Flügelerbse anbauen gelingt ab Mitte Mai und bereichert den Gemüsegarten mit einer noch wenig bekannten, aber schmackhaften Spezialität. Die Flügelerbse (Tetragonolobus purpureus) erfreut sich besonders in England großer Beliebtheit und ist auch in Deutschland im Kommen. Ihre purpurfarbenen Blüten und der spargelartige Geschmack machen sie zu einer attraktiven Alternative zu klassischen Hülsenfrüchten.
Aussaat und Standort der Flügelerbse
Die Flügelerbse (Tetragonolobus purpureus) wird ab Mitte Mai in Reihen ausgesät. Der Reihenabstand beträgt 50 bis 60 cm, der Abstand in der Reihe 30 bis 50 cm. Die Pflanze wächst buschig, wird 40 bis 50 cm hoch und benötigt daher keine Rankhilfe. Sie bevorzugt einen sonnigen Standort mit durchlässigem, humosem Boden. Die purpurfarbenen Blüten sind nicht nur dekorativ, sondern auch eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäubungsinsekten. Flügelerbsen haben vier flügelartige Kanten an den Hülsen – daher der Name. Weil sie nach Spargel schmecken, nennt man die Pflanze auch Spargelerbse. Sie ist eine interessante Bereicherung für jeden Gemüsegarten und eignet sich auch für Gärtner, die Neues ausprobieren möchten.
Ernte und Verwendung der Flügelerbse
Am besten schmecken die Hülsen der Flügelerbse, wenn sie 5 bis 6 cm lang sind. Ältere Hülsen werden hart und faserig und sollten daher rechtzeitig geerntet werden. Bei regelmäßiger Ernte fruchten die Pflanzen den ganzen Sommer über und liefern kontinuierlich frische Ernte. Die Hülsen werden wie Zuckererbsen verwendet – roh oder kurz gedämpft. Ihr spargelartiger Geschmack macht sie zu einer interessanten Zutat für Salate, Wok-Gerichte und als Gemüsebeilage. Die Flügelerbse ist in Deutschland noch eine Nischenkultur, gewinnt aber zunehmend an Beliebtheit bei Gärtnern, die Abwechslung im Gemüsegarten suchen. Auch die Samen können wie Erbsen verwendet werden, wenn man die Hülsen ausreifen lässt.
Gaertner Poetschkes Tipp: Ernten Sie Flügelerbsen regelmäßig, wenn die Hülsen 5 bis 6 cm lang sind – so fruchten die Pflanzen den ganzen Sommer über und liefern kontinuierlich frische Ernte.
Häufig gestellte Fragen
Warum ist die Flügelerbse in Deutschland noch wenig bekannt?
Die Flügelerbse ist in Deutschland noch eine Nischenkultur, obwohl sie in England sehr beliebt ist. Ihr spargelartiger Geschmack, die dekorativen purpurfarbenen Blüten und die einfache Kultur machen sie zu einer interessanten Bereicherung für den Gemüsegarten.
Wie unterscheidet sich die Flügelerbse von der Zuckererbse?
Die Flügelerbse hat vier charakteristische flügelartige Kanten an den Hülsen und schmeckt nach Spargel. Zuckererbsen haben glatte, flache oder runde Hülsen und einen süßlichen Erbsengeschmack. Beide werden mit der gesamten Hülse gegessen.