Schädlinge im Gemüsegarten: Die häufigsten Arten

Die häufigsten Schäden im Gemüsegarten werden von einer kleinen Gruppe von Schädlingen verursacht. Hinzu kommen einige Spezialisten, die nur bestimmte Arten befallen. Wer sie kennt, kann gezielt und rechtzeitig handeln.

Blattläuse und Spinnmilben

Blattläuse sind die häufigsten Schädlinge im Gemüsegarten. Sie saugen Pflanzensaft und übertragen Viren. Spinnmilben befallen vor allem Gurken und Bohnen bei Trockenheit. Beide lassen sich mit Schmierseifenlösung oder Neem-Öl bekämpfen. Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen sind natürliche Feinde.

Schnecken, Drahtwürmer und Kohlfliege

Schnecken sind der größte Feind von Salat und Jungpflanzen. Schneckenzäune, Absammeln und Schneckenkorn sind wirksame Gegenmaßnahmen. Drahtwürmer fressen Wurzeln und Knollen im Boden. Die Kohlfliege legt Eier an Kohlpflanzen, deren Larven die Wurzeln fressen. Engmaschige Netze schützen zuverlässig.

Biologische Bekämpfung bevorzugen

Je vielfältiger die Pflanzenwelt im Garten, desto weniger drohen Schädlinge zum Problem zu werden. Nützlinge fördern, Mischkultur praktizieren und auf chemische Mittel möglichst verzichten. Biologische Mittel wie Neem-Öl, Schmierseife oder Nützlinge sollten immer zuerst eingesetzt werden.

Gaertner Poetschkes Tipp: Lass die Natur für dich arbeiten – je vielfältiger die Pflanzenwelt im Garten, umso weniger drohen Schädlinge zum Problem zu werden.

Häufig gestellte Fragen

Wie bekämpfe ich Blattläuse im Gemüsegarten?

Befallene Triebe abschneiden, mit Schmierseifenlösung oder Neem-Öl spritzen. Nützlinge wie Marienkäfer und Florfliegen fördern. Bei starkem Befall zugelassene Insektizide einsetzen.

Was hilft gegen Schnecken im Gemüsegarten?

Schneckenzäune um die Beete, regelmäßiges Absammeln besonders nach Regen, Schneckenkorn und das Anlegen von Barrieren aus Kaffeesatz oder Sägemehl sind wirksame Methoden.

Gärtner Pötschkes Neues Großes Gartenbuch – Band II: Gemüse und Kräuter (2011)

Seiten: 51

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