Rauke (Rucola) anbauen: Salatrauke und Wilde Rauke

Rauke – im Volksmund auch Rucola genannt – gibt es in zwei Arten: die Salatrauke (Eruca sativa) und die Wilde Rauke (Diplotaxis tenuifolia). Beide gehören zur Familie der Kreuzblütler und bereichern Salate mit ihrem würzigen Aroma.

Salatrauke und Wilde Rauke im Vergleich

Die Wilde Rauke ist mehrjährig, ihre kleinen, schmalen, gefiederten Blättchen haben einen leicht scharf-bitteren Geschmack, der an Erdnüsse und Gartenkresse erinnert. Die Salatrauke hat breitere Blätter und schmeckt etwas milder – sie wird einjährig kultiviert. Beide Arten sind im Garten leicht anzubauen.

Aussaat und Pflege

Rauke kann das ganze Jahr über ausgesät werden. Sie bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte in humosem, nicht zu trockenem Boden. Folgesaaten alle zwei bis drei Wochen sorgen für eine kontinuierliche Ernte. Bei Hitze schießt Rauke schnell – dann schattieren oder schossfeste Sorten wählen.

Gaertner Poetschkes Tipp: Rauke schießt bei Hitze schnell und wird dann bitter. Für den Sommeranbau schattige Standorte wählen oder schossfeste Sorten verwenden.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Salatrauke und Wilder Rauke?

Die Wilde Rauke ist mehrjährig und hat schmalere, intensiver schmeckende Blätter. Die Salatrauke ist einjährig, hat breitere Blätter und schmeckt milder. Beide werden als Rucola bezeichnet.

Wann wird Rauke geerntet?

Rauke kann schon 4 bis 6 Wochen nach der Aussaat geerntet werden. Einzelne Blätter nach Bedarf pflücken, dann treibt die Pflanze neu aus. Vor der Blüte ernten, da die Blätter dann am würzigsten sind.

Gärtner Pötschkes Neues Großes Gartenbuch – Band II: Gemüse und Kräuter (2011)

Seiten: 74

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