die Konservierung der Bohnen: Schnittbohnen – Du nimmst zarte, fleischige Bohnen, entfadest und wäschst sie. Sie werden nunmehr dünn geschnitzelt und kommen in so viel kochendes Wasser, dass sie gerade damit bedeckt sind. Darin werden sie fast weich gekocht. Sobald sie erkaltet sind, kommen sie in die Gläser, werden leicht eingedrückt und die Brühe wird darübergegossen. Im Einweckapparat werden sie etwa 1 Stunde sterilisiert. Sind die Gläser größer als 1 Liter, musst du bis 1 1/2 Stunden sterilisieren. Grüne Bohnen eingesalzen: Die jungen Bohnen werden entfadet und geschnitzelt. Danach nimmst du 10 % der Bohnen-Gewichtsmenge an Salz, vermischst dieses recht innig mit den Bohnen und drückst sie, so fest es geht, in einen Steintopf. Die Schnitzelbohnen werden lagenweise eingedrückt. Nachdem du einige Lagen eingedrückt hast, wird sich eine Brühe bilden, die dann immer über der jeweiligen Lage stehen muss. So verfährst du, bis das Gefäß gefüllt ist. Mit einem sauberen Brett werden sie abgedeckt, mit einem Stein beschwert und kühl gestellt. Was man sonst noch mit Bohnen anfangen kann: Sicherlich wusstest du noch nicht, dass man Bohnenwasser zur Entfernung von hartnäckigen Flecken (Obst-, Wein- oder Grasflecken) verwenden kann! Du nimmst 250 g weiße Bohnen und setzt diese mit 2 Liter Wasser an, dem du etwas Borax beifügst. Die Bohnen lässt du kochen. Mit diesem Wasser lassen sich oftmals jahrzehntealte Flecke in Seide, Wolle, Baumwolle oder sonstigen Wäschestoffen entfernen, ohne dass das Gewebe angegriffen wird. Schnittbohnen getrocknet: Viele Hausfrauen trocknen die Bohnen als Vorratsalternative. Sie verfahren dabei wie folgt: Die jungen grünen Bohnen werden von den Fäden befreit, gewaschen und geschnitzelt. Danach werden sie 10 Minuten in kochendem Wasser gedämpft, herausgenommen, abgetrocknet und anschließend einige Stunden in der Bratröhre getrocknet. Es ist dabei zu kontrollieren, dass die Bohnen nicht braun werden. Wichtig ist die anschließende Aufbewahrung in einem vollkommen trockenen Raum! Das Einfrieren von Bohnen: Nur zarte, frische Bohnen werden geputzt, gebrochen oder geschnitzelt und 3 Minuten in siedendes Wasser gelegt, anschließend in Eiswasser oder unter fließendem Wasser sofort abgekühlt und in Beutel gefüllt. Zum Einfrieren eignen sich am besten sehr fleischige Sorten.

Gaertner Poetschkes Tipp: Beachte beim Anleiten der Ranken, dass sie entgegen dem Uhrzeigerlauf ranken. Bei Stangenbohnen musst du erst die Stangen stecken und dann die Saat legen – nicht umgekehrt, sonst wird es umständlicher.

Häufig gestellte Fragen

Warum dürfen Bohnen nicht vor dem 9. Mai gelegt werden?

Bohnen sind gegen kühle Witterung sehr empfindlich. Die niedrigste Bodentemperatur, die eine Keimung ermöglicht, beträgt plus 10 Grad. Zu früh gelegte Bohnen quellen zwar, kommen aber nicht zum Keimen und verfaulen im Boden. Nach den Eisheiligen Mitte Mai ist der Boden in der Regel warm genug.

Was ist der Unterschied zwischen Stangenbohnen und Buschbohnen?

Stangenbohnen werden an Stangen gezogen und können bis zum Herbst geerntet werden. Sie ranken entgegen dem Uhrzeigerlauf und brauchen Unterstützung. Buschbohnen sind kurzlebiger, haben nur ein begrenztes Wachstum und benötigen keine Stangen. Beide Sorten dürfen nicht vor dem 9. Mai gelegt werden.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 114

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