Die Mairübe ist ein vielseitiges Frühjahrsgemüse, das du je nach Aussaatdichte entweder für kräftige Blattstiele oder für zarte Rübchen kultivieren kannst. Sie ist anspruchslos im Anbau, räumt die Beete schnell und macht Platz für anderes Gemüse. In der Küche überzeugt sie als delikate Beilage zu Fleischgerichten und ist ein echter Geheimtipp für Feinschmecker.
Standort und Bodenvorbereitung
Mairüben sind anspruchslos im Anbau und gedeihen auf den meisten Gartenböden. Sie bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit lockerer, humusreicher Erde. Da sie schnell wachsen und die Beete zügig räumen, eignen sie sich hervorragend als Vorkultur für andere Gemüsearten. Eine besondere Bodenvorbereitung ist nicht erforderlich, solange der Boden gut durchlässig ist und keine Staunässe entsteht. Mairüben sind ein sehr beliebtes Frühjahrsgemüse und machen nach der Ernte Platz für Nachkulturen wie Tomaten, Gurken oder Kohl.
Aussaat und Anbau
Die Aussaat erfolgt je nach gewünschtem Ernteziel unterschiedlich: Wer viele kräftige Blattstiele ernten möchte, sät recht dicht aus, etwa 2 bis 3 g pro Quadratmeter. Zu dichter Stand verhindert allerdings die Bildung der Rüben. Möchtest du hingegen die beliebten Mairübchen ernten, solltest du bei Maiaussaat einen weiten Stand wählen. Dann können sich die Rüben gut entwickeln und liefern acht bis neun Wochen später zarte, schmackhafte Knollen. Die Aussaat kann ab März direkt ins Freiland erfolgen, sobald der Boden frostfrei und bearbeitbar ist.
Ernte, Lagerung und Verwendung
Mairüben werden geerntet, sobald die Knollen etwa 5 bis 8 cm Durchmesser erreicht haben. In der Küche sind sie vielseitig einsetzbar: als Eintopf zu Fleisch, als Gemüsebeilage oder klassisch zu Hammelbraten. Nach dem gründlichen Waschen und Schaben werden die Rübchen mit Mehl bestäubt, damit sie bis zum Kochen nicht braun oder schwarz werden. Dann lässt du etwa drei Esslöffel Butter und einen Teelöffel Zucker zergehen. Ist die Butter braun, kommen die zerschnittenen Rübchen hinein und werden geschmort. Nachdem sie eine Zeitlang geschmort haben, kommt Fleischbrühe oder kochendes Wasser darüber, und darin lässt du sie weichkochen. Mit Salz und Pfeffer wird dann abgeschmeckt, etwas feingehackte Petersilie und einige Butterflöckchen zugegeben. Du kannst sie auch mit Sahne verfeinern oder eine helle Mehlschwitze als Soße herstellen. Die Mairüben werden gern zu Schnitzeln und sonstigen Fleischspeisen gegessen.
Gaertner Poetschkes Tipp: Lege dir einmal ein Beet Mairüben an – sie sind nicht nur anspruchslos und schnellwüchsig, sondern auch eine echte Delikatesse in der Frühjahrsküche. Du wirst begeistert sein!
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet sich die Aussaat für Blattmairüben von der für Knollenrüben?
Für kräftige Blattstiele säst du Mairüben dicht aus, etwa 2 bis 3 g pro Quadratmeter. Möchtest du hingegen die Rübchen ernten, wählst du bei Maiaussaat einen weiten Stand. Dann entwickeln sich die Knollen gut und sind nach acht bis neun Wochen erntereif.
Wie werden Mairüben in der Küche zubereitet?
Nach dem Waschen und Schaben bestäubst du die Rübchen mit Mehl, damit sie nicht braun werden. Dann schmörst du sie in Butter und Zucker an, gießt Fleischbrühe auf und kochst sie weich. Mit Salz, Pfeffer, Petersilie und Butterflöckchen abgeschmeckt, passen sie hervorragend zu Fleisch und Hammelbraten.