Kohlgewaechse anbauen erfordert etwas Planung: Alle Kohlarten gehoeren zur Familie der Kreuzbluetle (Brassicaceae) und haben einen mittleren bis hohen Naehrstoffbedarf. Ein konsequenter Fruchtwechsel ist unverzichtbar, um Krankheiten wie die Kohlhernie zu vermeiden. Wer diese Grundregeln beachtet, wird mit einer reichen Ernte belohnt.
Boden, Duengung und Fruchtwechsel bei Kohlgewaechsen
Alle Kohlarten gehoeren zur Familie der Kreuzbluetle (Brassicaceae) und haben daher einen mittleren bis hohen Naehrstoffbedarf. Trotzdem sollte man mit Duenger vorsichtig umgehen, denn wenn Kohl mit zu viel Stickstoff geduengt wird, kommt es beim Kochen zu dem beruechtigten Kohlgeruch und der Geschmack des Gemueses ist beeintraechtigt. Wer schon im Herbst vor dem Anbau organischen Duenger wie Kompost oder verrotteten Stallmist in den Boden einarbeitet, kann nichts falsch machen. Mit Kohl ganz eng verwandt sind Senf, Kohlrueben, Rettich, Radieschen und Raps – sie alle gehoeren zur Familie der Kreuzbluetle und sollten nie als Nachfolgekulturen nach Kohl, der eigenen Art oder anderen Kreuzbluetle angebaut werden. So wird ein Aufkommen von Krankheiten und Schaedlingen verhindert und der Boden kann sich regenerieren. Mindestens vier Jahre lang sollten keine Kreuzbluetle auf demselben Beet angebaut werden.
Aussaat und Anzucht von Kohlgewaechsen
Alle Kohlarten kann man problemlos aus Samen heranziehen, die gaengigsten Sorten werden aber auch im Fruehjahr von Gaertnereien und auf Wochenmaerkten als Setzlinge angeboten. In dem Fall muss man allerdings mit den Sorten vorlieb nehmen, die gerade verfuegbar sind, waehrend bei der Aussaat eine viel groessere Auswahl an Sorten zur Verfuegung steht. Alle Kohlsorten sind Starkzehrer und brauchen nahrhafte Boeden mit guter Wasserhaltekraft. Eine Besonderheit ist rotblaettriger Gruenkohl der Sorte ‚Redbor F1‘: Er wird bis zu einem Meter hoch und ist eine dekorative Beetpflanze. Beim Kochen wird er gruen. Kohlgewaechse eignen sich gut fuer die Mischkultur: Gute Nachbarn sind Borretsch, Sellerie, Salate, Tomaten, Kartoffeln, Erbsen und Spinat. Nicht empfehlenswert sind andere Kreuzbluetle als Pflanznachbarn sowie Zwiebeln in unmittelbarer Naehe.
Gaertner Poetschkes Tipp: Arbeiten Sie schon im Herbst reifen Kompost oder verrotteten Stallmist in den Boden ein – so findet der Kohl im Fruehjahr einen fruchtbaren Boden und beste Startbedingungen vor.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist der Fruchtwechsel bei Kohlgewaechsen so wichtig?
Kohlgewaechse gehoeren alle zur Familie der Kreuzbluetle und teilen dieselben Krankheiten und Schaedlinge, insbesondere die Kohlhernie. Mindestens vier Jahre lang sollten keine Kreuzbluetle auf demselben Beet angebaut werden, um einen Befall zu vermeiden.
Koennen Kohlgewaechse aus Samen gezogen werden?
Ja, alle Kohlarten koennen problemlos aus Samen herangezogen werden. Die Aussaat bietet eine viel groessere Sortenauswahl als der Kauf von Setzlingen. Fuer eine fruehe Ernte empfiehlt sich eine Vorkultur unter Glas ab Februar oder Maerz.