Die wichtigsten Bodenarten im Überblick

Die Bodenart entscheidet maßgeblich darüber, welche Pflanzen in deinem Garten gedeihen und wie du ihn pflegen musst. Von leichtem Sandboden über mittelschweren Lehm bis hin zu schwerem Tonboden – jede Bodenart hat charakteristische Eigenschaften, die du mit einfachen Handgriffen erkennen kannst. Mit der richtigen Verbesserung durch Humus, Sand oder Kompost machst du aus jedem Boden einen fruchtbaren Gartengrund.

Wissenswertes im Überblick

Sandboden: Rinnt schnell durch die Finger, fühlt sich scharfkantig an. Tongehalt bis 10%. Verbesserung durch lehmige Erde und Kompost.

Lehmiger Sand: Klebrig, Sandkörner deutlich fühlbar, krümelt beim Formen. Tongehalt bis 20%. Mit Humus gemischt ergibt er einen guten Gartenboden.

Sandiger Lehm: Formbar, zerfällt aber rasch. Tongehalt bis 30%. Mit Humus gemischt ergibt er einen guten Gartenboden.

Lössboden: Besteht aus Quarzsand, Lehm und Kalk, Tongehalt bis 40%. Körnchen sind nicht spürbar. Humuszufuhr ist günstig.

Reiner Lehm: Enthält Sandanteile, knirscht beim Reiben. Backt zusammen, solange er feucht ist. Tongehalt bis 40%. Ständige Humuszufuhr ist wichtig.

Schwerer Lehm: Schmiert beim Reiben, gut formbar. Tongehalt bis 60%. Wird durch Zugabe von Sand und Humus kulturfähig.

Tonboden: Fein, glatt und seifig. Tongehalt über 60%. Gut formbar. Tiefes Umgraben sowie Sand- und Humuszufuhr sind notwendig. Drainage anlegen!

Kalk- oder Mergelboden: Schmiert bei Nässe. Besteht aus verschiedenen Bodenarten und Kalkstein.

Humusboden/Moorboden: Enthalten mindestens 30% organische Substanz. Kalk, Lehm und Sand verbessern die Bodenqualität deutlich.

Gärtner Poetschkes Tipp: Nimm eine Handvoll feuchte Erde und reibe sie zwischen den Fingern – so erkennst du schnell, ob dein Boden sandig, lehmig oder tonig ist. Diese einfache Fingerprobe hilft dir, die richtige Bodenverbesserung zu wählen.

Häufig gestellte Fragen

Wie erkenne ich meine Bodenart im Garten?

Nimm eine Handvoll feuchte Erde und reibe sie zwischen den Fingern. Sandboden fühlt sich körnig an und rinnt durch die Finger, Lehmboden lässt sich formen und krümelt leicht, Tonboden ist glatt, schmierig und gut formbar.

Wie verbessere ich schweren Tonboden?

Schweren Tonboden verbesserst du durch tiefes Umgraben und regelmäßige Zugabe von Sand und Humus. Bei sehr schwerem Boden ist zusätzlich eine Drainage sinnvoll, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

Gärtnerische Grundlagen – Band I (2008)

Seiten: 80

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