Ob knackig-mild im Sommer oder würzig-scharf im Winter – Rettich bereichert die Küche das ganze Jahr über. Das vielseitige Wurzelgemüse gibt es in zahlreichen Sorten und Farben, von weiß bis schwarz, und lässt sich mit der richtigen Sorte und dem passenden Aussaatzeitpunkt zuverlässig ernten.
Sorten, Standort und Aussaat
Rettich (Raphanus sativus var. niger) gehört wie Radieschen zu den Kreuzblütlern (Brassicaceae). Es gibt Sommer-, Herbst- und Winterrettich in verschiedenen Farben und Formen. Sommerrettich wird ab April direkt ins Freiland gesät, Herbst- und Winterrettich ab Juli oder August. Der Pflanzabstand beträgt je nach Sorte 20 bis 30 cm in der Reihe und 30 cm zwischen den Reihen. Rettich bevorzugt einen sonnigen Standort mit lockerem, tiefgründigem Boden. Als Kreuzblütler sollte er nicht nach anderen Kreuzblütlern angebaut werden, um Fruchtfolgekrankheiten zu vermeiden.
Pflege, Ernte und Verwendung
Rettich benötigt gleichmäßige Feuchtigkeit – unregelmäßiges Gießen führt zu rissigen Wurzeln. Sommerrettich ist nach sechs bis acht Wochen erntereif, Herbst- und Winterrettich nach drei bis vier Monaten. Zu lange in der Erde belassener Rettich wird holzig und verliert an Geschmack. In der Küche wird Rettich roh als Salat, mit Butter und Salz oder als Beilage zu Brotzeiten gegessen. Schwarzer Winterrettich ist besonders scharf und wird auch als Heilmittel bei Erkältungen und Husten eingesetzt.
Gaertner Poetschkes Tipp: Schwarzer Winterrettich ist nicht nur ein Gemüse, sondern auch ein bewährtes Hausmittel: Ausgehöhlt und mit Honig gefüllt, hilft er bei Husten und Erkältungen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Sommer- und Winterrettich?
Sommerrettich wird ab April ausgesät und ist nach sechs bis acht Wochen erntereif. Herbst- und Winterrettich wird ab Juli oder August ausgesät und ist nach drei bis vier Monaten erntereif. Winterrettich ist größer, schärfer und besser lagerbar als Sommerrettich.
Wie verwende ich schwarzen Winterrettich?
Schwarzer Winterrettich wird roh als Salat oder Beilage gegessen. Als Hausmittel wird er ausgehöhlt, mit Honig gefüllt und der entstehende Saft bei Husten und Erkältungen getrunken.