Schwarzbeinigkeit: Pilzkrankheit bei Sämlingen und Stecklingen

Schwarzbeinigkeit ist eine gefürchtete Pilzkrankheit, die Sämlinge und frisch gesteckte Stecklinge befällt und zum Umfallen bringt. Feuchte, kühle Bedingungen und zu dichter Stand begünstigen die Krankheit erheblich.

Symptome und Ursachen der Schwarzbeinigkeit

Diese Krankheit wird als Schwarzbeinigkeit oder Umfall- bzw. Vermehrungskrankheit bezeichnet. Auslöser sind Pilze, die keimende Samen und frisch gesteckte Stecklinge befallen. Die Stängel der infizierten Sämlinge faulen dicht über dem Boden und verfärben sich braun bis schwarz – sie fallen in der Folge um und sterben ab. Zu kaltes, feuchtes Wetter während der Keimung sowie ein zu dichter Stand fördern die Krankheit.

Vorbeugung und Bekämpfung

Robuste Sorten sind meist weniger anfällig. Verwenden Sie stets frische, sterile Anzuchterde und sorgen Sie für ausreichende Abstände zwischen den Sämlingen. Gute Drainage und mäßige Bewässerung verhindern die feuchten Bedingungen, die Pilze begünstigen. Befallene Sämlinge sofort entfernen, um eine Ausbreitung auf gesunde Pflanzen zu verhindern.

Gärtner Poetschkes Tipp: Säen Sie nicht zu dicht und pikieren Sie Sämlinge frühzeitig, sobald sie groß genug sind. Enge Abstände und schlechte Luftzirkulation sind die häufigsten Ursachen für Schwarzbeinigkeit in der Anzucht.

Häufig gestellte Fragen

Warum fallen meine Sämlinge kurz nach dem Keimen um?

Das typische Symptom der Schwarzbeinigkeit: Die Stängel faulen dicht über dem Boden und verfärben sich schwarz. Ursache sind Pilze, die durch feuchte, kühle Bedingungen und zu dichten Stand begünstigt werden.

Wie verhindere ich Schwarzbeinigkeit bei der Anzucht?

Verwenden Sie frische, sterile Anzuchterde, säen Sie nicht zu dicht und sorgen Sie für gute Belüftung. Gießen Sie mäßig und vermeiden Sie Staunässe. Robuste Sorten sind weniger anfällig.

Gärtnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 226

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