Petersilie anbauen: Standort, Aussaat und Pflege

Petersilie anbauen gelingt im Garten wie im Topf – die zweijährige Küchenpflanze ist im ersten Jahr am aromatischsten und unverzichtbar in der heimischen Küche. Ob kraus oder glattblättrig: Schnittpetersilie liefert von Mai bis in den Herbst frische Blätter für Suppen, Soßen und Salate. Mit dem richtigen Standort und etwas Geduld beim Keimen wächst Petersilie zuverlässig und reichlich.

Botanik und Sorten der Petersilie

Schnittpetersilie (Petroselinum crispum subsp. crispum) hat aufrechte, 20 bis 40 cm hohe Stängel mit geteilten, dreifach gefiederten, dunkelgrünen Blättern. Je nach Sorte sind diese glatt oder kraus. Im Sommer des zweiten Standjahres erscheinen gelbliche Doldenblüten, aus denen sich kleine, braune Samen entwickeln. Glattblättrige Petersilie gilt als aromatischer, während die krause Sorte dekorativer wirkt und sich gut als Garnitur eignet. Petersilie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Die zweijährige Pflanze ist im ersten Jahr am besten genießbar – im zweiten Jahr werden die Blätter hart, sobald sich die Blüten bilden. Wer kontinuierlich ernten möchte, sät daher jedes Jahr neu aus. Die nahe verwandte Wurzelpetersilie (P. c. subsp. tuberosum) wird dagegen wegen ihrer Wurzel geerntet und im Gemüsegarten kultiviert.

Standort, Aussaat und Pflege

Petersilie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit humosem, gleichmäßig feuchtem Boden. Die Aussaat erfolgt ab April direkt ins Freiland, in Reihen mit etwa 25 cm Abstand. Petersilie keimt sehr langsam – bis zu vier Wochen kann es dauern. Ein bewährter Trick: Die Samen vor der Aussaat 24 Stunden in warmem Wasser einweichen, das beschleunigt die Keimung deutlich. Die Erde sollte während der Keimphase gleichmäßig feucht gehalten werden. Gedüngt wird mit einem stickstoffbetonten Kräuterdünger, jedoch sparsam, da zu viel Stickstoff das Aroma mindert. Regelmäßiges Gießen ist wichtig, Staunässe sollte jedoch vermieden werden. Im Topf oder Kübel auf dem Balkon gedeiht Petersilie ebenfalls gut, wenn der Topf groß genug ist und gut drainiert.

Ernte und Verwendung in der Küche

Geerntet werden die äußeren Stängel ab Mai, sobald die Pflanze kräftig genug ist. Immer von außen nach innen ernten, damit die Pflanze weiter wächst. Petersilie ist ein Gewürz-Multitalent: Fein gehackt verfeinert sie Suppen, Brühen, Soßen und Salate. Sie ist reich an Vitamin C, Eisen und ätherischen Ölen. Frisch schmeckt sie am besten, lässt sich aber auch einfrieren – dazu die Blätter waschen, trocknen, hacken und portionsweise einfrieren. Getrocknete Petersilie verliert viel Aroma. In der Küche passt sie zu Kartoffelgerichten, Fisch, Fleisch und als Bestandteil von Kräuterbutter. Auch als Tee oder Heilkraut wird Petersilie traditionell genutzt, etwa bei Verdauungsbeschwerden.

Gaertner Poetschkes Tipp: Weiche die Petersiliensamen vor der Aussaat 24 Stunden in warmem Wasser ein – das beschleunigt die Keimung erheblich und du sparst wertvolle Zeit im Frühjahr.

Häufig gestellte Fragen

Warum keimt Petersilie so langsam und was kann ich dagegen tun?

Petersilie gehört zu den langsamsten Keimern im Kräutergarten – bis zu vier Wochen sind normal. Das Einweichen der Samen in warmem Wasser für 24 Stunden vor der Aussaat beschleunigt den Prozess deutlich. Außerdem sollte die Erde gleichmäßig feucht und der Standort warm sein.

Was ist der Unterschied zwischen krauser und glattblättriger Petersilie?

Glattblättrige Petersilie gilt als aromatischer und intensiver im Geschmack, während krause Petersilie dekorativer ist und sich gut als Garnitur eignet. Für die Küche empfehlen viele Köche die glattblättrige Sorte, da sie mehr Aroma mitbringt.

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