Die Kohlrübe ist ein robustes Wintergemüse, das unter vielen Namen bekannt ist: Wrucke, Erdrübe, Dorsche, Steckrübe, Unterkohlrabi oder Erdkohlrabi. In der Landwirtschaft wird sie als haltbares Viehfutter geschätzt, im Hausgarten liefert sie über Monate hinweg wertvolles Vitamin C und lässt sich vielseitig in der Küche verwenden.
Standort und Bodenvorbereitung
Die Kohlrübe ist unter vielen Namen bekannt: Wrucke, Erdrübe, Dorsche, Steckrübe, Unterkohlrabi oder Erdkohlrabi. Sie hat in der Landwirtschaft viele Freunde, da die haltbaren Rüben als Viehfutter sehr geschätzt werden. Der Kleintierhalter will sie im Garten selbst heranziehen und benutzt sie als Zwischen- oder Nachfrucht. Der Bauer hat die Kohlrübe gern zur Hand, wenn Rübenpflanzen auf dem Felde eingegangen sind, um die Lücken in den Reihen zu füllen. Sie ist drei Monate nach der Pflanzung erntereif. Leichten Nachtfrost kann sie noch vertragen, auch sonst ist sie anspruchslos. Der Boden muss mindestens in zweiter Tracht stehen, wenn sie sich gut entwickeln soll. 300 Samenkörner wiegen zusammen 1 g. Zum Keimen braucht sie ca. acht Tage. Die Keimfähigkeit behält sie drei Jahre lang. Der Kleintierhalter muss 2 g Saat pro qm rechnen, der Landwirt 1,5 kg pro ha bei der Pflanzung und 5 kg/ha, wenn er drillt. Pflanzweite 40 x 40 cm. 100 g Rüben enthalten 28 Kalorien. Vitamin C ist in der Kohlrübe reichlich vorhanden.
Aussaat und Anbau
An Reinnährstoffen entzieht eine Normalernte dem Boden: 15 g Stickstoff, 7 g Phosphor, 3 g Kali und 9 g Kalk. An Krankheiten können zu schaffen machen: Kohlhernie, Herztrockenfäule und, kurz nach dem Auflaufen, die Erdflöhe. In Notzeiten, wie z. B. im Ersten Weltkrieg, schätzten die Menschen die Kohlrübe als „Massen-Nährpflanze“. Niemals Blätter während der Wachstumszeit entfernen, da das bittere Rüben ergibt. Tief pflanzen! Strunkige Rüben sind immer auf Wachstumsstockungen zurückzuführen. Die Kohlrübe in der Küche: Wahrscheinlich wirst du sagen: „Warum erst wegen der Kohlrübe viel Aufhebens machen, wo sie doch eher den Ruf hat, während der unseligen Kriegszeiten als Not-Nahrungsmittel gedient zu haben.“ Ich möchte trotzdem ein paar Worte darüber verlieren, denn selbst in normalen Zeiten, mit guten Zutaten bereitet, ist die Kohlrübe immer noch ein schmackhaftes Gemüse. Geblieben ist ihre fast unbeschränkte Haltbarkeit. Somit hilft sie uns doch, den Winter über hin und wieder eine andere Gemüseart aus dem eigenen Garten auf den Tisch zu bringen und uns mit wichtigen Vitaminen zu versorgen.
Ernte, Lagerung und Verwendung
Kohlrübenscheiben gebraten: Du schälst deinen üblichen Bedarf und schneidest die Rüben in etwa 2 cm dicke Scheiben, welche du in Salzwasser garkochst, dem du einen Schuss Essig beigefügt hast. Sobald sie gar sind, lässt du sie abtropfen, wälzt sie in Ei und panierst sie mit geriebener Semmel. In Butter werden sie nunmehr goldbraun gebacken und zu Kartoffeln serviert. So zubereitet wird niemand dieses Gericht verschmähen! Durchgeschlagene Kohlrüben: Du nimmst dein Quantum Kohlrüben, schälst sie, schneidest sie in Stücke, überbrühst sie und setzt sie in Salzwasser an. Du gibst Schmalz oder Speck hinzu und schneidest eine Zwiebel hinein. Nachdem die Rüben weich gekocht sind, treibst du sie durch den Durchschlag, machst den Brei nochmals warm, gießt braune Butter darüber und servierst sie zu Salzkartoffeln. Ebenfalls ein sehr schmackhaftes Kohlrübengericht, welches du nicht verachten solltest.
Gaertner Poetschkes Tipp: Entferne niemals Blätter während der Wachstumszeit, da dies zu bitteren Rüben führt. Pflanze die Kohlrübe tief, um strunkige Rüben zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Wann ist die Kohlrübe erntereif und wie wird sie gelagert?
Die Kohlrübe ist drei Monate nach der Pflanzung erntereif. Sie ist sehr haltbar und kann über den Winter gelagert werden. Leichten Nachtfrost verträgt sie problemlos.
Warum sollte man die Blätter der Kohlrübe während der Wachstumszeit nicht entfernen?
Das Entfernen der Blätter während der Wachstumszeit führt zu bitteren Rüben. Die Blätter sind wichtig für die Entwicklung des Geschmacks und sollten bis zur Ernte an der Pflanze bleiben.