Den richtigen Platz für den Komposthaufen finden

Ein gut gepflegter Komposthaufen verwandelt Gartenabfälle in wertvollen Humus und verbessert die Bodenqualität nachhaltig. Kompostiert werden können praktisch alle Gartenabfälle, Erntereste, Grasschnitt, rohe Küchenabfälle sowie Mist, Jauche in Maßen und Laub. Was auf gar keinen Fall auf den Komposthaufen gehört, sind kranke und von Schädlingen befallene Pflanzenteile sowie Samen tragende Unkräuter. Sie alle überdauern die Kompostierung und gelangen mit der Komposterde wieder in den Garten, wo sie erneut keimen oder Pflanzen befallen.

Wissenswertes im Überblick

Kompostiert werden können praktisch alle Gartenabfälle, Erntereste, Grasschnitt, rohe Küchenabfälle sowie Mist, Jauche in Maßen und Laub. Was auf gar keinen Fall auf den Komposthaufen gehört, sind kranke und von Schädlingen befallene Pflanzenteile sowie Samen tragende Unkräuter. Sie alle überdauern die Kompostierung und gelangen mit der Komposterde wieder in den Garten, wo sie erneut keimen oder Pflanzen befallen. Natürlich gehören auch keine dicken Äste oder Zweige in den Kompost. Gleiches gilt für alles, was nicht schnell oder gar nicht verrottet. Klein gehäckselte Holzabfälle hingegen kannst du mit krautigen Abfällen gemischt auf den Kompost geben. Sie bringen Struktur in den Kompost und sorgen für eine bessere Durchlüftung der einzelnen Schichten. In der Regel ist der Nährstoffgehalt von Gartenkompost allein nicht ausreichend, um Pflanzen eine vollwertige Ernährung zu bieten. In Verbindung mit mineralischen und organischen Düngemitteln ist er aber die beste Kombination für deine Pflanzen. Herkömmlicher Kompost allein dient wie Gesteinsmehl in erster Linie der Bodenverbesserung. Er macht den Boden aufnahmefähiger für Nährstoffe und verbessert die Bodengare. Abschließend solltest du den Komposthaufen mit einer Schicht aus Stroh, Laub, altem Heu, einer gelochten Folie oder Vlies bedecken, um ihn im Sommer vor Austrocknung bzw. vor Übernässung zu schützen. Auch muss eine solche Kompostmiete immer unkrautfrei gehalten werden, denn die darauf wachsenden Pflanzen entziehen dem reifenden Kompost wertvolle Nährstoffe und Wasser. Unkräuter streuen oft Samen aus, der später im Garten verteilt wird, dort keimt und wächst. Immer wieder sehe ich, dass Komposthaufen mit Kürbis, Zucchini oder Gurken bepflanzt werden, das schafft eine gute und auch gewünschte Schattenwirkung. Die Pflanzen aber nicht auf den Komposthaufen setzen, sondern an den unteren Rand, denn diese Gemüsearten sind Starkzehrer, das heißt, sie entziehen der Komposterde unnötig wertvolle Nährstoffe und außerdem Feuchtigkeit. In Körben kannst du kompostierbare Abfälle vorsortieren und später miteinander mischen. Wer seinen Kompost hegt und pflegt, legt den Grundstein für gute Ernten!

Gaertner Poetschkes Tipp: Vor dem Ausbringen im Garten solltest du die Komposterde sieben, um nicht verrottete Anteile zurückzuhalten. So erhältst du feinkrümelige, hochwertige Erde für deine Beete.

Häufig gestellte Fragen

Was darf alles auf den Komposthaufen?

Auf den Kompost gehören Gartenabfälle, Erntereste, Grasschnitt, rohe Küchenabfälle, Mist, Jauche in Maßen, Laub sowie klein gehäckseltes Holz. Wichtig ist, dass die Materialien frei von Krankheiten und Schädlingen sind.

Was hat auf dem Komposthaufen nichts zu suchen?

Kranke und von Schädlingen befallene Pflanzenteile, Samen tragende Unkräuter, dicke Äste, Fleisch- und Fischreste, Fette, Öle, Kunststoffe, Glas, Metall sowie behandelte Schalen von Südfrüchten gehören nicht auf den Kompost.

Gärtnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 99

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