Liebstöckel anbauen und pflegen

Liebstöckel, auch Maggikraut genannt, ist ein kraftvolles Würzkraut mit intensivem, sellerieähnlichem Aroma. Die mehrjährige Staude aus der Familie der Doldengewächse kann bis zu 2 Meter hoch werden und bereichert mit ihren aromatischen Blättern Suppen, Soßen und Braten. Als alte Kulturpflanze aus Südwesteuropa ist Liebstöckel pflegeleicht und eine Bereicherung für jeden Kräutergarten.

Herkunft und Eigenschaften

Liebstöckel ist in Südwesteuropa zu Hause, gehört zu der großen Familie der Doldengewächse und wird botanisch Levisticum officinale genannt. Bei uns gilt es als alte Kulturpflanze, wird je nach Bodenverhältnissen bis zu 2 Meter hoch und kann als Einzelpflanze gut in jedem Gartenwinkel stehen. Mehr als eine Pflanze brauchst du nicht davon, denn die Blätter sind stark aromatisch, haben einen sellerieartigen Geruch und werden frisch gepflückt nur in kleinsten Mengen zu Suppen, Soßen, Brühen, Salaten, Gemüsen, Braten und Geflügel verwendet. Die Würzkraft ist anerkannt groß und bleibt auch nach dem Kochen voll erhalten.

Aussaat und Anbau im Garten

Die Vermehrung erfolgt durch Stockteilung oder Saat. Die Aussaat nimmst du im Frühjahr auf einem Saatbeet oder besser in einer Saatschale vor. Die Saat bleibt nur ein Jahr keimfähig und braucht etwa 4 Wochen zum Keimen. Liebstöckel bevorzugt einen nährstoffreichen, tiefgründigen und feuchten Boden in sonniger bis halbschattiger Lage. Die robuste Staude ist winterhart und treibt jedes Frühjahr zuverlässig wieder aus. Du kannst die frischen Blätter von April bis Oktober ernten und nach Bedarf verwenden.

Verwendung in Küche und Heilkunde

Die Wurzeln kannst du im Herbst ausgraben und trocknen. Danach musst du diese in einem gut verschlossenen Behälter aufbewahren, damit das Aroma erhalten bleibt. Tee aus den Wurzeln gilt als wassertreibend und wird bei schlechter Durchblutung des menschlichen Verdauungsapparates getrunken. Auch bei Gelbsucht, Würmern und Blähungen trinkt man den Tee. Zur Kräftigung des Knochenbaues bei Kleinkindern wird das trockene Kraut ins Badewasser gebracht. Bekannt ist die Vermehrung der Magensäfte nach dem Genuss der Wurzeln.

Gaertner Poetschkes Tipp: Ernte die Liebstöckel-Blätter am besten vor der Blüte, dann ist ihr Aroma am intensivsten. Schneide die Stängel bodennah ab und trockne sie an einem luftigen, schattigen Ort. So hast du das ganze Jahr über würziges Maggikraut zur Hand.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Liebstöckel-Pflanzen brauche ich im Garten?

Mehr als eine Liebstöckel-Pflanze brauchst du nicht, denn die Blätter sind stark aromatisch und werden nur in kleinsten Mengen zu Suppen, Soßen, Brühen, Salaten und Braten verwendet. Die Pflanze kann bis zu 2 Meter hoch werden und steht gut als Einzelpflanze in jedem Gartenwinkel.

Wie lange bleibt Liebstöckel-Samen keimfähig und wie wird er vermehrt?

Der Samen des Liebstöckels bleibt nur ein Jahr keimfähig und braucht etwa 4 Wochen zum Keimen. Die Vermehrung erfolgt durch Stockteilung oder Saat. Die Aussaat wird im Frühjahr auf einem Saatbeet oder in einer Saatschale vorgenommen.

Gärtner Pötschkes Großes Gartenbuch (2021, 44. Auflage)

Seiten: 131

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