Der Meerrettich, auch Kren, Krien, Mirch, Maressig, Pfefferwurzel oder Fleischkraut genannt, ist ein robustes Wurzelgemüse mit scharfem Geschmack und hohem Vitamingehalt. Botanisch trägt er den Namen Armoracia rusticana und kommt an vielen Orten verwildert vor. Wer ihn im Garten kultivieren möchte, kann ihn einfach ausgraben und frisch für die Küche verwenden.
Standort und Bodenvorbereitung
Meerrettich bevorzugt einen tiefgründigen, lockeren und nährstoffreichen Boden in sonniger bis halbschattiger Lage. Wer ihn im Garten haben will, pflanzt im Frühjahr sogenannte Fechser – das sind Wurzelstücke, die als Pflanzgut dienen. Diese werden von allen Nebenwurzeln befreit und mit einem Lappen abgerieben, um eine glatte Oberfläche zu erhalten. Anschließend werden die Fechser schräg in den Boden eingepflanzt, damit sie gut anwachsen und sich kräftige Wurzeln entwickeln können.
Aussaat und Anbau
Bei der Spezialkultur wird während des Sommers an zwei regnerischen Tagen die Wurzel freigelegt und von den Seitenwurzeln befreit, damit sich eine recht starke, glatte Wurzel bildet und die Pflanzen nicht verwildern. Diese Methode sorgt für besonders hochwertige Erntequalität. Im Herbst wird die Wurzel dann herausgenommen und in der Küche verwendet. Meerrettich ist wegen seines hohen Vitamingehaltes und wegen seines herzhaften Geschmacks ein gern verwendetes Gewürz und wird zu den gesündesten Gemüsen gerechnet.
Ernte, Lagerung und Verwendung
Schon von alters her wird der Meerrettich wegen seiner reinigenden Wirkstoffe hochgeschätzt. Ein Teelöffel voll geriebener Meerrettich ist in der Lage, Darm und Harnwege einen ganzen Tag lang keimfrei zu halten. Auch bei Erkältungserscheinungen und Erkrankungen der Atemwege sowie bei Mittelohrentzündungen leistet der Meerrettich immer wieder beste Dienste. Geriebener Meerrettich mit Quark und Gartenkresse vermischt angerichtet, ist ein sehr herzhaft schmeckender und gesunder Brotbelag. Meerrettich kann den ganzen Winter über geerntet werden, solange der Boden offen ist.
Gaertner Poetschkes Tipp: Geriebener Meerrettich mit Quark und Gartenkresse vermischt angerichtet, ist ein sehr herzhaft schmeckender und gesunder Brotbelag – perfekt für ein kräftiges Frühstück oder Abendbrot.
Häufig gestellte Fragen
Wie pflanze ich Meerrettich richtig an und was sind Fechser?
Fechser sind Wurzelstücke, die als Pflanzgut dienen. Du befreist sie von allen Nebenwurzeln, reibst sie mit einem Lappen ab und pflanzt sie im Frühjahr schräg in den Boden ein. So entwickeln sich kräftige, glatte Wurzeln.
Welche Heilwirkungen werden dem Meerrettich zugeschrieben?
Meerrettich wird wegen seines hohen Vitamingehalts und seiner reinigenden Wirkstoffe hochgeschätzt. Ein Teelöffel geriebener Meerrettich soll Darm und Harnwege einen ganzen Tag lang keimfrei halten und hilft bei Erkältungen, Atemwegserkrankungen und Mittelohrentzündungen.