Erbsen pflegen: Boden, Düngung und Krankheiten

Erbsen pflegen ist unkompliziert, wenn man die wichtigsten Grundregeln kennt. Als Schwachzehrer benötigen sie keinen zusätzlichen Dünger und versorgen sich selbst mit Stickstoff. Lockerer Boden, regelmäßiges Jäten und die richtige Rankhilfe sind die Grundlage für eine reiche Ernte.

Bodenpflege und Rankhilfen für Erbsen

Erbsen mögen lockeren Boden, daher empfiehlt es sich, die Erde um die Pflanzen herum häufiger vorsichtig durchzuhacken und aufkeimendes Unkraut regelmäßig zu jäten. Bei Trockenheit gießen, aber nicht zu viel – erst wenn sich die ersten Blüten bilden, wird mehr gegossen, das erhöht den Ernteertrag. Dünger brauchen Erbsen nicht, da sie Schwachzehrer sind und sich selbst mit Stickstoff versorgen können. Um die Standfestigkeit der jungen Pflanzen zu erhöhen, werden die Stängel bei einer Wuchshöhe von 20 cm etwa 10 cm hoch angehäufelt. Niedrige Buscherbsen brauchen keine Rankhilfe, höhere Sorten kann man an einem engmaschigen Draht emporklettern lassen, der zwischen zwei Holzpfosten gespannt wird. Eine andere Möglichkeit ist, Haselnussreiser oder andere Zweige entlang der Reihen zu stecken – mit Hilfe ihrer Blattranken hangeln sich die Triebe dann selbst daran nach oben.

Krankheiten und Schädlinge bei Erbsen

Ein häufiger Schädling ist der Erbsenwickler, dessen Raupen in die Hülsen eindringen und an den Kernen fressen. Besonders früh oder spät gesäte Erbsen sind aber gegen einen Befall gefeit. Späte Aussaaten werden mitunter von Echtem Mehltau befallen, es gibt inzwischen aber auch resistente Sorten, die Gärtnern das Leben erleichtern. Fusarium-Welke kann ebenfalls auftreten, meist wenn der Boden dauerhaft zu feucht ist. Ein konsequenter Fruchtwechsel und ausreichende Pflanzabstände beugen den meisten Krankheiten vor. Erbsen sollten nicht auf Böden angebaut werden, auf denen in den letzten drei bis vier Jahren bereits Hülsenfrüchte gestanden haben. Markerbsen sind besonders beliebt, da sie mehr Zucker als Schalerbsen enthalten und süßlicher schmecken.

Gärtner Pötschkes Tipp: Stecken Sie Haselnussreiser entlang der Erbsenreihen – die Pflanzen hangeln sich mit ihren Blattranken selbst daran hoch, ohne dass aufwendige Rankhilfen gebaut werden müssen.

Häufig gestellte Fragen

Wie schützt man Erbsen vor dem Erbsenwickler?

Besonders früh oder spät gesäte Erbsen sind gegen einen Befall durch den Erbsenwickler gefeit, da sie außerhalb des Hauptflugzeitraums des Schädlings reifen. Alternativ können Schutznetze über die Kulturen gespannt werden.

Brauchen Erbsen eine Rankhilfe?

Niedrige Buscherbsen brauchen keine Rankhilfe. Höhere Sorten klettern an engmaschigem Draht oder Haselnussreisern empor, die entlang der Reihen gesteckt werden. Die Pflanzen hangeln sich mit ihren Blattranken selbst daran hoch.

Gärtner Pötschkes Neues Großes Gartenbuch – Band II: Gemüse und Kräuter (2011)

Seiten: 222

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