Im August laufen im Obstgarten Ernte und Pflegeschnitt Hand in Hand: Wer jetzt die richtigen Maßnahmen ergreift, legt den Grundstein für eine reiche Ernte im nächsten Jahr. Besonders Himbeeren, Johannisbeeren und Erdbeeren stehen im Fokus der Augustarbeiten.
Himbeeren und Beerenobst nach der Ernte schneiden
Nach der Ernte der Himbeeren werden die abgeernteten Ruten etwa 10 cm über dem Boden abgeschnitten. Gleichzeitig entfernt man die schwächeren Nebentriebe konsequent. Von den verbleibenden Trieben lässt man fünf bis sieben der stärksten stehen – diese bilden die Basis für die Ernte im nächsten Jahr. Johannis- und Stachelbeeren werden nach der Ernte ausgelichtet: Alte, vergreiste Triebe werden entfernt, damit Licht und Luft ins Strauchinnere gelangen und Pilzkrankheiten vorgebeugt wird. Ein regelmäßiger Auslichtungsschnitt hält die Sträucher vital und ertragreich über viele Jahre.
Walnuss schneiden und Erdbeeren pflanzen
Nur im August – und gegebenenfalls im Dezember – darf die Walnuss geschnitten werden. Zu anderen Zeiten würde der Schnitt zu starkem Saftfluss und damit zu Schäden am Baum führen. Im Obstgarten wird die Ernte insgesamt fortgesetzt, wobei reifes Obst regelmäßig und vollständig abgenommen werden sollte, um Fäulnis und Schädlingsbefall zu vermeiden. Die Erdbeerpflanzung wird am besten in diesem Monat durchgeführt: Im August gesetzte Erdbeerpflanzen haben noch genügend Zeit, sich vor dem Winter gut zu verwurzeln, und liefern im nächsten Sommer eine besonders reiche erste Ernte.
Häufig gestellte Fragen
Warum darf die Walnuss nur im August geschnitten werden?
Die Walnuss verträgt einen Schnitt nur im August oder Dezember, da sie zu anderen Zeiten stark blutet. Ein Schnitt außerhalb dieser Zeitfenster schwächt den Baum erheblich und kann zu Schäden führen.
Wie viele Himbeerruten lässt man nach dem Schnitt stehen?
Nach dem Entfernen der abgeernteten Ruten und der schwächsten Triebe lässt man fünf bis sieben der kräftigsten Ruten stehen. Diese bilden die Grundlage für die Ernte im nächsten Jahr.