Gartenmelde anbauen und pflegen

Die Gartenmelde, auch „Spanischer Salat“ genannt, ist eine robuste und pflegeleichte Alternative zum klassischen Spinat. Sie wächst bis zu 1 Meter hoch, entwickelt reiches, großes Blattwerk und überzeugt mit ihrem milden, feinen Geschmack. Dank ihrer Anspruchslosigkeit kannst du sie bereits ab Januar aussäen und den ganzen Sommer über ernten.

Eigenschaften und Sorten

Die Gartenmelde (Atriplex hortensis) gehört wie der Spinat zu den Gänsefußgewächsen und wird in vielen Gegenden gern als Sommerspinat angebaut. Sie ist einjährig, aber äußerst robust und wächst bis zu 1 Meter hoch mit reichem, großem Blattwerk. Im Geschmack ist sie zwar nicht so kräftig wie der Spinat, aber gerade deshalb schätzen viele Feinschmecker ihren milden, feinen Charakter. Die Pflanze ist in verschiedenen Blattfarben erhältlich – von grün über gelb bis hin zu rötlich – und bereichert so auch optisch das Gemüsebeet. Dank ihrer Genügsamkeit gedeiht sie auf jedem Gartenboden und stellt kaum Ansprüche an Pflege oder Standort.

Aussaat und Anbau

Die Gartenmelde erfreut sich einer denkbar einfachen Kultur. Du kannst sie bereits ab Januar aussäen, sobald draußen offenes Wetter herrscht. Die Aussaat kann ohne weiteres als Wegeinfassung oder am Beetrand erfolgen. Bei Beetkultur solltest du einen Reihenabstand von 25 cm einhalten, damit die Pflanzen genügend Platz zum Wachsen haben. Die Samen keimen zuverlässig und die jungen Pflanzen entwickeln sich rasch. Innerhalb weniger Wochen erreichen sie eine Höhe von 20 bis 25 cm und können dann bereits beerntet werden. Die Gartenmelde bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und kommt mit jedem normalen Gartenboden zurecht. Regelmäßiges Gießen fördert die Blattentwicklung und sorgt für zarte, schmackhafte Blätter.

Ernte und Verwendung

Die Ernte der Gartenmelde kann bereits erfolgen, wenn die Pflanze 20 bis 25 cm hoch gewachsen ist. Du kannst entweder einzelne Blätter pflücken oder die ganze Pflanze durch Schnitt ernten – mit Blatt und Stiel kommt sie in den Kochtopf. Die Gartenmelde wird wie Spinat zubereitet und eignet sich hervorragend für Gemüsegerichte, Suppen oder als Beilage. Ihr milder Geschmack lässt sich wunderbar mit etwas Muskat, Knoblauch oder Zwiebeln verfeinern. Zudem enthält sie einen hohen Vitamin-C-Gehalt und ist damit eine gesunde Bereicherung für die Küche. Um unkontrollierten Samenausfall zu verhindern, solltest du die Blütenstände rechtzeitig entfernen, bevor sie reifen. So bleibt dein Garten frei von unerwünschtem Aufwuchs und du kannst die Ernte gezielt steuern.

Gaertner Poetschkes Tipp: Säe die Gartenmelde in mehreren Sätzen im Abstand von zwei bis drei Wochen aus, dann kannst du den ganzen Sommer über frische, zarte Blätter ernten und hast immer knackigen Nachschub für die Küche.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird Gartenmelde in der Küche verwendet?

Gartenmelde wird wie Spinat zubereitet. Mit Blatt und Stiel kommt sie in den Kochtopf und eignet sich für Gemüsegerichte, Suppen oder als Beilage. Ihr milder Geschmack lässt sich gut mit Muskat, Knoblauch oder Zwiebeln verfeinern.

Wann kann Gartenmelde ausgesät werden und wie verhindere ich unkontrollierten Samenausfall?

Du kannst Gartenmelde bereits ab Januar aussäen, sobald draußen offenes Wetter herrscht. Um unkontrollierten Samenausfall zu verhindern, solltest du die Blütenstände entfernen, bevor sie reifen. So bleibt der Garten frei von unerwünschtem Aufwuchs.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 100

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