Obst trocknen und Gemüse haltbar machen ist eine der ältesten und einfachsten Konservierungsmethoden – ohne Strom und aufwendige Technik lassen sich Gartenfrüchte für den Winter bewahren. Ob an der Luft oder bei künstlicher Wärme im Backofen: Richtig getrocknete Lebensmittel behalten ihren Geschmack und viele Vitamine über Monate hinweg.
Trocknen an der Luft bei warmem Wetter
Das Trocknen an der Luft sollte bei warmem Wetter im Sommer in Glasveranden, auf Balkonen oder auf dem Hausboden geschehen. Es sollte viel Luft, aber immer zugleich Schatten in den gewählten Räumen herrschen, am besten eine leichte Zugluft. Der Trockenprozess wird bei warmem Wetter schneller vonstatten gehen. Setzt Regenwetter ein oder ist auf Tage hinaus kein Witterungsumschlag zu erwarten, so musst du im oder auf dem Ofen weitertrocknen. Obst wird auf Schnüre gezogen und getrocknet. Die Nahrungsmittel sind trocken, wenn sie sich noch biegen lassen, ohne zu brechen, und beim Drücken oder Schneiden keinerlei Saft mehr austritt.
Trocknen bei künstlicher Wärme im Backofen
Das Trocknen bei künstlicher Wärme wird im Backofen oder in der Bratröhre vorgenommen. Du legst ein sauberes Tuch oder unbedrucktes Papier auf Kuchenbleche, wenn du keine Horden hast. Alle 15 Minuten ist eine genaue Kontrolle notwendig. Das Trockengut muss immer gewendet werden, damit das Oberste zuunterst kommt. Bereits fertig getrocknete Früchte werden herausgelesen. Die Feuchtigkeit muss entweichen können, deshalb wird die Bratröhre niemals völlig geschlossen. Gemüse wird bei 60 bis 80 °C, Obst bei etwa 70 bis 90 °C getrocknet. Nach dem Trocknen lässt du die Lebensmittel vollständig abkühlen, bevor du sie in luftdichte Behälter füllst.
Geeignete Früchte und richtige Aufbewahrung
Zum Trocknen eignet sich alles Obst, besonders aber Pflaumen, Äpfel und Birnen. Bei Pflaumen sollten möglichst überreife Früchte verwendet werden, die du zu diesem Zweck möglichst lange am Baum hängen lässt. Nach etwa 10 bis 15 Stunden bei 70 bis 90 °C ist der Trockenprozess meistens beendet. Auch Bohnen, Erbsen, Kräuter und Pilze lassen sich hervorragend trocknen. Das Trockengut wird in Gläsern, Blechdosen oder Stoffbeuteln an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort aufbewahrt. Vor dem Verwenden wird es einige Stunden in kaltem Wasser eingeweicht und dann wie frisches Gemüse oder Obst zubereitet. Richtig getrocknete und gelagerte Vorräte halten sich problemlos bis zur nächsten Ernte.
Häufig gestellte Fragen
Bei welcher Temperatur werden Obst und Gemüse im Backofen getrocknet?
Gemüse wird bei 60 bis 80 °C getrocknet, Obst bei etwa 70 bis 90 °C. Wichtig ist, die Bratröhre niemals völlig zu schließen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Alle 15 Minuten sollte das Trockengut kontrolliert und gewendet werden.
Welches Obst eignet sich besonders gut zum Trocknen?
Besonders gut eignen sich Pflaumen, Äpfel und Birnen. Bei Pflaumen sollten möglichst überreife Früchte verwendet werden, die lange am Baum hängen durften. Der Trockenprozess dauert bei diesen Früchten etwa 10 bis 15 Stunden.