Chinakohl (Brassica rapa var. pekinensis) stammt aus China, wo er bereits im 5. Jahrhundert n. Chr. kultiviert wurde, und trägt auch die Namen Peking-, Japan- oder Selleriekohl. Anders als unsere heimischen Kopfkohlarten ist er nur entfernt mit ihnen verwandt und besticht durch knackige, zarte Blätter mit mildem Geschmack. Das macht ihn ideal für Salate, Suppen und asiatische Gerichte. Als Langtagpflanze neigt er im Hochsommer zum Schossen, weshalb der Anbau als Herbstgemüse am besten gelingt.
Aussaat und Standort für Chinakohl
Chinakohl ist ein typisches Herbstgemüse und eine Langtagpflanze: Im Sommer schosst er und bildet keine Köpfe. Die Hauptaussaat erfolgt daher ab Juli direkt ins Freiland. Für eine frühe Ernte kannst du Sorten auch ab März unter Glas vorziehen; sie sind dann bereits im frühen Sommer erntereif. Gesät wird 1 cm tief, bei Direktsaat in der Reihe solltest du rechtzeitig auf einen Abstand von 30 cm ausdünnen. Chinakohl bildet feste, rund-ovale bis zylindrische Köpfe von 40 bis 50 cm Höhe mit einem Gewicht zwischen 1 und 3 kg. Die leicht gekräuselten Blätter sind gelbgrün mit breiten, weißen Blattrippen. Chinakohl eignet sich hervorragend als Nachkultur, etwa nach Frühkartoffeln oder Spinat, und nutzt so den Platz im Beet optimal aus.
Pflege und Düngung von Chinakohl
Nach dem Aufgehen der Saat oder der Pflanzung ist das Beet unkrautfrei zu halten und bei Trockenheit zu gießen. Wurde vor der Aussaat Kompost in den Boden eingearbeitet, braucht Chinakohl nicht mehr gedüngt zu werden. Bis in den Herbst hinein wird gelegentlich der Boden gehackt, um aufkeimende Unkräuter zu entfernen. Chinakohl ist knackig, zart und schmeckt milder als viele andere Kopfkohlarten, außerdem ist er viel bekömmlicher. Er enthält wenig Kalorien, aber reichlich Vitamin C, Kalium und Folsäure. Typische Kohlschädlinge wie Kohlfliege und Kohlweißling können auch Chinakohl befallen; Schutznetze helfen wirksam und schützen die Pflanzen zuverlässig vor Eiablage und Fraßschäden.
Ernte und Verwendung von Chinakohl
Chinakohl ist erntereif, wenn die Köpfe fest und geschlossen sind. Frühe Sorten aus der Vorkultur kannst du bereits im Frühsommer ernten, Herbstsorten ab September bis Oktober. Im Kühlschrank hält sich Chinakohl mehrere Wochen. Er lässt sich roh als Salat, gedünstet als Gemüsebeilage oder in asiatischen Gerichten wie Kimchi verwenden. Sein milder Geschmack macht ihn auch für Kinder sehr beliebt. Wer Chinakohl einfrieren möchte, blanchiert die Blätter kurz und friert sie portionsweise ein. So hast du auch im Winter noch knackiges Gemüse aus eigenem Anbau zur Verfügung.
Gaertner Poetschkes Tipp: Säe Chinakohl erst ab Juli aus, denn als Langtagpflanze schosst er bei langen Sommertagen und bildet keine Köpfe. Als Nachkultur nach Frühkartoffeln oder Spinat nutzt er den Platz im Beet optimal und beschert dir im Herbst knackige, milde Köpfe.
Häufig gestellte Fragen
Warum schosst Chinakohl im Sommer und bildet keine Köpfe?
Chinakohl ist eine Langtagpflanze und reagiert auf lange Tage mit Schossen statt Kopfbildung. Daher sollte die Hauptaussaat erst ab Juli erfolgen, wenn die Tage kürzer werden.
Wie unterscheidet sich Chinakohl von anderen Kohlarten in der Küche?
Chinakohl schmeckt milder und ist bekömmlicher als Weiß- oder Rotkohl. Er eignet sich roh als Salat, gedünstet als Beilage und ist die Grundlage für das koreanische Nationalgericht Kimchi.