Markstammkohl anbauen und pflegen

Markstammkohl ist eine hochwertige Futterpflanze mit außergewöhnlich hohem Eiweißgehalt und schmackhaftem Mark im Stamm. Als Nachfrucht nach Frühkartoffeln, Wintergerste, Roggen oder Frühgemüse bringt er sehr hohe Erträge und hat sich in den letzten Jahrzehnten als „Grünfutterverlängerer“ schnell durchgesetzt.

Eigenschaften und Sorten

Der Markstammkohl hat sich in den letzten Jahrzehnten als „Grünfutterverlängerer“ schnell durchgesetzt. Es ist ein Futterkohl mit hohem Eiweißgehalt und schmackhaftem Mark im Stamm – also eine ganz hochwertige Futterpflanze! Da der Markstammkohl als Nachfrucht nach Frühkartoffeln, Wintergerste, Roggen oder Frühgemüse sehr hohe Erträge bringt, schätzt ihn der Viehzüchter allerorts. Der Kleingärtner und Kleinviehhalter wird immer eine kleine Ecke in seinem Garten für den Markstammkohl freihalten. Nur musst du sehen, dass du das Pflanzmaterial gerade rechtzeitig zur Hand hast, nämlich dann, wenn du es brauchst.

Aussaat und Pflanzung

Die Aussaat nimmst du sechs bis acht Wochen vor der Ernte der Vorkultur vor. Dann bekommst du bestimmt den Anschluss. An Pflanzweite braucht er 40 x 40 cm. Bei reichlicher Bewässerung bedeckt er schnell den Boden und unterdrückt alles Unkraut. Interessantes vom Markstammkohl: 1 g Saat sind gewöhnlich 350 Samenkörner. Die Keimdauer beträgt ungefähr acht Tage. Vier Jahre behält er die Keimfähigkeit. Der Boden soll locker sein. Bei Pflanzung rechnet man 1 kg Saat pro ha, bei Drillsaat jedoch ca. 6 kg. Drillsaat musst du später verhacken, damit genügend Platz zum Wachsen da ist.

Pflege und Ernte

Bei Drillsaat musst du die Pflanzen später verhacken, damit genügend Platz zum Wachsen da ist. Der Boden sollte locker und nährstoffreich sein. Bei reichlicher Bewässerung bedeckt der Markstammkohl schnell den Boden und unterdrückt alles Unkraut. Bis in den Dezember hinein kannst du die Ernte vornehmen, da er ohne weiteres bis zu zehn Grad Celsius Frost vertragen kann. Das macht ihn zu einer wertvollen Kultur für die Wintermonate, wenn frisches Grünfutter knapp wird.

Gaertner Poetschkes Tipp: Säe den Markstammkohl sechs bis acht Wochen vor der Ernte deiner Vorkultur aus, damit du rechtzeitig kräftige Jungpflanzen zur Hand hast. Bei Drillsaat unbedingt später verhacken, damit jede Pflanze genügend Platz zum Wachsen bekommt.

Häufig gestellte Fragen

Wofür wird Markstammkohl hauptsächlich verwendet?

Markstammkohl ist vor allem als Futterpflanze für Kleintiere und Vieh bekannt. Er hat einen hohen Eiweißgehalt und ein schmackhaftes Mark im Stamm. Als Nachfrucht nach Frühkartoffeln oder Frühgemüse bringt er sehr hohe Erträge.

Wie lange ist Markstammkohl frosthart und wann kann er geerntet werden?

Markstammkohl verträgt bis zu zehn Grad Celsius Frost und kann daher bis in den Dezember hinein geerntet werden. Die Aussaat erfolgt sechs bis acht Wochen vor der Ernte der Vorkultur, damit der Anschluss gewährleistet ist.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 92

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