Rauke (Rucola): Anbau, Pflege und Ernte auf einen Blick

Rauke, auch als Rucola bekannt, zählt zu den schnellsten Salaten im Garten: Schon vier bis sechs Wochen nach der Aussaat kannst du die ersten würzigen Blätter ernten. Der pflegeleichte Kreuzblütler lässt sich das ganze Jahr über aussäen und versorgt dich mit Folgesaaten alle zwei bis drei Wochen kontinuierlich mit frischem, aromatischem Grün für Salate, Pizza und Pasta.

Aussaat und Standort

Rauke bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte in humosem, nicht zu trockenem Boden. Gesät wird in Reihen mit einem Abstand von 15 bis 20 cm. Bei Hitze schießt Rauke schnell – dann solltest du die Pflanzen schattieren oder schossfeste Sorten wählen. Folgesaaten alle zwei bis drei Wochen sichern dir eine kontinuierliche Ernte. Der Boden sollte gleichmäßig feucht gehalten werden, damit die Blätter zart und mild bleiben. Staunässe ist jedoch zu vermeiden, da die Wurzeln sonst faulen können.

Ernte und Verwendung

Rauke kann schon 4 bis 6 Wochen nach der Aussaat geerntet werden. Pflücke einzelne Blätter nach Bedarf, dann treibt die Pflanze neu aus und du kannst mehrfach ernten. Rauke schmeckt am besten frisch geerntet als Salat, auf Pizza oder als Zutat in Pasta. Ernte vor der Blüte, da die Blätter dann am würzigsten sind und noch nicht bitter schmecken. Je jünger die Blätter, desto milder ist ihr nussig-scharfer Geschmack.

Gaertner Poetschkes Tipp: Rauke lässt sich auch auf der Fensterbank oder im Balkonkasten anbauen – so hast du das ganze Jahr über frisches Rucola-Grün zur Hand, selbst im Winter.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft kann ich Rauke ernten?

Rauke kann mehrfach geerntet werden, wenn du nur einzelne Blätter pflückst und das Herz der Pflanze stehen lässt. Dann treiben immer wieder neue Blätter nach, und du kannst über mehrere Wochen hinweg ernten.

Warum wird Rauke bitter?

Bei Hitze und langen Tagen schießt Rauke schnell in die Blüte, und die Blätter werden dann bitter. Ernte daher vor der Blüte und schattiere die Pflanzen bei Hitze oder verwende schossfeste Sorten.

Gärtner Pötschkes Neues Großes Gartenbuch – Band II: Gemüse und Kräuter (2011)

Seiten: 74

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