Was im Garten zu tun ist: Juni

Der Juni trägt im Altdeutschen den Namen Brachmond und geht auf Juno zurück, die als bedeutendste römische Göttin die jugendliche Kraft der Frau symbolisierte. Und voller Kraft steckt auch dieser Monat, den Gärtner liebevoll Rosenmonat nennen – denn jetzt blühen die Rosen mit vielen anderen Blütenpflanzen um die Wette und verwandeln den Garten in ein farbenfrohes Paradies.

Hintergrund und Bedeutung

Der Juni ist die Zeit der üppigen Blütenpracht. Rosen entfalten jetzt ihre ganze Schönheit und wetteifern mit Stauden, Sommerblumen und blühenden Sträuchern um die schönsten Farben und intensivsten Düfte. Die Tage sind lang, die Sonne steht hoch am Himmel, und die Natur zeigt sich von ihrer kraftvollsten Seite. Für dich als Gärtner bedeutet das: Der Garten braucht jetzt deine volle Aufmerksamkeit, belohnt dich aber auch mit einer Fülle an Blüten, Früchten und frischem Gemüse.

Maßnahmen und Tipps

Schönwetterperioden wechseln sich noch mit Kälteeinbrüchen ab, die aber selten ernste Schäden anrichten. Berüchtigt ist die Schafskälte Mitte Juni – benannt nach den um diese Zeit frisch geschorenen Schafen, die dann unter der kalten Witterung leiden. Trotz dieser gelegentlichen Wetterkapriolen kannst du jetzt unbesorgt auch empfindliches Gemüse wie Gurken, Zucchini, Kürbis und Bohnen aussäen. Achte darauf, dass der Boden ausreichend feucht bleibt, denn bei zunehmender Wärme steigt der Wasserbedarf deiner Pflanzen deutlich an.

Praxishinweise

Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um vorgezogene Jungpflanzen von Tomaten, Paprika, Auberginen und anderen wärmeliebenden Gemüsearten ins Freiland auszupflanzen. Die Frostgefahr ist endgültig vorüber, und die Pflanzen können sich bei den warmen Temperaturen optimal entwickeln. Denke daran, Starkzehrer wie Tomaten und Kohl regelmäßig zu düngen und ausreichend zu wässern. Im Ziergarten solltest du verblühte Blüten regelmäßig entfernen, um die Blühfreude zu verlängern und die Bildung neuer Knospen anzuregen.

Gaertner Poetschkes Tipp: Mulche deine Gemüsebeete mit Rasenschnitt oder Stroh – das hält die Feuchtigkeit im Boden, unterdrückt Unkraut und spart dir viel Gießarbeit in den kommenden warmen Wochen.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die wichtigsten Gartenarbeiten im Juni?

Im Juni stehen Aussaat und Auspflanzen von wärmeliebenden Gemüsearten wie Gurken, Zucchini, Tomaten und Paprika im Vordergrund. Außerdem solltest du regelmäßig gießen, düngen und verblühte Blüten entfernen, um die Blütenpracht zu verlängern.

Was muss ich im Juni im Gemüsegarten beachten?

Achte auf ausreichende Bewässerung, besonders bei Starkzehrern wie Tomaten und Kohl. Mulche die Beete, um Feuchtigkeit zu speichern, und dünge regelmäßig. Trotz gelegentlicher Schafskälte Mitte Juni kannst du jetzt auch empfindliches Gemüse problemlos aussäen und auspflanzen.

Gärtnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 267

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