Oregano anbauen gelingt auch Anfängern mühelos: Das auch als Dost oder Wilder Majoran bekannte Würzkraut aus dem Mittelmeergebiet ist sehr genügsam und pflegeleicht. Der buschig wachsende Halbstrauch mit holzigen Stängeln und ovalen, weich behaarten Blättchen liefert von Mai bis in den Herbst aromatische Blätter für die Küche. Sein Aroma erinnert an Majoran, ist aber eine Spur bitterer und würziger.
Botanik und Sorten des Oreganos
Oregano (Origanum vulgare) gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und stammt aus dem Mittelmeergebiet, ist aber in vielen Ländern inzwischen eingebürgert und wächst auch wild. Das Aroma der Blättchen erinnert an Majoran, ist aber eine Spur bitterer und würziger. Der 30 bis 40 cm hohe Strauch mit holzigen Stängeln hat ovale, weich behaarte Blättchen, im Sommer erscheinen winzige weiße Blüten. Es gibt auch Sorten mit hellgrünem oder fast gelbem Laub. Griechischer Oregano (Origanum vulgare subsp. hirtum) gilt als besonders aromatisch und ist die bevorzugte Wahl für die mediterrane Küche. Oregano ist mehrjährig und winterhart, vergreist aber nach einigen Jahren und sollte dann erneuert werden.
Standort, Aussaat und Pflege
Volle Sonne oder Halbschatten sowie ein gut durchlässiger, nicht zu nahrhafter, kalkreicher Boden sind die besten Voraussetzungen für Oregano. Staunässe verträgt er nicht. Die Aussaat erfolgt ab März unter Glas oder Ende April direkt im Freiland. Ideal gedeihen die Jungpflanzen bei Temperaturen über 20 Grad Celsius. Weil Oregano ein Lichtkeimer ist, werden die Samen gar nicht oder nur ganz dünn mit Erde bedeckt und feucht gehalten. Düngen muss man die Pflanzen nicht, sie sind sehr genügsam. Ausgewachsene Pflanzen kürzt man gleich nach der Blüte ein, damit sie buschig bleiben und nicht von innen heraus verkahlen. Manchmal treten Blattläuse, Minierfliegen und Spinnmilben auf, die sich aber meist durch Abspritzen mit Wasser bekämpfen lassen. Sorten werden durch halbverholzte Stecklinge im Sommer vermehrt.
Ernte und Verwendung in der Küche
Geerntet werden die frischen Triebspitzen und Blätter ab Mai. Das Aroma ist am intensivsten kurz vor und während der Blüte, dann ist auch der beste Zeitpunkt zum Trocknen. Getrockneter Oregano behält sein Aroma sehr gut und ist sogar aromatischer als frischer. In der Küche ist Oregano unverzichtbar für Pizza, Pasta, Tomatensaucen und mediterrane Gerichte. Er passt zu Fleisch, Fisch, Gemüse und Salaten. Als Heilpflanze wirkt Oregano antibakteriell und entzündungshemmend. Ein Aufguss aus Oregano kann als Badezusatz bei Hautproblemen verwendet werden. Im Garten ist Oregano eine wertvolle Bienenweide und lockt zahlreiche Insekten an.
Gärtner Pötschkes Tipp: Kürze Oregano gleich nach der Blüte ein, so bleibt die Pflanze buschig und kompakt und verkahlt nicht von innen. Für die Küche ist griechischer Oregano die aromatischste Wahl.
Häufig gestellte Fragen
Warum schmeckt getrockneter Oregano intensiver als frischer?
Beim Trocknen konzentrieren sich die ätherischen Öle im Oregano, was das Aroma intensiviert. Frischer Oregano hat ein feineres, etwas milderes Aroma. Für Pizzasaucen und Schmorgerichte ist getrockneter Oregano ideal, für Salate und frische Gerichte empfiehlt sich frischer Oregano.
Welche Oregano-Sorte ist am aromatischsten für die mediterrane Küche?
Griechischer Oregano (Origanum vulgare subsp. hirtum) gilt als die aromatischste Sorte und ist die bevorzugte Wahl für Pizza und mediterrane Gerichte. Er hat kleinere, stärker behaarte Blätter und ein intensiveres Aroma als der gewöhnliche Oregano.