Knollenfenchel anbauen: Aussaat, Pflege und Ernte

Knollenfenchel anbauen lohnt sich – das aromatische Gemüse mit seinem charakteristischen Anisgeschmack ist vielseitig in der Küche und im Garten einfacher anzubauen, als sein Ruf vermuten lässt.

Standort, Aussaat und Boden

Knollenfenchel (Foeniculum vulgare var. azoricum) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und bevorzugt einen sonnigen, warmen Standort mit nährstoffreichem, lockerem Boden. Er ist empfindlich gegenüber Kälte und schießt bei zu niedrigen Temperaturen schnell. Daher sollte er nicht zu früh ausgesät werden. Die Aussaat erfolgt ab Mai direkt ins Freiland oder als Vorkultur ab April im Haus. Der Pflanzabstand beträgt 30 x 30 cm. Knollenfenchel verträgt keine Nachbarschaft von Tomaten und anderen Doldenblütlern.

Pflege, Ernte und Verwendung

Knollenfenchel benötigt gleichmäßige Feuchtigkeit und regelmäßige Düngung. Wenn die Knolle etwa faustgroß ist, wird sie leicht angehäufelt, um sie zu bleichen und milder zu machen. Die Ernte erfolgt ab August, wenn die Knollen einen Durchmesser von 8 bis 10 cm erreicht haben. Zu lange in der Erde belassener Fenchel schießt und wird holzig. In der Küche eignet sich Knollenfenchel roh als Salat, gedünstet, gebraten oder als Suppengemüse. Das Fenchelgrün kann wie Dill als Würzkraut verwendet werden.

Gärtner Poetschkes Tipp: Häufeln Sie die Fenchelknollen leicht an, wenn sie etwa faustgroß sind – das Bleichen macht die Knollen zarter und milder im Geschmack.

Häufig gestellte Fragen

Warum schießt mein Knollenfenchel?

Knollenfenchel schießt bei zu niedrigen Temperaturen oder zu früher Aussaat. Säen Sie nicht vor Mai aus und wählen Sie schossfeste Sorten. Auch Trockenstress kann das Schießen begünstigen.

Wie verwende ich Knollenfenchel in der Küche?

Knollenfenchel eignet sich roh als Salat, gedünstet, gebraten oder als Suppengemüse. Das Fenchelgrün kann wie Dill als Würzkraut verwendet werden. Der charakteristische Anisgeschmack harmoniert gut mit Fisch und Meeresfrüchten.

Neues Großes Gartenbuch – Gaertner Poetschke

Seiten: 117, 118

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